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IPPNW-Pressemitteilung vom 9. Juli 2026

IPPNW verurteilt Bruch der Waffenruhe

Neue Eskalation im Iran

09.07.2026 Die deutsche IPPNW-Sektion verurteilt den Bruch der Waffenruhe in der Golfregion durch die USA und die Gegenangriffe des Iran auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten. Der Verein fordert die Bundesregierung auf, sich gegenüber den USA für die Einhaltung der Waffenruhe und ein Ende des Krieges einzusetzen. Die Bundesregierung solle dem Beispiel Spaniens folgen und den deutschen Luftraum für militärische Flüge für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran sperren. Zudem müsse sich Bundeskanzler Friedrich Merz mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez solidarisieren, dem US-Präsident Donald Trump beim NATO-Gipfel in Ankara mit einem vollständigen Handelsstopp gedroht hat. Sánchez hatte den USA untersagt, während der US-Angriffe auf den Iran im März 2026 Stützpunkte in Spanien zu benutzen und den spanischen Luftraum für US-Kampfflugzeuge gesperrt. 

Die US Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz spielt beim Irankrieg eine wichtige Rolle für das US-Militär. Die Basis ist ein Drehkreuz für US-Militärflüge und beherbergt eine Satelliten-Relaisstation, die eine wichtige Rolle bei der Steuerung von unbemannten Drohnen im Nahen Osten spielt. Ramstein ist ein Koordinationspunkt, an dem Einsatzplanung, Logistik und elektronische Kampfführung zusammenlaufen.

Iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus verstoßen gegen das Rahmenabkommen mit den USA, in dem der Iran zugesagt hat, für eine sichere Durchfahrt von Handelsschiffen zu sorgen. Streitigkeiten über die Auslegungen des Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran und mögliche Verstöße müssen auf dem Verhandlungsweg geklärt werden.

„Durch die Wiederaufnahme der Militärschläge wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation in der Region. Die Bundesregierung darf sich nicht an völkerrechtswidrigen Angriffen im Irankrieg beteiligen und die Militärinterventionen weder direkt noch indirekt  unterstützen“, erklärt Dr. Lars Pohlmeier, Vorsitzender der IPPNW.

Pressekontakt:
Angelika Wilmen, Friedensreferentin der IPPNW, Tel. 030 / 69807413, wilmen@ippnw.de-- 

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