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Deutsche Welle, 31.07.2015

Nukleararbeiter bekommen häufiger Krebs

31.07.2015 Internationale Forscher werteten die Daten von 308.000 Nukleararbeitern aus und stellten fest, dass diese häufiger an Leukämie sterben. Dabei liegt deren Strahlendosis noch weit unter dem Grenzwert. Selbst niedrige Strahlendosen führen über einen längeren Zeitraum zu einem erhöhten Leukämierisiko. Für Mitarbeiter der Nuklearindustrie ist die Gefahr, an Leukämie zu erkranken, besonders hoch - etwa vier Mal so hoch wie bei anderen Arbeitnehmern.

Junge Welt, 30.06.2015

Solidarität verhindert

Israels Militär stoppt Flottille für Gaza in internationalen Gewässern. Netanjahu verteidigt Seeblockade mit "Sicherheitsinteressen"

30.06.2015 Die israelische Marine hat am Sonntag das Flaggschiff der »Flottille Freiheit für Gaza III« in internationalen Gewässern im Mittelmeer gestoppt und in den Hafen von Aschdod geschleppt. An Bord der unter schwedischer Flagge fahrenden »Marianne von Gothenburg« waren Medienberichten zufolge 18 Personen. Drei weitere Schiffe kehrten nach Angaben der Organisatoren in ihre Ursprungshäfen zurück. Ziel der Schiffe war der palästinensische Gazastreifen. In einer Erklärung hieß es, man wolle »auf die Verletzung der Rechte von 1,8 Millionen Palästinensern aufmerksam machen, die im größten Open-Air-Gefängnis der Welt leben«.

Schwarzwälder Bote, 15.06.2015

Hinterlassenschaften der Atomindustrie

15.06.2015 Altensteig. "Hibakusha weltweit" lautet der Titel einer Ausstellung, die derzeit im alten E-Werk der Stadtwerke Altensteig zu sehen ist. Sie zeigt unter anderem 50 Orte, an denen die Atomindustrie massive gesundheitliche und ökologische Schäden hinterlassen hat.
Hibakusha bedeutet Explosionsopfer. Dieser Begriff steht aber auch für die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki und neuerdings auch für die Opfer der Atomreaktorkatastrophe von Fukushima. Bernhard Utters ist Mitglied der Organisation IPPNW, der "International Physicians for the prevention of nuclear war", zu deutsch der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges.

FR, 29.05.2015

Gegen den Willen der wenigen

Atomwaffenfreie Staaten isolieren Länder mit Nuklearwaffen, um die Abrüstung wiederzubeleben.

29.05.2015 Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ging die UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York zu Ende. Alle fünf Jahre treffen sich die 190 Unterzeichnerstaaten und prüfen vier Wochen lang, ob die Vertragsbestimmungen umgesetzt werden. In diesem Jahr stand nicht etwa die Vertragstreue Irans oder Nordkoreas auf dem Prüfstand, sondern die Einhaltung der Abrüstungsverpflichtung der fünf im Vertrag anerkannten Atomwaffenstaaten.

taz, 28.5.2015

Panikattacken und Depressionen

Traumatisierte Soldaten

28.05.2015 Aus dem Auslandseinsatz zurückkehrende Soldaten leiden oft an Belastungen. Psychologen kritisieren die Instrumentalisierung durch das Militär.

Die Leidensgeschichte von Johannes Clair begann im Oktober 2010 in einem Bewässerungsgraben nahe Kundus. Der damals 24-jährige Zeitsoldat sollte mit drei anderen einen Außenposten in einem Dorf errichten, als sie ein Gewehrfeuer aus dem Hinterhalt in die Deckung trieb. Vier Tage lagen er und seine Kameraden in dem Graben unter Dauerbeschuss. Am Schluss war er nicht mehr handlungsfähig, fühlte nur noch pure, nackte, panische Angst.

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Video

"Hamburger Deklaration": Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs warnen vor Eskalation in der Ukraine
euronews.deutsch, 23.01.2023 
euronews.englisch, 23.01.2023

3sat NANO: Die grüne Krise
vom 12.12.2023
u. a. mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)

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