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Zivile Konfliktbearbeitung

Die IPPNW will nicht bei der Symptombehandlung stehen bleiben, sondern vorbeugend tätig werden. Dazu gehört, Krieg und Gewalt als politische Mittel zu ächten und Ressourcen für eine gewaltfreie sowie klimasensible Konflikttransformation bereit zu stellen. Wir beobachten die zunehmenden Militarisierung der Außenpolitik und die Erhöhung der Militärausgaben, während die Daseinsvorsorge eingeschränkt wird. In unseren Projekten stärken wir Austausch und Demokratisierung und bilden uns zu medizinischer Friedensarbeit weiter. Wir weisen auf Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und Kriminalisierung von Engagement für Frieden hin und bauen politischen Druck auf Entscheidungsträger*innen auf.

Aktuelles zum Thema

„Resilienz der Krankenhäuser im Krisenfall“

Fachtagung im Gesundheitsausschuss

19.03.2026 Am 19. März 2026 vertrat Vorstandsmitglied Robin Maitra die IPPNW als Sachverständiger bei einer Fachtagung im Gesundheitsausschuss zum Thema „Resilienz der Krankenhäuser im Krisenfall“. Er warnte, dass die Knappheit von Personal, Mitteln und Ressourcen im Kriegsfall zu einer Priorisierung medizinischer Leistungen führen werde. Im Krieg gerate zuerst die Regelversorgung der zivilen Bevölkerung ins Hintertreffen, damit die "Kampfkraft der Truppe gesichert bleibt". Mit der Ausrichtung des Gesundheitswesens auf militärische Ziele werde die Illusion geschaffen, wir könnten im Gesundheitswesen die Folgen von Kriegen – seien sie konventioneller oder atomarer Art – bewältigen. "Die vermeintliche Resilienz, der Glaube an die Beherrschbarkeit militärischer Konflikte erhöht aber die Kriegsbereitschaft und letztlich die Gefahr tatsächlicher kriegerischer Auseinandersetzungen, die wir doch mit all unserer zivilen Kraft verhindern müssen". 

Bündnispressemitteilung vom 14. Januar 2026

Friedensorganisationen fordern Ende der Gewalt und Freilassung aller politischen Gefangenen

Massenproteste im Iran

14.01.2026 Deutsche Friedensorganisationen stehen an der Seite der Menschen im Iran in ihrem Kampf für Freiheit und Menschenrechte. Sie verurteilen die exzessive Gewalt der iranischen Regierung, mit der sie versucht, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Die Friedensinitiativen fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen, einschließlich der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sowie ein Ende der Gewalt gegen die Protestierenden. Eine angedrohte militärische Intervention der USA lehnen die Organisationen entschieden ab.

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29.12.2025 Die Festlegung der NATO, künftig fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes fürs Militär auszugeben, ist willkürlich und unverantwortlich. Für Deutschland würde sie (auf Grundlage des derzeitigen Haushalts) bedeuten, dass künftig die Hälfte aller Bundesmittel ins Militär fließen müssten. Jedes Jahr! Über 10.000 Unterstützer*innen kritisieren diese enorme Aufrüstung der Bundeswehr und sagen: „Nicht mit mir!” Der Abrüstungsappell „Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!“ hat nach seinem Start am 2. Oktober bereits zu Weihnachten mehr als 10.000 Unterstützer*innen erreicht. Initiiert wurde der Appell von DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi. 

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Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Unterstützen Sie den Hilfsappell der Vereinten Nationen!

17.12.2025 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat sich in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt. Die Bundesregierung soll dem Hilfeersuchen der Vereinten Nationen durch eine wesentliche Aufstockung des Bundesetats für Humanitäre Hilfe nachkommen. In einem weltweiten Hilfsappell haben die UN die 193 Mitgliedsstaaten aufgerufen, ihren Beitrag zur Rettung von Millionen Menschenleben zu leisten. In 2026 würden 28 Milliarden Euro benötigt, um 135 Millionen Menschen in unmittelbarer Not zu versorgen. 

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Missachtung der ärztlichen Berufsordnung im Kriegsfall geplant

vdää* kritisiert den Berliner Rahmenplan für die Zivile Verteidigung

03.11.2025 Der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) möchte die Gesellschaft so schnell wie möglich „kriegstüchtig“ machen. [1] Unter der sogenannten „zivil-militärischen Zusammenarbeit“ versteht die Bundesregierung auch das Gesundheitssystem als Teil der „Gesamtverteidigung“. [2] Nun hat sich der Gesundheitssektor in Berlin dieser Rolle in vorauseilendem Gehorsam angenommen: Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hat in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, der Berliner Krankenhausgesellschaft und zwölf Berliner Kliniken ein 28-seitiges Arbeitspapier erstellt: „Rahmenplan für die Zivile Verteidigung im Bereich der Berliner Krankenhäuser 1.0“. In dem Text werden verschiedene Kriegsszenarien in der Bundeshauptstadt durchgespielt.

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

IPPNW-Thema „Gegen die Militarisierung der EU – Europa als Friedensprojekt gestalten“
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IPPNW-Forum 143/Sept 2015
"Die Waffen nieder! Zivilie Konfliktbearbeitung"
Online lesen | Im Shop bestellen

IPPNW-Studie: Peace through Health

01.01.2025 Das Positiv-Szenario 2025-2040 „Die Rolle Europas für den Frieden in der Welt“ der Initiative Sicherheit neu denken beschreibt eine mögliche nachhaltige europäische Konflikt- und Friedensordnung sowie mögliche partnerschaftliche Beziehungen zu den verschiedenen Weltregionen. In der Initiative Sicherheit neu denken arbeitet die IPPNW intensiv mit.

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