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Hass ist der Feind des Friedens
Ärzte Zeitung, 12.01.2012
Dr. Izzeldin Abuelaish war der erste palästinensische Arzt, der jemals an einem israelischen Krankenhaus arbeitete. 2009 töteten zwei israelische Granaten in Gaza drei seiner Töchter. Der Arzt entschloss sich, seine Botschaft in die Welt zu tragen: "Du sollst nicht hassen!"
Abschied vom Seelendeuter der Republik
Sehr gebrechlich wirkte er. Noch schmaler und lakonischer als er zuletzt in Berlin auftrat, um sein neues – jetzt muss man sagen: letztes – Buch vorzustellen, das den Titel trug: Moral in Zeiten der Krise. Schon der Titel verrät das Lebensprogramm von Horst-Eberhard Richter. Versammelt hat er darin noch einmal, gleichsam in Kürzestfassung, alle seine Lieblingsthemen, vom Menschen, der sich und die anderen akzeptieren lernen muss, bis hin zur Warnung, nicht Gott spielen zu wollen: Fukushima und Tsunami hätten doch erst wieder bewiesen, dass etwas anderes stärker ist.
Der Ermutiger ist tot
Daheim in Gießen, die Kekse standen auf dem Kaffeetisch, hat Horst-Eberhard Richter bei unserem letzten Gespräch über neue Projekte sinniert. Der kleine Mann mit dem großen Einfluss dachte diesmal an nichts Weltbewegendes. „Wenn ich mal wieder was schreibe“, sagte er, „dann über Bergsteigerei und Zermatt“.
Reflexion und Aktion - Zum Tode Horst-Eberhard Richters
Seine Lebenserinnerungen schrieb Horst Eberhard Richter noch bevor er das Pensionsalter erreicht hatte, sie erschienen 1986 unter dem Titel "Die Chance des Gewissens". Wieder einmal war er schneller gewesen als alle anderen. Zu dem Zeitpunkt galt er, der Inhaber des Gießener Lehrstuhls für Psychosomatik und Direktor des Zentrums für Psychosomatische Medizin, längst als Deutschlands bekanntester Psychoanalytiker, hinter ihm lag ein schriftstellerisches, therapeutisches und organisatorisches Werk, das spielend für zwei Leben gereicht hätte.
Heftige Vorwürfe gegen Syrien
Mehr als 200 Zivilisten vor allem im Norden Syriens sollen am Dienstag und Mittwoch von staatlichen Sicherheitskräften getötet worden sein. Dies wird von Nachrichtenagenturen gemeldet. Der im Ausland agierende Syrische Nationalrat (SNR) forderte angesichts der »furchtbaren Massaker« an »unbewaffneten Zivilisten« Dringlichkeitssitzungen des UN-Sicherheitsrats. Die UNO müsse die betroffenen Städte zu »Sicherheitszonen« erklären und unter internationalen Schutz stellen. Es handele sich um »Völkermord im großen Umfang« hieß es in einer SNR-Erklärung. Seit Monaten fordert die syrische Auslandsopposition ein Eingreifen in Syrien. Die Rede ist von einem militärisch geschützten »humanitären Korridor« oder von einer »Pufferzone«, die im Norden des Landes von türkischen Truppen besetzt werden könnte.
Höher, schneller, breiter
Mehr Sicherheit, mehr Schulen, mehr Krankenhäuser: Vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn überschlagen sich die Erfolgsmeldungen aus dem Kriegsgebiet.
Zehn Jahre nach der ersten Afghanistan-Konferenz treffen sich am kommenden Montag rund 100 Delegationen aus aller Welt auf dem Petersberg bei Bonn, um über den angeblichen Abzug der internationalen Besatzungstruppen und die weitere Zukunft des Landes zu beraten.
2,9 Millionen afghanische Kinder chronisch mangelernährt
Kurz vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn prangert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die schlechten Lebensbedingungen der Bevölkerung an. Jedes zweite Kind sei chronisch mangelernährt, also insgesamt 2,9 Millionen Kinder. Zudem sei Afghanistan eines von elf Ländern weltweit, in denen mehr als 20 Prozent der Neugeborenen nicht älter als fünf Jahre werden.
Thiel: Gefahr für Embryonen
Anlässlich der zahlreichen Reaktionen auf die Veröffentlichung amtlicher Daten über radioaktive Emissionsspitzen aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen zu Beginn der diesjährigen Revision erklärt IPPNW-Vorstandsmitglied Reinhold Thiel: „Emissionen unterhalb eines amtlichen Grenzwertes bedeuten nicht automatisch, dass für Menschen kein Gesundheitsrisiko bestünde.“
Huber hält Endlager in Bayern für Denkbar
"Es geht jetzt ausschließlich um die Geologie, nicht mehr um Geographie und Ideologie": Der neue Umweltminister Huber schließt als Erster ein Atommüll-Endlager an der Donau nicht mehr aus. Unterdessen werden rund um das Atomkraftwerk Gundremmingen erhöhte Strahlenwerte gemessen.
Washingtons Megabombe hat längst Enkel
Sie war ein Monstrum der besonderen Art, »zu einer anderen Zeit für eine andere Welt« entwickelt, wie es Thomas D'Agostino, Leiter der Nationalen Behörde für nukleare Sicherheit in Washington, jetzt formulierte. Ein Symbol des Kalten Krieges, 4,5 Tonnen schwer, von der Größe eines Kleinbusses, gefüllt mit 135 Kilogramm hochangereichertem Uran für eine Sprengkraft von neun Megatonnen und damit 600 Mal stärker als die Hiroshima-Bombe.
Wie Ärzte helfen können, den Frieden zu fördern
Weltweit sind Ärzte mit den Folgen von Gewalt konfrontiert. Sie operieren Kriegsopfer, behandeln Folteropfer und versorgen Opfer sexualisierter Gewalt. Ärzte sind die wichtigsten Zeugen von Gewalt und zeigen Verantwortung, indem sie jene dokumentieren. Damit leisten sie auch einen Beitrag zur Prävention und zum Frieden. Wie medizinische Daten internationale Friedenskampagnen befördern, darüber hat der britische Chirurg Dr. Robin Coupland vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) auf dem von den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) veranstalteten Kongress "Medizin und Gewissen" in Erlangen berichtet.
Türkische Gerichtsmedizinerin für Kampf gegen Folter ausgezeichnet
Die türkische Gerichtsmedizinerin Professor Sebnem Korur Fincanci ist auf dem IV. Internationalen IPPNW-Kongress "Medizin und Gewissen" in Erlangen mit dem erstmals vergebenen Preis für medizinische Friedensarbeit ausgezeichnet worden. Die Istanbuler Ärztin und Menschenrechtlerin setzt sich seit Jahrzehnten für Folteropfer ein und hat ein standardisiertes Verfahren zur Aufdeckung von Folter entwickelt.Stifter des mit 3000 Euro dotierten Preises sind die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) und das Internationale Netzwerk "Medical Peace Work".
30 Jahre IPPNW: Mehr Themen als nur Atomenergie
Die deutsche Sektion feierte in Berlin mit einem Symposium „Rezepte fürs Überleben“ das 30-jährige Bestehen der IPPNW. Matthias Jochheim, Allgemeinmediziner und Psychotherapeut sowie deutscher IPPNW-Vorsitzender, über den Kampf gegen Atomkraft, die Anerkennung der Vereinigung in der Ärzteschaft und zukünftige Herausforderungen.
Verstrahlte Lebensmittel
Die Menschen in Deutschland werden vor radioaktiver Strahlung aus Lebensmitteln nicht ausreichend geschützt. Zu diesem Schluss kommen Foodwatch und die Ärzteorganisation IPPNW in einer Studie. Demnach sind Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel in Europa viel zu hoch. Damit werde die Bevölkerung einem unnötig hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt, heißt es in dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Bericht „Kalkulierter Strahlentod".
Zu hohe Grenzwerte für Nahrungsmittel
Eu-Grenzwerte für Radioaktivität
Die EU-Grenzwerte für Radioaktivität in Lebensmitteln schützen nach Ansicht der Verbraucherorganisation Foodwatch und des Ärzteverbands IPPNW nicht ausreichend vor Gesundheitsschäden. "Jede noch so geringe radioaktive Strahlung bedeutet ein gesundheitliches Risiko, weil sie ausreicht, um schwere Erkrankungen wie Krebs auszulösen", erklärten die Organisationen am Dienstag.
Den Protest zum Petersberg tragen
Friedensbewegung bereitet Aktion anläßlich Afghanistan-Konferenz der Kriegsparteien bei Bonn vor
Wer etwas bewegen will, braucht einen langen Atem. Deshalb mobilisieren Aktivisten der deutschen Friedensbewegung bereits seit einigen Wochen zu Protesten im Dezember in Bonn gegen den Krieg in Afghanistan. Anlaß ist die Konferenz der an den seit Ende 2001 laufenden UN- und NATO-Militäroperationen am Hindukusch beteiligten 90 Staaten auf dem Petersberg vom 3. bis 5. Dezember.
Terror mit Terror vergolten
Gastbeitrag zum 11. September 2001
Verzicht auf Reserve-Reaktor
Atomausstieg in Deutschland
Alle acht abgeschalten AKWs bleiben vom Netz. Mögliche Engpässe sollen mit Kohle und Gas überbrückt werden. Atomkraftgegner feiern das Aus für Biblis.
Die Grünen drohen im Streit über Libyen-Krieg mit Verfassungsklage
Im Streit über den Libyen-Einsatz deutscher Soldaten drohen die Grünen mit einer Verfassungsklage. „Lenkt die Bundesregierung nicht ein, müsste gegebenenfalls erneut das Bundesverfassungsgericht die Rechtslage klarstellen“, kündigte der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele am Freitag in Berlin an. Er reagierte damit auf Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), der den Einsatz als normales Vorgehen im Bündnis verteidigt und ein Parlamentsmandat dafür verneint hatte.
Nordosten Japans: Aktivisten warnen vor höheren Krebsraten
Japans Regierung verharmlose nach wie vor die gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima für die betroffene Bevölkerung im Nordosten des Landes. Das berichteten Aya Marumori und Wataru Iwata von der ersten unabhängigen Strahlenmessstelle Japans am Montag in Berlin.
Hiroshima und die Vision vom Kranich
Verwundert schauten die Bewohner von Hiroshima in den blauen Morgenhimmel des 6. August 1945. Was hatte es mit dem einzelnen B-29-Bomber auf sich, der dort in großer Höhe über ihrer Stadt flog? Kurz darauf war von diesen Menschen nichts mehr übrig. Sie waren verdampft - getroffen von der Hitzewelle einer Atombombe, die 580 Meter über ihren Köpfen explodiert war. Mit ihnen kamen innerhalb weniger Sekunden 45000 weitere Menschen ums Leben. 66 Jahre ist das jetzt her. Alte Kamellen?
Studie belegt Krebsrisiko von AKW
Kinder, die in der Nähe von Kernkraftwerken aufwachsen, erkranken häufiger an Leukämie als andere. Wie hoch das Risiko ist, belegt eine neue Studie. Demnach ist das Risiko einer Leukämie-Erkrankung von Kindern, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, um 44 Prozent erhöht. Wie die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW am Donnerstag in Berlin mitteilte, kam der Physiker Alfred Körblein zu diesem Ergebnis, nachdem er Daten aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz ausgewertet hat.
Humanitäre Lage in Libyen verschlechtert sich
Auf die sich drastisch verschlechternde humanitäre Lage in Libyen hat die Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) hingewiesen. Die IPPNW fordert deswegen die Einstellung der internationalen Angriffe auf Einrichtungen des Gaddafi-Regimes und die Feuerpause beider innerlibyscher Konfliktseiten, um zu einer friedlichen Lösung zu gelangen.
Sorgenkind elektronische Gesundheitskarte
Chronische Terminverschiebungen, explodierende Kosten und Sicherheitsprobleme: Dass die elektronische Gesundheitskarte, das größte IT-Projekt Deutschlands, schwächelt, musste jetzt die Bundesregierung zugeben. Statt 2006 flächendeckend ausgegeben, erhält im Oktober zunächst einmal nur jeder zehnte Versicherte eine Karte.
Atomfreies Dichtertreffen
Die neue Bürgerinitiative „Poesie ohne Uranstaub“ wendet sich gegen den Atomkonzern Areva, der sich seit 2005 als Hauptsponsor für das Erlanger Poetenfest engagiert. Ziel ist es, den Konzern 2012 als Geldgeber abzulösen.
Auch dieses Jahr unterstützt Areva das Poetenfest, das vom 25. bis 28. August stattfindet, mit 15000 Euro. Insgesamt kostet das renommierte Literaturfestival 130000 Euro. Wegen ihres relativ kleinen Kulturetats ist die Stadt Erlangen als Veranstalter auf Sponsoren angewiesen. Wiederholt stand das Poetenfest aus finanziellen Gründen zur Diskussion, im vergangenen Jahr konnte die Veranstaltung erst nach massiven Protesten gerettet werden.
Land unter im Reaktor
Ein Atomkraftwerk säuft ab, und möglichst niemand soll es mitbekommen. So ließe sich das Szenario umschreiben, das sich derzeit im US-Bundesstaat Nebraska abzeichnet. Dort hat das Wasser des infolge tagelanger Regenfälle stark angeschwollenen Missouri das AKW Fort Calhoun schon vor mehreren Tagen völlig eingeschlossen.
Tausende Leiharbeiter in den Meilern
In deutschen Atomkraftwerken übernimmt einem Bericht der Bundesregierung zufolge Fremdpersonal gefährliche Aufgaben und wird deutlich höherer Strahlung ausgesetzt als festangestellte Arbeiter. Viele von ihnen arbeiten auch außerhalb Deutschlands. Die Linken prangern das "Strahlenproletariat" in den Meilern an und fürchten den Missbrauch von Strahlenpässen.
»Das geht schneller«
Ein Antrag der Linksfraktion im Bundestag fordert Atomausstieg bis 2014 und Sozialtarife für Geringverdiener
Die LINKE versucht, in der Diskussion um den Atomausstieg eigene Akzente zu setzen. In einem Antrag, der dem Bundestag am Freitag vorgelegt werden soll, fordert die Linksfraktion, den Ausstieg bis 2014 im Grundgesetz zu verankern. Zudem will die Partei Sozialtarife für Stromkunden durchsetzen, damit der Ausstieg nicht zu Lasten der Ärmsten geht.
Down-Syndrom dreimal häufiger als vor 1986
Nach Tschernobyl gab es auch in Süddeutschland deutlich mehr Todesfälle bei Neugeborenen, sagt Reinhold Thiel von der Ulmer Ärzteinitiative.
"Tschernobyl wütet in den Genen"
Ein Vierteljahrhundert ist die Katastrophe von Tschernobyl bereits her. Doch die Folgen der radioaktiven Strahlung nehmen zu, sagt die Ärztin Dörte Siedentopf im Interview mit tagesschau.de.
Report: Tschernobyl - Wie viele Opfer gibt es wirklich?
Am 26. April 1986 kommt es im Kernkraftwerk Tschernobyl zum Super-GAU. Der Reaktormantel explodiert, Trümmer und radioaktives Material werden nach außen geschleudert, eine nukleare Wolke breitet sich über weite Teile Europas aus.
Der Skandal in der Nuklearkatastrophe
Die Weltgesundheitsorganisation gerät wegen ihres Verhaltens nach dem Atomunglück von Fukushima unter Beschuss. Kritiker werfen ihr vor, die Folgen herunterzuspielen - ähnlich wie nach der Tschernobyl-Katastrophe.
Das leise Sterben: Horrorszenario wartet auf Japan
Dörte Siedentopf bereist seit 20 Jahren verstrahlte Regionen rund um Tschernobyl. Dort und auch hier in Deutschland hilft sie Betroffenen der Katastrophe. Frau Siedentopf ist Mitglied des IPPNW, der internationalen Ärztevereinigung für die Verhütung des Atomkrieges.
"Es gibt keinen Schwellenwert"
Seit einer Woche versuchen Techniker verzweifelt, den Super-GAU zu verhindern. Was radioaktive Strahlung so gefährlich macht und wie man sich vor ihr schützen kann - darüber sprach geo.de mit Dr. Angelika Claußen, IPPNW.
Medizinische Versorgung im Gaza-Streifen weiterhin ungenügend
Die anhaltend schlechte medizinische Situation im Gazastreifen hat die Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) kritisiert.
Radioaktivität gefährlicher als gedacht?
Ist niedrige radioaktive Strahlung gefährlicher als bislang angenommen? Diesen Verdacht legen Studien deutscher Wissenschaftler nahe.
Alte AKW sorgen für Verunsicherung
In Hessen fordert die Opposition, Biblis A und B vom Netz zu nehmen, auch wegen unzureichender Notfallpläne.
Desaster schreitet fort
Opposition kritisiert Regierungsbericht zu Afghanistan-Einsatz: SPD fordert Truppenabzug ab 2011, Linke will Bundeswehr »sofort« zurückholen.
IPPNW kritisiert Bericht der Bundesregierung zu Afghanistan
BERLIN (bee). Die Ärzteorganisation IPPNW hat die Bundesregierung für den aktuellen "Fortschrittsbericht Afghanistan" kritisiert. In dem Bericht, der sich auch mit der Gesundheitsversorgung beschäftigt, werden "klare Fortschritte" bei der Versorgung, hohe Impfraten und gestiegene Lebenserwartung beschrieben.
AKW Biblis: IPPNW-Ärzte warnen vor Gesundheitsgefahr
Die deutsche Sektion der Organisation "Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges", kurz IPPNW, warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren, die vom Atomkraftwerk im hessischen Biblis ausgehen könnten. Anlass dafür ist der noch bis Dezember laufende Wechsel der Brennelemente im Reaktor Biblis B.
Gutachten sieht große Risiken bei deutschen Akw
Kernenergie
Einen Tag vor der Abstimmung über die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke im Bundestag hat die Ärzteorganisation IPPNW ein österreichisches Gutachten veröffentlicht, in dem erhebliche Bedenken dagegen formuliert werden.
Antiquierte Drohkulisse
US-Atomwaffen in Deutschland
Friedensforscher: US-Atomwaffen in Deutschland und Europa sind kein Schutz, sondern Überbleibsel aus der Ära des Kalten Krieges. Bündnis fordert Abschaffung.
Wir erinnern: Heute vor 25 Jahren ging Friedensnobelpreis an IPPNW
Wir erinnern an ein historisches Ereignis: Heute vor 25 Jahren, am 11. Oktober 1985, wurde der Friedensnobelpreis an die "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges", IPPNW, verliehen.
Göttinger retten kleinen Iraker
Universitätsmediziner operieren zweijährigen Jungen wegen eines Herzfehlers
Göttingen. Ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk hat einem zweijährigen Jungen aus dem Irak das Leben gerettet. Der aus der Nähe von Bagdad stammende Abdulmaged, der seit seiner Geburt an einem tödlich verlaufenden Herzfehler litt, wurde an seinem zweiten Geburtstag in der Kinderherzchirurgie der Göttinger Universitätsmedizin operiert.
Risiken radioaktiver Strahlung nach Atombombenabwurf unterschätzt
Die Gefahr radioaktiver Strahlung wurde aufgrund statistischer Auswertungsfehler der Daten von Hiroshima und Nagasaki über viele Jahre unterschätzt. Zu diesem Schluss kommen die Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) in einem Überblickspapier zu den gesundheitlichen Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Mit dem Papier will die Organisation auch vor den Gefahren geringer radioaktiver Strahlung warnen.
»Es ist falsch, auf Philantropie zu bauen«
Reiche für Vermögensabgabe: Durch private Wohltätigkeit werden Spenden zur Gestaltungsmacht. Gespräch mit Dieter Lehmkuhl
Interview: Claudia Wangerin
Dieter Lehmkuhl ist Mitbegründer der Initiative »Appell für eine Vermögensabgabe«. Er ist selbst vermögend und Vorstandsmitglied der Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges)
"Die Angst vor der Bombe lässt nach"
Interview-Banner Hiroschima: "Das Grauen vor der Bombe lässt nach" 65 Jahre nach Atomangriff
Es dauerte nur Sekunden, bis die Atombombe über Hiroschima ihre tödliche Wirkung voll entfaltet hatte. 80.000 Menschen starben sofort. 65 Jahre danach lassen die abschreckenden Erinnerungen an die erste Bombe nach. Das bringe neue Risiken, sagt Xanthe Hall von der Organisation Ärzte gegen Atomkrieg im Gespräch mit tagesschau.de.
Tricksereien um Laufzeit
RWE-Konzern verschiebt Reststromkontingente zum hessischen Atomkraftwerk Biblis. Die Anlage gilt als eine der störanfälligsten überhaupt
Mit allerlei Drohungen, Erpressungen und Tricksereien versuchen die Stromkonzerne, ihre Atomkraftwerke vor dem Abschalten zu bewahren und längere Laufzeiten durchzusetzen. Jetzt erreichte RWE, daß Block B des AKW Biblis länger als geplant am Netz bleiben kann. Wie der Konzern mitteilte, wurden vom längst stillgelegten AKW Mühlheim-Kärlich 8100 Gigawattstunden Reststrom auf Biblis B übertragen.
Strahlender Rohstoff mit dunkler Herkunft
Deutsche Reaktoren verbrauchen jährlich rund 4.300 Tonnen Uran. Doch woher stammt es?
Die Herkunft des in Deutschland angereicherten oder in Atomkraftwerken verwendeten Urans ist unklar. Das bemängelt die Vereinigung Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in einer aktuellen Studie. Zwar veröffentlicht die Bundesregierung jährlich, aus welchen Ländern die deutschen Anreicherungsanlagen oder Atomkraftbetreiber ihren Rohstoff beziehen, anhand des Datenmaterials seien jedoch lediglich "die Lieferländer nachzuvollziehen, nicht aber die Ursprungsländer", schreibt der Autor der Studie, Benjamin Paaßen.
Krebs ja, Missbildung nein?
Neue Studie zu Kindern und Kernkraft löst Kontroversen aus
Verschiedene Studien, unterschiedliche Ergebnisse. Das ist zwar häufig so, im Falle zweier Untersuchungen zur Kindergesundheit im Umkreis von Atommeilern aber besonders bitter. Abschließend kann die wahre Gefahr nicht geklärt werden.
Streit um Spendenverein
Die internationale Ärzteorganisation IPPNW hat vor einem Generalverdacht gegen islamische Organisationen gewarnt. Mit dem IHH-Verbot schaffe die Bundesregierung neue Feindbilder, kritisierte der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim am Mittwoch in Berlin. Statt dessen solle die Bundesregierung besser deutsche Waffenexporte und Rüstungsgütertransporte nach Nahost stoppen.
Nahostkonflikt: „Ein gewaltsames Signal“
Der Angriff auf die „Freedom Flotilla“ hat ein Schlaglicht auf die humanitäre Lage im Gazastreifen geworfen. Ein deutscher Vertreter der IPPNW war an Bord.
Als die Friedens- und Menschenrechtsaktivisten der „Freedom Flotilla“, eines Verbands aus sechs Transport- und Passagierschiffen, am vorletzten Maitag aus Zypern Richtung Gazastreifen ablegten, mussten die Passagiere mit Konflikten rechnen. Ziel der Aktion war es, die Blockade des kleinen palästinensischen Küstenstreifens durch die israelischen Streitkräfte zu durchbrechen. Dass die Aktion in einem blutigen Desaster mit neun Toten enden würde, damit hatte auch Matthias Jochheim nicht gerechnet.
Mediziner auf Friedensmission
Engagement für Gaza
Der Frankfurter Arzt Matthias Jochheim wollte Hilfsgüter nach Gaza bringen und hat den Angriff auf der „Mavi Marmara“ miterlebt. Nun ist er wieder daheim und will sein Engagement fortsetzen.
Matthias Jochheim hatte Wache gehalten in jener Nacht. Von zwei bis vier. Regelmäßig hatte er auf dem Deck nach dem Rechten gesehen, und als endlich die Ablöse kam, ist er nach unten auf das Zwischendeck gegangen, hat sich auf eine Matratze gelegt, um sich ein wenig auszuruhen. Jochheim weiß nicht mehr, wie lange er geschlafen hatte, vielleicht waren es fünf Minuten, vielleicht auch dreißig. Doch er erinnert sich an den Knall einer Schockgranate, von der er aufgeschreckt worden war, und an die Schreie der Menschen auf dem Deck, die kurz darauf die Toten und Verletzten nach unten brachten, in große weiße Laken gehüllt.
„Der Angriff war politisch kalkuliert“
Interview mit Matthias Jochheim
Matthias Jochheim war an Bord des Gaza-Hilfskonvois, der von den Israelis angegriffen wurde. Im Interview mit ksta.de erzählt der Frankfurter Mediziner vom Kampf um die Kontrolle des Decks, über Provokation und Hamas-Sympathisanten.
"Dann war plötzlich Krieg"
Angriff auf Schiffe vor Gaza-Küste
Der alte Mann da vorne hat offenkundig nicht geschlafen. Er trägt eine Stoffhose und ein weißes T-Shirt, die grauen Haare sind zerzaust, über den Schultern baumelt eine dunkelblaue Decke, die er im Flugzeug bekam. Alles andere hat man ihm genommen. "Wir sind im Grunde unter die Räuber gefallen", sagt Norman Paech. Dann berichtet er so detailliert wie möglich von den Ereignissen der letzten 36 Stunden, die für ihn vor allem eines sind: "ein Kriegsverbrechen".
Paech war dabei, als die israelische Armee in den frühen Morgenstunden des Montags einen schwimmenden Hilfskonvoi auf dem Weg nach Gaza stürmte. Als der Völkerrechtler am Dienstag mit zwei Abgeordneten der Linken und zwei weiteren Mitstreitern unter der Berliner Reichstagskuppel steht, ist das Interesse gewaltig. Nach einem Tag voller Rätsel sprechen nun zum ersten Mal Zeugen einer militärischen Attacke, von der nach wie vor unklar ist, wie viele Menschenleben sie gefordert hat.
800 Helfer nach Gaza aufgebrochen
Protest gegen Israels Blockade
Die bislang größte Hilfsaktion für den Gaza-Streifen hat begonnen: Von Schweden aus sind 800 Menschen auf Schiffen aufgebrochen, darunter Autor Henning Mankell.
"Es ist, als ob ein Gespenst aus dem Grab steigt", sagt der schwedische Schriftsteller Henning Mankell. "Als ob das südafrikanische Apartheidsystem vom Müllplatz der Geschichte wiederauftaucht, wohin es vor 15 Jahren abgeladen wurde." Mankell, der selbst mehrere Reisen durch Israel und Palästina unternommen hat, ist jetzt an Bord des Frachters "Sofia" auf dem Weg nach Gaza.
Schiffe nach Gaza
Hilfslieferungen
Acht Schiffe sollen am Wochenende Hilfsgüter in den von Israel und Ägypten fast hermetisch abgeriegelten Gazastreifen bringen. Doch Israel will die Flotille abfangen und nicht in Gaza anlegen lassen.
Die Medikamente gegen die Seekrankheit muss sie noch besorgen, die Reisetasche mit höchstens acht bis zehn Kilo Gepäck noch packen. Damit will die Bundestagsabgeordnete Annette Groth (Linke) am Wochenende im griechischen Heraklion eines der acht Schiffe der „Gaza-Flotille“ besteigen, die Hilfsgüter in den von Israel und Ägypten fast hermetisch abgeriegelten Gazastreifen bringen will. „Wir wollen mit der Aktion aber auch endlich die Öffentlichkeit aufrütteln und Druck auf die europäischen Parlamente machen, sich für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen“, sagt Groth dem Tagesspiegel.
Kritik an deutschem Staatsminister
Nach Rede vor Atomwaffenkonferenz
Die Friedensbewegung kritisiert Staatsminister Hoyers Rede vor der New Yorker Atomwaffenkonferenz. Er setze sich nicht genug für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Die Rede des Staatsministers im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer (FDP) vor der New Yorker Überprüfungskonferenz zum "Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen" (NPT) hat bei der Kampagne "Für eine Zukunft ohne Atomwaffen" - einem breiten Bündnis aus Organisationen der Friedensbewegung, Kirchen, Gewerkschaften und Politik - große Enttäuschung und Kritik ausgelöst.
E-Card-Rollout hängt noch an der Finanzierung
Ärztevertreter wären gesprächsbereit, Krankenkassen lassen jedoch auf sich warten
Dass sich die Spitzenverbände der Selbstverwaltung nun in Sachen elektronische Gesundheitskarte (eGK) grundsätzlich geeinigt haben, bringt die eGK nur bedingt voran. Denn die Frage der Finanzierung steht noch aus.
"Das Ministerium hat die Partner in der Betreibergesellschaft von einem gemeinsamen Vorgehen überzeugt", so die Aussage von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) gegenüber der WAZ-Mediengruppe. Damit habe die Betreibergesellschaft das weitere Vorgehen in der Hand.
Mit Helm und Stift gegen Atomwaffen
Schwarzwald-Baar-Kreis
Unter dem Motto „Radeln für den Frieden“ haben gestern ungefähr 30 Radfahrer an einer Sternfahrt durch den Schwarzwald teilgenommen, um für eine Welt ohne Atomwaffen zu werben. Anlass für die Aktion war die internationale Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag.
Sie findet demnächst in New York statt. Der Kundgebung, die von der Organisation IPPNW, einem Ärztebündnis gegen den Atomkrieg, ausgerichtet wurde, wohnten etwa 60 Zuhörer auf dem Münsterplatz bei. Viele unterzeichneten auch ein Transparent mit entsprechenden Forderungen. Als Mitglied der internationalen Organisation „Bürgermeister für den Frieden“ sprach auch Oberbürgermeister Rupert Kubon. Atomwaffen seien „Ausdruck einer hochgerüsteten, friedlosen Welt“, sagte Kubon.
Protest gegen Freispruch
Mit scharfen Worten kritisierten Linkspartei, außerparlamentarische Organisationen und Anwälte am Dienstag die am Tag zuvor von der Bundesanwaltschaft verkündete Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Bundeswehr-Oberst Georg Klein. Er hatte in der Nacht zum 4.September 2009 einen Luftschlag gegen zwei im Sand des Kundusflußtales in Nordafghanistan festsitzende Tanklaster angeordnet, um die dort anwesenden Menschen zu »vernichten«, wie er notierte. Gegenüber den US-Piloten zweier Bombenflugzeuge, die an dieser Stelle zahlreiche Zivilisten vermuteten, machte er laut Untersuchungsberichten falsche Angaben über eine angebliche Bedrohung des deutsche Camps in Kundus und bestand auf seinem Befehl zur Bombardierung. Dabei kamen bis zu 142 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche unbewaffnete Zivilisten.
Palästinenser von Ausweisung bedroht
Offener Brief an Angela Merkel
Die Ärzteorganisation IPPNW appellierte am Donnerstag in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich gegenüber der israelischen Regierung für die Rücknahme der Änderungen zweier israelischer Militärverordnungen einzusetzen, auf deren Grundlage Zehntausende Palästinenser des Landes verwiesen werden können (siehe auch jW vom 14. April).
Am 13. April 2010 sind die Änderungen zweier israelischer Militärverordnungen in Kraft getreten. Die geänderten Verordnungen »Prevention of Infiltration« und »Security Provisions« definieren u.a. den Begriff »Infiltrant« neu. »Infiltrant« erfaßt jetzt jede Person, die sich in der Westbank aufhält und keine »Erlaubnis« besitzt. Zugleich geben die Militärverordnungen nicht an, was diese »Erlaubnis« ist. Damit werden unter die neue Regelung alle jene Palästinenser und Palästinenserinnen fallen, die keine israelische »Erlaubnis« besitzen, weil sie auch vorher nicht im Besitz einer solchen waren, zum Teil aber schon Jahrelang dort leben.
Die Bombe tickt im Meiler
Angst vor Atomterror
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe beim Nukleargipfel in Washington gemeinsam mit 46 weiteren Staatschefs versprochen, gegen die wachsende Atomterror-Gefahr zu kämpfen - tue aber in Deutschland genau das Gegenteil. Das werfen ihr deutsche Atomexperten und Umweltschützer vor. "Jedes laufende Atomkraftwerk erhöht die Menge an nuklearem Material, das abgebaut, weiterverarbeitet, gehandelt, transportiert und gelagert wird", sagte Angelika Claußen, Vorsitzende der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, der FR. "Auf jeder Stufe besteht die Gefahr, dass Material für eine schmutzige Bombe abgezweigt wird." Einen wirklichen Schutz biete nur "der schnellstmögliche Ausstieg aus der Atomenergie".
Obama will Atomterroristen das Handwerk legen
Nuklearsicherheit – zentraler Baustein für eine kernwaffenfreie Welt
Staats- und Regierungschefs aus über 40 Ländern hat USA-Präsident Barack Obama zum heute beginnenden Gipfel über Nuklearsicherheit nach Washington eingeladen. Schwerbewaffnete Kämpfer dringen in eine Lagerstätte für Kernwaffen ein, sammeln ein halbes Dutzend Atomsprengsätze ein und verschwinden ins Nirgendwo – das sind Horrorvorstellungen für jeden Anti-Terrorspezialisten. Alternativ könnte der Schauplatz auch ein nuklearer Forschungsreaktor oder ein Strahlenlabor sein. Ebenso Furcht einflößend wäre es, wechselten auf einem Flughafen oder einem grenznahen Autobahnparkplatz Container mit radioaktivem Spaltmaterial und einige Hunderttausend Dollar die Besitzer. Um derartige Szenarien zu verhindern, hat USA-Präsident Barack Obama Spitzenpolitiker aus über 40 Staaten nach Washington eingeladen. Denn dass Terroristen Zugang zu Atomwaffen oder nuklearem Spaltmaterial erlangen könnten, hält er für »die unmittelbarste und extremste Bedrohung
Nur noch Atommächte im Visier
Obamas neue Nuklearstrategie
Die wichtigste Änderung der neuen Atomstrategie der USA sind die weißen Flecken auf den Weltkarten der Militärs. Bis Dienstag hatte Washington auch dann potenziellen Gegnern mit nuklearer Vernichtung gedroht, wenn diese selbst keine Atomwaffen besitzen. Angriffe mit chemischen oder biologischen Kampfstoffen gegen die USA oder ihre Verbündeten konnten ebenso Amerikas nuklearen Zorn heraufbeschwören wie nebulöse "überraschende militärische Entwicklungen". Selbst um Bunker zu knacken, die konventionellen Angriffen standhalten, behielt sich Washington den Einsatz von Atomwaffen vor. Damit war theoretisch jeder Winkel dieser Erde, jeder unterirdische Kommandostand eines Gegners ein potenzielles Ziel für US-Atomschläge.
Neue US-Nuklearstrategie
Ende März will US-Präsident Obama die neue Atomwaffenstrategie seines Landes verkünden. Es geht um nukleare Abrüstung und um die Kernfrage, ob die atomare Abschreckung mehr oder weniger Frieden bringt.
Eine Welt frei von Atomwaffen, seit der Rede von US-Präsident Barack Obama im April 2009 in Prag scheint dies tatsächlich wieder möglich. "Wir werden damit anfangen, unser Atomwaffenarsenal zu reduzieren", sagte Obama vor fast einem Jahr an der Prager Burg unter dem tosenden Beifall von gut 30.000 Menschen. Seitdem bastelt die US-Administration hinter den Washingtoner Kulissen an einer neuen Atomstrategie. Ende März soll sie fertig sein. Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der atomkritischen Ärzte-Organisation IPPNW, vermutet, dass Obama nach seiner Ankündigung vor allem mit Widerstand aus dem Ausland gerechnet hat. "Er hat nicht erwartet, dass so viel Gegenwind vor allem aus dem Pentagon kommen würde", sagt sie n-tv.de.
»In der Eifel liegen rund 30 Atomsprengköpfe«
Kernwaffen bleiben Gefahr für die Menschheit. Friedenskongreß am Wochenende in Essen. Ein Gespräch mit Werner Strahl
Dr. Werner Strahl von den »Internationalen Ärzten gegen den Atomkrieg (IPPNW)« arbeitet als Kinderarzt in Essen
Die »Ärzte gegen den Atomkrieg« sind Mitorganisatoren des heute beginnenden Kongresses »Friedenskultur 2010« in Essen. Warum findet die Veranstaltung gerade dort statt?
Die IPPNW will gemeinsam mit Pax Christi, der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK und dem Essener Friedensforum einen besonderen Akzent im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 in Essen und dem Ruhrgebiet setzen. Wir waren verärgert, daß lediglich künstlerische Projekte gefördert werden. Für unsere Konferenz bekamen wir mit dieser Begründung kein Geld aus dem Kultursäckel. Die »Friedenskultur 2010« bietet jetzt in der Volkshochschule und in der »Lichtburg« ein Programm mit Diskussionen und Kultur über das gesamte Wochenende. Künstler wie Konstantin Wecker und Stoppok unterstützen uns mit ihren Auftritten.
Afghanistan
Nur schleppende Entschädigung
Die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) und das Bremer Informationszentrum für Menschenrechte (biz) haben am Freitag Vertreter der paschtunischen Volksgruppe Afghanistans zu einer Diskussion ins Überseemuseum eingeladen.
Unter ihnen war der Bremer Anwalt Karim Popal, der die Familien der Opfer des Tankwagen-Bombardements von Kunduz vertritt. Popal war früher Anhänger der antirussischen Mudjaheddin. Den Warlord Heckmatyar, der für die grausame Zerstörung von Kabul nach dem Abzug der Sowjets verantwortlich gemacht wird, hat er einen "sozialdemokratischen Reformer" genannt, der noch heute Anhänger im Kabinett von Präsident Hamid Karsai habe.
Zukunft ohne Atomwaffen
Appell an die Bundesregierung
Wenige Wochen vor der Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags in New York fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis »mutige Schritte« zu einer atomwaffenfreien Welt. Der Koordinationskreis »NPT2010«, der IALANA, die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die Bürgermeister für den Frieden, GEW, die Kampagne »Unsere Zukunft atomwaffenfrei« und pax christi angehören, sammelt Unterschriften unter den Appell »Für eine Zukunft ohne Atomwaffen«.
Protest gegen den Krieg
Kundgebung und Demonstration »Kein Soldat mehr« in Berlin
Aktion gegen den Krieg in Afghanistan. Lediglich 2000 Friedensbewegte demonstrierten in Berlin, obwohl die Ablehnung des Bundeswehreinsatzes in der Bevölkerung weiter verbreitet ist.
Rund 2000 Menschen demonstrierten am Sonnabend in Berlin für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. »Kein Soldat mehr. Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan« hieß das Motto der Aktion, zu der bundesweit aufgerufen worden war. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Bundes- und Landtagsabgeordnete der Linkspartei und einige Gewerkschafter, die mit der Fahne der IG Bauen Agrar Umwelt Flagge zeigten. »Krieg wird niemals Frieden, wie auch eine Katze niemals ein Hund wird«, widersprach der Theologe Eugen Drewermann unter Applaus den Beteuerungen der Bundesregierung, der Einsatz der Bundeswehr diene dem Frieden in Afghanistan. Drewermann schloss seinen Beitrag mit einem literarischen Klassiker der deutschen Friedensbewegung ab, indem er das Gedicht »Sag nein«, von Wolfgang Borchert rezitierte.
Einmischen, eingreifen
25 Jahre Friedensfilmpreis
Friedensfilmpreis. Ein schönes Wort. Es klingt rein und sanft. Diejenigen aber, die ihn vergeben und die ihn erhalten, sind kämpferisch, unduldsam gegen das Schmutzige in der Welt. Das meint nicht nur den Krieg. Verliehen wird der Preis an einen Film, der »die ästhetischen Mittel in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt«. Gestiftet wurde er von Berliner Friedensgruppen, 1986 im UNO-Jahr des Friedens. Eine der Gründerinnen, Marianne Wündrich-Brosien: Als Querulanten seien sie damals beschimpft worden; in der Frontstadt des Westens inmitten des Kalten Krieges habe dieser Preis nichts zu suchen.
Appell für "Zukunft ohne Atomwaffen"
Internationale Kampagne
Auf eine weltweite Vernichtung von Atomwaffen drängen Nichtregierungsorganisationen mit einer internationalen Kampagne. Deutsche Vertreter der Aktion forderten am Montag in Berlin im Vorfeld einer UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags Anfang Mai in New York mehr Engagement der Bundesregierung für nukleare Abrüstung.
USA schicken 5000 Soldaten ins Einsatzgebiet der Bundeswehr
Die USA schicken bis zu 5000 zusätzliche Soldaten in das Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nordafghanistan - darunter auch Kampftruppen und Hubschrauber. Bei Gefechten wurde unterdessen ein Bundeswehrsoldat verwundet.
Bundeswehr bangt um Führung
Mehr US-Soldaten in Nord-Afghanistan
Eine US-Truppenaufstockung auf 5000 Soldaten im deutschen Einflussgebiet könnte die Führungsrolle der Bundeswehr in Nord-Afghanistan gefährden. Zwar betont das US-Militär, dass der Norden unter deutschem Kommando bleiben soll, doch könnte es bei gleicher Truppenstärke zu Kompetenzgerangel kommen. Nach Gesprächsbemühungen des Westens mit den Taliban zögern diese mit einer Antwort.
Krieg oder Menschenrechte?
Plädoyer für staatliche Souveränität und Völkerrecht
Nach dem Erdbeben in Haiti entbrannte eine Debatte über eine Neubewertung kolonialer Herrschaft. Der Begriff "Kolonie" könne positiv gewertet werden, so die These einiger Medien. Mit einfachen Worten: Der Westen soll’s richten, notfalls mit Gewalt, Krieg und Besatzung - alles selbstverständlich allein aus humanitären Gründen. Christoph Krämer, Vorstandsmitglied der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), hält das Konzept, mit westlichen Militärinterventionen Völkermord und Menschenrechtsverbrechen verhindern zu wollen, für nicht realitätstauglich. Im Gespräch mit ngo-online widerspricht Krämer der offiziellen Kriegs-Propaganda. Die Frauenrechte in Afghanistan wurden seiner Meinung nach am schlimmsten durch die USA beschnitten, als sie vor etlichen Jahren in die Aufrüstung "islamistischer Krieger" für einen Stellvertreter-Krieg gegen die damalige Sowjetunion investierten.
Entscheidung zu Chef-Arzneimittelprüfer vertagt
IQWiG-Chef Sawicki
Der Krimi um die Vertragsverlängerung von IQWiG-Chef Peter Sawicki geht weiter: Die entscheidende Vorstandssitzung des Arzneiprüfinstituts ging ohne Ergebnis zu Ende. Einen Termin für neue Gespräche gibt es noch nicht.
Interview mit Dr. med. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende: „Krieg macht krank“
Was bewegt Ärztinnen und Ärzte, sich für den Frieden einzusetzen? Angelika Claußen über die steigende Zahl traumatisierter Soldaten und die IPPNW-Forderung nach einer Exitstrategie für Afghanistan.
Afghanistan: Ärzteorganisation verteidigt Käßmann
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW hat die Äußerungen der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, zum Afghanistan-Krieg verteidigt. "Nicht das Votum von Frau Käßmann gegen diesen Krieg, sondern das Votum der Politiker für dessen Fortsetzung gegen den Willen der Volksmehrheit ist unmoralisch", erklärte der Gründer der Organisation, Horst-Eberhard Richter, am Mittwoch in Berlin.
Wirbel um Sawicki
Der Pharmakritiker Peter Sawicki muss möglicherweise seinen Hut nehmen: Der Leiter des Kölner Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) steht unter der neuen schwarz-gelben Bundesregierung zur Disposition. In einem außerordentlich anberaumten Termin Mitte Januar soll der Vorstand des Instituts über die Zukunft des Mediziners entscheiden. Sawickis Vertrag läuft im August 2010 aus.
"Der Klimawandel ist die größte globale Gesundheitsbedrohung des 21. Jahrhunderts"
Ärzte in aller Welt warnen vor wachsenden Gesundheitsrisiken als Folge des Klimawandels und fordern die Teilnehmer des Weltklimagipfels in Kopenhagen zum Handeln auf.
Krise bremst weltweit Gesundheitsprojekte
World Health Summit zu globalen Problemen
Die globalen Akteure müssen koordiniert handeln, um die weltweiten Gesundheitsstandards anzuheben. Diese Auffassung vertraten die Teilnehmer des ersten Weltgesundheitsgipfels in Berlin. Dass diese Koordination schwierig werden wird, lassen allerdings die in viele Richtungen gehenden Veränderungsvorschläge vermuten.
Keine Bange, da ist nichts?
AKW und Leukämie
Claudio Knüsli ist der Arzt, den man sich wünscht, wenn man an Krebs erkrankt. Es gilt als «patientennah», er nimmt sich Zeit für die Leute. Knüsli arbeitet in Basel als Onkologe. Letzten Donnerstag erschien im «Schweizer Krebsbulletin» ein Leserbrief von Knüsli, der für einigen Wirbel sorgen dürfte. Er trägt den sperrigen Titel: «Ausreichende statistische Nachweiskraft der Canupis-Studie?» Dahinter stehen einige heisse Fragen: Machen Atomkraftwerke krank? Wie lässt sich das herausfinden?
Lob und Tadel für Guttenbergs Klarheit zu Afghanistan-Einsatz
Berlin (ddp)
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bekommt für seine Neupositionierung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr als kriegsähnlicher Einsatz große Zustimmung. Das treffe für viele Soldaten die Realität, sagte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD) am Mittwoch.
Strahlenschutz: Informationen zum Krebsrisiko für Kinder
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) hat Verbesserungen im Strahlenschutz mit der Einführung eines „Reference-Embryos“ zum Schutz von Kindern gefordert.
In Washington formieren sich die Abrüstungsgegner
In den USA ist der Kampf um Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt entbrannt / Militärs wollen nicht auf »erweiterte Abschreckung« verzichten
Das Ziel verkündete Barack Obama bereits im Frühjahr in Prag, jetzt stellte sich auch der UN-Sicherheitsrat hinter seine Vision. Aber in den USA formieren sich die Gegner der nuklearen Abrüstung. Nun will der Präsident selbst an den Pentagon-Beratungen über die Formulierung einer neuen Nukleardoktrin teilnehmen, um sicherzustellen, dass sie seinen Vorstellungen zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt entspricht.
IPPNW kritisiert Waffengeschäft mit Israel
Gestern Lob, heute Mahnung
(IPPNW). Nach dem gestrigen Lob des Koalitionsvertrags haben die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) und die pax christi Nahostkommission heute an Bundeskanzlerin Merkel appelliert, die israelische Forderung nach zwei deutschen Kriegsschiffen "unverzüglich abzulehnen". Das Geschäft vertrage sich nicht mit dem vereinbarten Eintreten für Frieden im Nahen und Mittleren Osten, mahnten die Organisationen. Bereits im Juli hatte die IPPNW in einem offenen Brief an die Kanzlerin gegen die Lieferung von zwei atomwaffenfähigen U-Booten an Israel protestiert.
Atomkraftgegner kündigen Widerstand an
Koalitionsvertrag in der Kritik von Umweltverbänden. Sonntagsspaziergänge in Gorleben geplant
»Herausgekommen ist ein Torso«. Auf diesen Nenner brachte die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg am Montag ihre Kritik an den energiepolitischen Passagen des Koalitionsvertrages von Union und FDP. Anstelle eines belastbaren Konzepts, wie Energie- und Klimapolitik künftig zusammengehen könnten, werde in dem Vertrag lediglich die Aufhebung der Laufzeitbegrenzung für Atomkraftwerke beschworen.
"Immer mit einem Bein im Gefängnis"
AKW Biblis
Der Elektrotechniker muss gestaunt haben, als er im Kernkraftwerk Biblis seiner Arbeit nachging. In einem Untersuchungsbericht des Öko-Instituts, der im Auftrag der Gesellschaft für Reaktorsicherheit erstellt wurde, ist detailliert nachzulesen, was der Mann bei Arbeiten an sensiblen Anlagen erlebt hat:
Techniker berichtet über Chaos in Biblis
Atomkraftwerk
Montagepannen, Organisationsfehler, falsche Pläne: Im Atomkraftwerk Biblis sollen laut einem Ex-Mitarbeiter zeitweise chaotische Zustände geherrscht haben. Die Betreiberfirma RWE Power bestreitet das - doch ein SPIEGEL ONLINE vorliegendes Gutachten stützt einige Vorwürfe des Technikers.
»Sie klären unter sich, wie es sich rechnet«
Am Donnerstag beginnt in Berlin der »Weltgesundheitsgipfel«. Um öffentliche Gesundheitsvorsorge geht es dabei nicht. Gespräch mit Thomas Seibert
Aus für Biblis B rückt näher
Sicherheitsmängel bei AKW
Regierungsgutachter bescheinigen dem AKW Biblis B 53 gefährliche Sicherheitsmängel. Eigentlich müsste das Atomkraftwerk abgeschaltet werden. VON ARMIN SIMON
Schwerer Gang nach Oslo
Friedensnobelpreis
US-Präsident Obama hat erstaunt auf die Entscheidung der Jury reagiert, doch er respektiert sie und will den Friedensnobelpreis persönlich in Oslo entgegennehmen. Das Preisgeld spendet der Geehrte.
"Atomenergie ist nie friedlich"
STRAHLENSENSIBILITÄT Wiesbadenerin in Ärzteorganisation engagiert
Die in Wiesbaden als Kinder- und Jugendpsychiaterin praktizierende Annette Bänsch-Richter-Hansen ist seit 1982 Mitglied der Ärzte-Organisation gegen den Atomkrieg. Wir sprachen mit ihr über ihre Beweggründe für das Engagement.
Moskau befürchtet eine Mogelpackung
Russland hat den Stopp für USA-Raketenschild in Osteuropa begrüßt – und ist misstrauisch
Die Obama-Regierung distanziert sich mit spektakulären Korrekturen von der Politik ihrer Vorgängerin. Der USA-Präsident hat eine atomwaffenfreie Welt zum Ziel seiner Politik deklariert, den UN-Sicherheitsrat darauf eingeschworen und die Errichtung eines Raketenschirms in Osteuropa gestoppt. Russlands Präsident Dmitri Medwedjew fand diese Entscheidung »mutig« und will seinerseits auf die Stationierung von Iskander-Raketen im Gebiet Kaliningrad verzichten. Trotzdem bleibt Misstrauen bestehen.
Wissenschaftler und Ärzte rufen zur Beseitigung aller Atomwaffen auf
Agenda 2020
Zum 64. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki haben Wissenschaftler, Ärzte und Politiker die Abschaffung aller Kernwaffen bis zum Jahr 2020 gefordert. In einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Appell haben 40 renommierte Wissenschaftler und Ingenieure aus aller Welt, darunter 27 Nobelpreisträger, vor der Gefahr gewarnt, die nach wie vor von Atomwaffen ausgeht.
Vereint gegen Iran
In gleich 105 Städten weltweit soll an diesem Samstag ein »globaler Aktionstag für den Iran« veranstaltet werden. Mit grünen Bändchen, Lichterketten und Mahnwachen soll unter dem Internet-Twitter-Slogan »united4iran« (Vereint für Iran) Solidarität mit der Oppositionsbewegung am Persischen Golf bekundet werden.
Gesundheitskarte nicht fit
Zum 1. Oktober dieses Jahres sollen die ersten elektronischen Gesundheitskarten ausgegeben werden. Die Vorbereitungen in der Startregion Nordrhein laufen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bereits. Jetzt hat es in der laufenden Testphase allerdings offenbar eine Panne gegeben.
Neuer Verantwortlicher für Pannenreaktor
Ein Sonderbevollmächtigter soll künftig das Atomkraftwerk Krümmel sicherer machen
Ein Sonderbevollmächtigter soll künftig das Atomkraftwerk Krümmel sicherer machen. Der Vorstandschef von Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, ernannte gestern den Leiter des Netzgeschäftes, Stefan Dohler, zum Verantwortlichen für den Pannenreaktor bei Geesthacht. "Alle Prozesse, technisch und organisatorisch, stehen jetzt auf dem Prüfstand", sagte Hatakka in der Europazentrale in Berlin. Er räumte zugleich ein, dass eine verbindlich zu installierende Überwachungseinrichtung am Transformator fehlte. Ein Kurzschluss in dem Trafo hatte am Samstag zur Schnellabschaltung des Kraftwerks geführt.
Ärzteschaft IPPNW fordert Stilllegung von Atomkraftwerken
Berlin – Die Verein Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordert aufgrund der technischen Rückständigkeit eine sofortige Stilllegung alter Atomkraftwerke. „Die katastrophalen Zustände und der mangelhafte Sicherheitsstandard des Atomkraftwerks Krümmel lassen sich auch auf alle andere Altanlagen, wie zum Beispiel auf das Atomkraftwerk Biblis übertragen“, sagt IPPNW-Vorstandsmitglied Reinhold Thiel.
Israel bedroht Iran mit deutschen U-Booten
Stellungnahme der IPPNW
In Anbetracht der jüngsten militärischen Drohungen Israels gegenüber dem Iran fordert die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) von der Bundesregierung, alle Waffenlieferungen nach Nahost zu stoppen. »Wir appellieren an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates und der Bundesregierung, auf den weiteren Export der von Israel gewünschten U-Boote der ›Dolphin‹-Klasse zu verzichten«, erklärte die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen am Mittwoch.
AKW Krümmel: »...muss jetzt endgültig vom Netz.«
Umstrittene Atomkraft: »AKW Krümmel nach Panne vom Netz genommen«, überschreibt WELT ONLINE den zweiten Störfall innerhalb weniger Tage, der eine Schnellabschaltung des Reaktors zur Folge hatte. Ursache war nach Angaben des Betreibers eine Störung in einem Maschinentransformator. Erst am 19. Juni hatte die Atomaufsicht die Wiederinbetriebnahme des Reaktors nach fast zweijährigem Stillstand genehmigt. »Davor war die Anlage nach einem Transformatorbrand und einem dadurch verursachten Störfall ab dem 28. Juni 2007 sowie mehrerer Pannen knapp zwei Jahre lang vom Netz«, schreibt die Zeitung weiter. Jetzt fordern verschiedene Bundes- und Landespolitiker, Umweltverbände und Bürgeinitiativen erneut das endgültige Ende für Krümmel. Nein danke zur Atomkraft sagt auch Reinhold Thiel, Vorstand bei den Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW).
Merkel glaubt Vattenfall
Störfall als Normalfall?
Die neuerliche Panne beim Kernkraftwerk Krümmel belebt den Streit um die Atomkraft neu. Während Umweltminister Gabriel die Atomkonzerne zu einem schnelleren Ausstieg zwingen will, lässt Kanzlerin Merkel den Regierungssprecher versichern, sie habe keinen Zweifel daran, dass nur Anlagen in Betrieb seien, für die Zuverlässigkeit und Fachkompetenz gewährleistet seien.
"Grabgeld" statt Kompensation
Russland
Vier Jahre nach dem Abwurf der ersten Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki 1945 durch die USA war auch die Sowjetunion zu einer Atommacht geworden - mit einem Atombombenabwurf im August 1949 auf dem Testgelände von Semipalatinsk im Nord-Osten Kasachstans. Seitdem ließ die Sowjetregierung bis 1990 mehr als 700 Atombomben auf das eigene Land fallen oder in der eigenen Erde zünden.
Die Staatsmacht im Dienst der Atomlobby
Neben der Nostalgie kam auch der Blick in die Zukunft nicht zu kurz: Über 400 Menschen fanden sich am vergangenen Samstag in der Oberpfalzhalle in Schwandorf ein, um an den erfolgreichen Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf – WAA – zu erinnern.
Nordkorea: Frieden durch Gesundheit
Der Atomkonflikt mit Nordkorea gefährdet die neue Abrüstungsvision
Obwohl der zweite nordkoreanische Atomtest nicht ganz überraschend erfolgte, ist er eine große Enttäuschung für die Befürworter einer atomwaffenfreien Welt. Nordkorea steht bereits seit Jahren mit Negativschlagzeilen wie „Terrorstaat“, „Achse des Bösen“, „Kriegsdrohung“ und „Hungerkrise“ im Fokus der weltweiten Öffentlichkeit.
Der Vernunft gegen ihre Feinde beistehen
Der Friedens- und Verhaltensforscher Horst-Eberhard Richter über Atombomben als Versicherung gegen Machtverlust und über Wege, die eigene Friedensunfähigkeit zu brechen
"Künstliches Erdbeben" mit Ansage
Nordkoreas neuer Atomtest sorgt weltweit für empörtes politisches Echo
Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, sei am Montag ein unterirdischer Atomtest »erfolgreich« verlaufen. Der Versuch hat weltweit Empörung und Sorge um die Sicherheit ausgelöst.
Tschernobyl - Mehrheit für Atomausstieg
Anlässlich des 23. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (heutige Ukraine) fordern Umweltverbände, dass die Politik an ihrem Ausstiegsbeschluss aus der Kernkraftnutzung festhält. "Atomkraft ist gefährlich, zu teuer, verhindert neue Arbeitsplätze und blockiert den Klimaschutz", so Tobias Münchmeyer von Greenpeace.
Arsenal des Schreckens
Die Ärzte gegen den Atomkrieg fordern die Abrüstung aller Kernwaffen. Gelingt Obama und Medwedjew ein Neuanfang bei den Start-Verhandlungen?
Meiler gehen vom Netz
Die Laufzeiten der Atomkraftwerke Biblis A und Brunsbüttel werden nicht verlängert. Die Kraftwerksbetreiber RWE Power und Vattenfall scheiterten vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit ihrer Forderung, sogenannte Reststrommengen des lange stillgelegten Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf die beiden AKWs zu übertragen.
Ärzte-Appell für eine atomwaffenfreie Welt
Mediziner aus 38 Ländern fordern von Russland und den USA radikale nukleare Abrüstung
Über 300 international renommierte Gesundheitsexperten aus 38 Ländern, darunter 50 deutsche Spitzenmediziner, haben den russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew und seinen US-amerikanischen Amtskollegen Barack Obama in einem IPPNW-Appell aufgefordert, »das atomare Zeitalter endgültig zu beenden«.
Trauma - Professionelle Hilfe für deutsche Soldaten
Die Anzahl der deutschen Soldaten, die wegen Traumata behandelt wurden, stieg zwischen 2006 und 2008 um das Vierfache. Heilen kann man die posttraumatische Belastungsstörung nicht, doch können die Therapeuten den Betroffenen helfen, daraus eine kontrollierbare Erinnerung zu machen.
Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken
Gesundheit kompakt
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert, dass endlich auf die erhöhten Kinderkrebsraten in der Umgebung von Atomkraftwerken reagiert wird. Die Bundesregierung sieht keinen Zusammenhang zwischen der höheren Zahl an Krebserkrankungen bei Kindern und der Strahlenbelastung. Nach Ansicht der atomkritischen Ärzte ist die Argumentation der Bundesregierung nicht haltbar. Sie fordern eine sofortige öffentliche Fachdebatte. Dabei sollen alle vorliegenden Befunde einbezogen und kritische Wissenschaftler auf dem Gebiet des Strahlenschutzes beteiligt werden. Auch die Mess- und Kontrollpraxis der Betreiber gehöre in diesem Zusammenhang auf den Prüfstand.
Zur Haltung der Bundesregierung im Nahostkonflikt
Zur Haltung der Bundesregierung im NahostkonfliktDie ärztliche Friedensorganisation IPPNW, pax christi und die Palästinensische Gemeinde Deutschland kritisieren die Haltung der Bundesregierung im Nahostkonflikt:
Eine nukleare Renaissance?
Kernenergie
Immer mehr europäische Länder setzten vor allem nach der ukrainisch-russischen Gaskrise wieder verstärkt auf Stromerzeugung durch Atomkraftwerke, planen den Ausstieg aus dem Ausstieg und den Bau neuer Reaktoren. Gegner hingegen glauben nicht an die Renaissance der Kernenergie.
Angst vor dem Vorwurf "Weichei"
Traumatisierte Soldaten
Es sind die Bilder, die die Soldaten nicht mehr loslassen. Bilder von abgerissenen Gliedmaßen, von sterbenden Kameraden. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) bei Bundeswehrsoldaten nach Auslandseinsätzen sind spätestens seit der Ausstrahlung des ARD-Films "Willkommen zuhause" Anfang Februar Gegenstand der öffentlichen Debatte und beschäftigen am heutigen Donnerstag auch den Bundestag.
Für das Gute, gegen das Böse
Eindrücke von der alternativen Friedenskonferenz
Ach, da sind sie ja alle: Der Dalai Lama, Erich Fromm, Hans-Georg Gadamer, Martin Buber - die ganzen Guten, die der Welt erklären oder erklärt haben, was sie denn falsch macht. Sie sind natürlich nicht persönlich anwesend an diesem Freitagabend im Alten Rathaussaal, was unter anderem daran liegt, dass die meisten von ihnen schon tot sind. Aber nicht nur CDs und DVDs der Friedensdenker liegen zum Verkauf aus - ihr Geist weht, so könnte man meinen, zwischen den Morisken.
Bundestag begeistert von Obama
Frischer Wind für Abrüstung
Vertreter aller Parteien haben im Bundestag die Abrüstungssignale des neuen US-Präsidenten Barack Obama begrüßt. Es sei "fast eine Sensation", dass Obama den Atomteststoppvertrag im Senat ratifizieren lassen wolle, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.
Dämme gegen eine Kernwaffenschwemme
Nächste Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag von entscheidender Bedeutung
Die atomare Abrüstung ist heute auch in Berlin das Thema des Tages. Hier trifft sich die »Middle Powers Initiative«, um darüber zu beraten, wie eine erfolgreiche Vorbereitung der nächsten Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag wirksam unterstützt werden kann.
Kürzlich haben auch vier ehemalige Spitzenpolitiker der Bundesrepublik zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt aufgerufen. Mit ihrem gemeinsamen Appell schließen sich der einstige Bundeskanzler Helmut Schmidt, der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der SPD-Sicherheitspolitiker Egon Bahr und Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher einer Reihe ähnlicher Aufrufe prominenter Persönlichkeiten aus aller Welt an. Erst zum Jahreswechsel riefen namhafte Vertreter aus Politik, Militär und Gesellschaft in Paris die länderübergreifende Kampagne »Global Zero« ins Leben. Darin setzen sie sich für eine Welt ohne Kernwaffen ein und regen den Abschluss einer Konvention zum Verbot aller Nuklearwaffen an.
Zeichen gegen Stigmatisierung
Medinetz Mainz und Soziales Marienborn mit Helmut-Simon-Preis geehrt
Medinetz Mainz ist Träger des Helmut-Simon-Preises gegen Armut und soziale Ausgrenzung der Diakonie in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsident Kurt Beck überreichte gestern Abend die Urkunde an Jakov Gather, Vorstandsmitglied der seit 2005 bestehenden Initiative.
Leukämie durch Kernkraft?
Experte erläutert Kinderkrebs-Studie und fordert Handeln
NÜRNBERG - Der Physiker Alfred Körblein, jetzt im Ruhestand, sieht nicht gerade aus wie ein Rebell, eher wie ein gemütlicher Rentner. Und doch war er entscheidend daran beteiligt, dass eine Studie über Kinderkrebs, die keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Reaktornähe und Erkrankungsrate feststellte, noch einmal überprüft - und gründlich korrigiert wurde. Und seitdem versucht er, Experten und interessierte Laien (wie in Nürnberg) davon zu überzeugen, dass die Ursachen für das erhöhte Risiko aufgespürt und konkretes Handeln daraus abgeleitet werden müsse.
Biblis
Leck im AKW
Unverantwortlich finden die Grünen, dass der Block B des Atomkraftwerks Biblis trotz eines Lecks in einer Rohrleitung weiterläuft. Das Umweltministerium betonte, dass keine Radioaktivität an die Umwelt abgegeben wird.
Leck im AKW Biblis
Geringe Strahlung entweicht im Block B
Im Atomkraftwerk Biblis B besteht nach FR-Informationen seit 10. Januar ein Leck zwischen erstem und zweitem Kühlkreislauf, durch das radioaktive Flüssigkeit dringt. Das Leck war bis Freitag nicht geschlossen. Reparaturarbeiten waren nicht im Gange.
Gazas Spitäler unter Feuer
Helfer getötet - erbärmliche Lage
Während das Internationale Komittee vom Roten Kreuz (IKRK) sich besorgt über die schlechte humanitäre Lage im Gazastreifen äussert, kritisieren Hilfs- und Ärzteorganisationen immer deutlicher die Folgen der israelischen Offensive für medizinische Einrichtungen in der Region. Bei den Luft- und Artillerieschlägen seien auch Ärzte und Rettungskräfte ums Leben gekommen.
Steinmeier zeigt sich besorgt
Deutsche Reaktionen
Nach dem Start der israelischen Bodenoffensive im Gaza-Streifen wächst in Deutschland die Besorgnis vor einem länger anhaltenden Konflikt. Während am Wochenende Zehntausende Menschen in Deutschland gegen die Militäraktionen auf die Straße gingen, sah Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Möglichkeiten für eine rasche Waffenruhe in weite Ferne gerückt.



