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Artikel zum Thema Gesundheitspolitik

Keine Behandlung ohne Chipkarte

Patientin, 36 Jahre, Berlin

24.04.2007 Es gibt in B. nach Aussage unseres Kinderarztes nur zwei oder drei Kinder-Orthopäden. Bei der einen hatten wir einen Termin bekommen - was nicht leicht ist, meist nur Monate im Voraus zu kriegen. Für das jüngere Kind war ein Babysitter engagiert, mit dem anderen, knapp 3 Jahre, dessen Füße untersucht werden sollten, bin ich mit dem Fahrrad zum Termin gefahren - nicht stressfrei. Angekommen stellte ich fest, dass ich nur sein Kinderuntersuchungsheft dabei, die Krankenkassenkarte aber versehentlich bei meinem Mann gelassen hatte.

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Keiner weiß Bescheid

Patientin, 36 Jahre, Berlin

24.04.2007 An einem Freitagmittag wollte ich wegen einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung zum Arzt - alle drei Praxen in für mich erreichbarer Nähe waren schon um 12 Uhr freitags geschlossen. Also musste ich ins Krankenhaus. Das erste behandelt keine Patienten von außerhalb, auch nicht nur für ein Antibiotika-Rezept. Im nächsten war kein HNO-Arzt da, so musste ich ins dritte, wo ich 2,5 Stunden warten musste, bis ein HNO-Arzt zur Verfügung stand. Dort musste ich die 10 Euro Krankenhaus-Gebühr zahlen und bekam ein privates Rezept für das Antibiotikum - die 16 Euro dafür musste ich auch erst mal selbst zahlen. Der Apotheker sagte, ich müsse mir beim Hausarzt ein Kassenrezept besorgen, dann bekäme ich die 16 Euro zurück (minus 5 Euro Zuzahlung).

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Aus IPPNW-Forum 104/07

Kampagne zur eGK

Ein Beitrag gegen den Krieg?

15.04.2007 Kriege haben sicher komplexe Ursachen, aber ein wesentlicher Faktor ist ganz offensichtlich in ökonomischen Zusammenhängen zu suchen. Wenn man z.B. den US-Krieg gegen den Irak seiner propagandistischen Verschleierungen entkleidet, so erweist er sich schlicht als ein Akt des Raubes, der gewaltsamen Aneignung des Besitzes anderer. Es geht um Beherrschung von Ressourcen, um aktuelle Profite und längerfristige wirtschaftliche Dominanzinteressen. Die militärische Gewalt ist allerdings nur ein besonders brutales Mittel, sich ökonomische Ressourcen anzueignen.

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Freie Arztwahl für Kassenpatienten

Patientin, 34 Jahre, Hessen

05.04.2007 Ich bin seit mehreren Monaten sehr krank und brauche einen Endokrinologen. Dieser, für mich als Kassenpatientin zuständige Endokrinologe sitzt in einer Kleinstadt etwa 50 km entfernt von meinem Wohnort. Hier gibt es nur Busse, wenn ich diese benutze, bin ich etwa 4 Stunden bis dort hin unterwegs. Da ich meine Kinder nicht so lange allein lassen kann, geht das nicht. Der nächste Endokrinologe ist in der nahen Universitätsklinik, die ich in einer Stunde problemlos erreichen kann. Diesen darf ich aber nicht nehmen.

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Chronisch krank- na und?

Patientin, 34 Jahre, Hessen

05.04.2007 Ich habe 4 verschiedene chronische Erkrankungen. Leider reicht keine davon aus, anerkannt zu werden als chronische Erkrankung. Nur eine davon ist lebensgefährlich, wenn sie nicht behandelt wird. So zahle ich jeden Monat allein für eines meiner Medikamente knappe 100 €. Und meine Kinder haben das selbe chronische Problem. Da zahlt die Krankenkasse das Medikament noch.

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Ansprechpartnerin

Laura WunderLaura Wunder
Referentin für Klimagerechtigkeit und Global Health
Tel. 030 / 698074 - 19
Email: wunder[at]ippnw.de

Menschenrechtstribunal

Materialien



Papier der Plattform "Globale Gesundheit"

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