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N-tv, 07.07.2017

Verbot von Atomwaffen: "Dieser Vertrag ist ein erster Schritt"

Interview mit Xanthe Hall

07.07.2017 Mehr als 130 Staaten haben bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag ausgehandelt, der Atomwaffen verbietet. Der Haken: Die Staaten, auf die es ankommt, haben nicht teilgenommen. Auch Deutschland nicht.

n-tv.de: Rund 130 Länder haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das ein Verbot von Atomwaffen vorsieht. Wie ist es dazu gekommen?

Xanthe Hall: Seit vielen Jahren gibt es einen Stillstand in der Abrüstung. Die Länder, die jetzt ein Verbot aushandeln, sind allesamt Staaten, die keine Atomwaffen besitzen. Sie fühlen sich jedoch durch die katastrophalen humanitären Folgen dieser Massenvernichtungswaffen bedroht. Da sie die nukleare Abrüstung in anderen Gremien nicht vorantreiben konnten, haben sie einen neuen Weg für die Abschaffung von Atomwaffen gesucht: als ersten Schritt einen Verbotsvertrag.

Märkische Oderzeitung, 03.07.2017

Nato hält an atomarer Abschreckung fest

03.07.2017 Kernwaffen bleiben für die Bundesregierung weiterhin ein wichtiges Element der Verteidigungsstrategie. "Die Nato kann auf die abschreckende Wirkung auch von Atomwaffen nach wie vor nicht verzichten", sagte der deutsche Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit, Jürgen Hardt, (CDU) dieser Zeitung. Zu den jüngsten Zahlen des Friedensforschungsinstituts Sipri, wonach die Atommächte ihre Arsenale mit Milliardenaufwand modernisieren, erklärte er, eine kernwaffenfreie Welt sei zwar wünschenswert. "Angesichts der aktuellen Entwicklungen - ich nenne als Beispiel Nordkorea - ist das aber zumindest kein kurzfristig realistisches Szenario."

Tagesschau, 28.06.2017

Atommülltransport auf dem Neckar: Wenig Protest gegen Castor-Schiff

Mit dem Castor-Transport über den Neckar wurde erstmals Atommüll auf einem Binnengewässer in Deutschland verschifft. Atomgegner stoppten den Verband für kurze Zeit. Insgesamt war der Protest jedoch vergleichsweise gering.

28.06.2017 Früh um 6.12 Uhr legt das Schiff legt mit der brisanten Fracht in Obrigheim am Neckar ab. Es wird begleitet von mehreren Booten der Wasserschutzpolizei und einem Helikopter. Aber es fährt in die falsche Richtung - flussabwärts Richtung Norden. Nach zehn Flusskilometern wird das Rätsel gelöst. Der Schubverband ist mehr als hundert Meter lang und muss wenden. Das geht nur an dieser Stelle. Nun geht es flussaufwärts Richtung Neckarwestheim im Süden. Das geschieht zunächst ohne Zwischenfälle.

Taz, 13.06.2017

Die Mehrheit ist für Verhandlungen

Drei Viertel der Deutschen sind dafür, in Verhandlungen über ein Verbot der Nuklearwaffen einzusteigen. Die Bundesregierung boykottiert diese bislang.

13.06.2017 Drei Viertel aller wahlberechtigten Deutschen wollen, dass sich die Bundesregierung an den bislang von ihr boykottierten UNO-Verhandlungen über ein weltweites und vollständiges Verbot von Atomwaffen beteiligt. Jeweils zwölf Prozent sprechen sich dagegen aus oder haben keine Meinung zu der Frage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, deren Ergebnis der taz vorliegt.

Die Verhandlungen über das Atomwaffenverbot, an denen sich bislang 138 der 193 Mitgliedstaaten in der UNO-Generalversammlung beteiligen, gehen am Donnerstag in die zweite Runde. Russland und die USA fehlen ebenso wie die meisten europäischen Nato-Staaten inklusive Deutschland.

SWR1, 11.06.2017

"Die Endzeituhr steht auf wenige Minuten vor 12"

Rund 15.000 nukleare Sprengköpfe bedrohen laut Angaben des Internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm die Welt. Eine Gefahr, die immer schwieriger zu kontrollieren ist, warnen Kritiker. Sie hoffen auf ein globales Atomwaffenverbot.

11.06.2017 Die Lage ist äußerst angespannt. Gerade erst hat Nordkorea wieder mehrere Marschkörper getestet, was vor allem seine unmittelbaren Nachbarn Südkorea und Japan beunruhigt. Internationale Proteste schrecken Machthaber Kim Jong Un nicht. Er bastelt konsequent an einer Langstreckenrakete mit atomarem Sprengkopf, die es bis in die USA schaffen könnte. Seit 2006 hat das Land nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests durchgeführt. Für den Mediziner Alex Rosen vom Verein Internationale Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges IPPNW ist die Bedrohung heute größer als noch zur Zeit des Kalten Krieges: "Die Endzeituhr steht auf wenige Minuten vor 12".

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"Hamburger Deklaration": Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs warnen vor Eskalation in der Ukraine
euronews.deutsch, 23.01.2023 
euronews.englisch, 23.01.2023

3sat NANO: Die grüne Krise
vom 12.12.2023
u. a. mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)

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