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Deutsche Gesundheits Nachrichten 13.04.2016

Ärzte bezweifeln Sicherheit von Atomkraftwerken

Angesichts der steigenden Bedrohung durch gezielte Terroranschlägen auf Atomkraftwerke fordern Ärzte ein Umdenken.

13.04.2016 Die beunruhigenden Nachrichten aus Belgien, wo die maroden Katastrophenmeiler Doel und Tihange offenbar konkret ins Visier von Terroristen genommen wurden, rücken die Gefahr einer „schmutzigen“ radioaktiven Bombe oder eines gezielten Anschlags auf ein Atomkraftwerk wieder stärker ins Bewusstsein. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW nutzt diesen Anlass, um vor der Gefahr eines terroristischen Angriffs auf ein Atomkraftwerk zu warnen. Die Sicherheit der Atomkraftwerke in Europa müsse demnach von den Behörden und der Politik grundsätzlich neu bewertet werden. Ärztinnen und Ärzte der IPPNW fordern, dass die belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange in einem ersten Schritt sofort stillgelegt werden und sich die Bundesregierung in Brüssel für einen europaweiten Atomausstieg so schnell wie möglich einsetzt.

der Freitag, 11.03.2016

Maulkorb für die WHO

Interview mit Dr. Alex Rosen

11.03.2016 Interview Die gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima werden von offizieller Seite verharmlost, sagt der Mediziner Alex Rosen. Die Atomkraft-Lobby sei zu stark.

Erschüttert schaute die Welt auf die Katastrophe von Fukushima. Wie sicher sind unsere Atomkraftwerke wirklich? In Deutschland wurde ein neuer Ausstieg beschlossen. Andere Länder, etwa Japan, glauben an die Zukunft der Atomkraft. Sie haben wenig Interesse an Zahlen zu den Gesundheitsschäden durch die Reaktorkatastrophe – und sie setzen internationale Organisationen unter Druck.

der Freitag: Herr Rosen, Sie arbeiten für die atomkraftkritische Ärzteorganisation IPPNW und befassen sich mit den Folgen von Fukushima. Der Unfall ist nun genau fünf Jahre her. Aber wer wissen will, wie viele Menschen an der Strahlung erkrankt sind oder noch erkranken werden, findet keine offiziellen Zahlen. Warum?

Alex Rosen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Kollektivdosis an radioaktiver Strahlung geschätzt, der die Menschen in Japan ausgesetzt sind. Die Berechnung, was das konkret für die Gesundheit der Leute bedeutet, die überlässt sie anderen. Wir haben das mal gemacht und kommen auf 22.000 bis 66.000 zusätzliche Krebsfälle. Die WHO-Ausgangsdaten sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da wurde viel unterschätzt.

die Welt, 10.03.2016

NGOs rechnen mit 10.000 zusätzlichen Krebsfällen in Japan wegen Fukushima

10.03.2016 Schon jetzt ungewöhnlich viele Kinder mit Schilddrüsenkrebs diagnostiziert.

Durch die Atomkatastrophe von Fukushima drohen der japanischen Bevölkerung nach Einschätzung zweier Nichtregierungsorganisationen in Zukunft rund 10.000 neue Krebsfälle.

Donaukurier, 05.03.2016

Ärzte-Organisation rechnet mit hohen Kosten für Steuerzahler durch Atomausstieg

05.03.2016 Die Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) rechnet mit hohen Folgekosten des Atomausstiegs für die deutschen Steuerzahler. "Der Steuerzahler wird auf dem Großteil der Kosten sitzenbleiben, egal was die Kommission rät", sagte der Vizevorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion, Alex Rosen, der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf den Beratungen der Atomkommission. Die Kommission war vom Kabinett eingesetzt worden. Sie soll prüfen, wie der Atomausstieg finanziert und die langfristige Verantwortungsübernahme der Versorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall erfüllt werden kann.

NWZ, 02.03.2016

Forderung nach Ende für "Atomstandort Lingen"

02.03.2016 Umweltschützer haben ihre Forderung nach einem Aus für die Brennelemente-Fabrik im emsländischen Lingen bekräftigt. In einem am Mittwoch in Hannover vorgestellten Appell verlangen rund 200 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen zudem die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerk Emsland bei Lingen. Niedersachsens Landesregierung und die Bundesregierung dürften „den Atom-Standort Lingen nicht länger tolerieren“, sagte Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz. In der Stadt gebe es vom Atomausstieg „keine Spur“. Das AKW dürfe noch bis 2022 weiter Strom und Atommüll erzeugen, die Brennelemente-Fabrik sei vom Ausstieg gänzlich ausgenommen.

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"Hamburger Deklaration": Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs warnen vor Eskalation in der Ukraine
euronews.deutsch, 23.01.2023 
euronews.englisch, 23.01.2023

3sat NANO: Die grüne Krise
vom 12.12.2023
u. a. mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)

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