IPPNW-Pressemitteilung von 08. Oktober 2021

Keine Übungen für den Atomkrieg!

NATO-Manöver „Steadfast Noon“ in Nörvenich

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert ein Ende der jährlichen Atomkriegsübung „Steadfast Noon“, die dieses Jahr in Nörvenich abgehalten wird. Der dortige Luftwaffenstützpunkt dient als Ausweichstandort für das ansonsten in Büchel stationierte taktische Luftwaffengeschwader 33. Diese Einheit ist für den Einsatz der in Büchel stationierten US-Atombomben vorgesehen. Laut Presseberichten wird bei dem NATO-Manöver ein Krieg gegen Russland einschließlich des Einsatzes von Atomwaffen geprobt.

Aus Sicht der IPPNW verlangt eine zeitgemäße Sicherheitspolitik Kooperation und atomare Abrüstung statt Aufrüstung und Kriegsmanöver. Als erste Maßnahmen muss die zukünftige Bundesregierung die Beschaffung neuer Atomwaffen-Trägerflugzeuge für die Bundeswehr stoppen. Zudem solle sie sich für den Abzug aller US-Atombomben aus Deutschland einsetzen und dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten.

„Die nukleare Teilhabe ist nicht mehr zeitgemäß. Sie liefert keine Antworten auf die aktuellen, gegenwärtigen Bedrohungen der menschlichen Sicherheit wie Klimakatastrophe und Pandemien. Statt unsere finanziellen Ressourcen in atomare Aufrüstung zu stecken,  brauchen wir internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der zahlreichen globalen Krisen“, so die IPPNW-Vorsitzende Angelika Claußen. „Ein versehentlicher Einsatz von Atomwaffen würde zudem Millionen Menschenleben fordern und nachhaltige Klimaveränderungen, wie einen nuklearen Winter, auslösen.“

Am morgigen Samstag, 9. Oktober 2021, demonstriert die IPPNW gemeinsam mit zahlreichen weiteren Friedensgruppen im nordrhein-westfälischen Nörvenich gegen die Übung Steadfast Noon. Die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen wird dort eine Rede halten. Sie finden die Rede hier (Es gilt das gesprochende Wort).

Weitere Informationen: www.friedenskooperative.de/aktion/9-oktober-2021-atomkriegsuebung-steadfast-noon-absagen

Kontakt: Angelika Wilmen, IPPNW-Friedensreferentin, Tel. 030 698074-13, wilmen@ippnw.de

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