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Aus Forum 187 / 2026

Rüstung oder Zukunft?

Mehr Geld für Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz!

Im Juli hat die Bundesregierung den Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 beschlossen. Der Verteidigungshaushalt soll nach diesen Regierungsplänen 109,7 Milliarden Euro umfassen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es noch 51,9 Milliarden und im Jahr 2014 32,4 Milliarden Euro – also weniger als ein Drittel und selbst 2024 nur die Hälfte dessen, was für 2027 eingeplant ist. Allein von 2026 auf 2027 soll der Verteidigungshaushalt um ein Drittel erhöht werden. Und die fast 110 Milliarden Euro sind nur die Mittel aus dem Verteidigungshaushalt, den eine Mehrheit von Union, SPD, FDP und Grünen noch 2025 von der Schuldenbremse ausgenommen hat. Dazu kommen aus den Sonderschulden für Verteidigung noch einmal rund 30 Milliarden Euro. Insgesamt sollen also im Jahr 2027 für Verteidigung 140 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Selbst mit diesen Rekordsummen ist die Bundesregierung noch weit entfernt von den NATO-Aufrüstungsplänen, die vorsehen, fünf Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts für das Militär auszugeben. Bei einem Gesamtbundeshaushalt von 555,4 Milliarden Euro im Jahr 2027 wird dennoch schon mehr als ein Viertel des gesamten Haushalts in das Militär gesteckt.

„Rüstung oder Soziales?“


Der Haushaltsentwurf für 2027 deckt die Verteilungskonflikte zum Teil noch mit Rekordschulden zu. Doch in „Deutschlands führender Monatszeitschrift für Sicherheitspolitik und Wehrtechnik“, Europäische Sicherheit & Technik, wurde die Marschrichtung schon im Sommer 2023 vorgegeben: „Entweder die Kürzung sozialer Leistungen oder das Scheitern der Zeitenwende für die Bundeswehr“, heißt es dort. „Der einzige Posten im Bundeshaushalt, der die Masse dieses zusätzlichen Bedarfs decken könnte, ist der des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Debatte wird sich also um die Streichung von Sozialausgaben für Militär und Rüstung drehen. […] Rüstung oder Soziales,“ prognostiziert Ole Henckel in seinem Artikel über die neue Nationale Sicherheitsstrategie.

Die nach dem Koalitionsgipfel im Juli angekündigten sozialen Grausamkeiten zeigen, dass die Bundesregierung dieser Route folgen will: Erhöhung des Renteneintrittsalters, Schikanen bei der Krankschreibung, Aushebelung des Achtstundentags. Auch die Auswirkungen der Kürzungen im Gesundheitswesen sind drastisch: Die im kürzlich beschlossenen GKV-Beitragsgesetz enthaltenen Einsparungen bedrohen nach Angaben der Krankenhausgesellschaft etwa die Hälfte der Krankenhäuser mit Insolvenz. Die Deckelung des Pflegebudgets und die Aussetzung der vollständigen Refinanzierung von Tarifsteigerungen bedeutet, dass noch weniger Pflegekräfte im Krankenhaus zur Verfügung stehen werden. Doch das Problem geht weit darüber hinaus, dass Rüstungslobbyistinnen und -lobbyisten den Verteilungskonflikt zulasten unserer sozialen (und gesundheitlichen) Absicherung auflösen wollen. Die Mittel, die hier in totes Metall (und die Profite von Rüstungskonzernen) investiert werden, fehlen natürlich in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Aufrüstung heizt die Klimakatastrophe an


Die Aufrüstung der NATO-Staaten durch Militärausgaben, die fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprechen, würde bedeuten, dass die NATO-Staaten zwischen 2025 und 2035 neunzehn Billionen US-Dollar nur dafür ausgeben. Allein von dem Zuwachs von zwei auf fünf Prozent könnten für diese und zwei weitere Jahre die Klimafinanzierungsbedarfe aller Entwicklungsländer (ca. eine Billion US-Dollar) bezahlt werden. Stattdessen sind die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit, die auch in Klimaprojekte investiert werden, massiv gesunken. Während Deutschland seine Verteidigungsausgaben Jahr für Jahr erhöht, wurde der Entwicklungs-Etat massiv gekürzt und soll 2027 bei nur noch 9,5 Milliarden Euro liegen – eine Kürzung um mehr als ein Drittel im Vergleich zu 2022.

Doch die zusätzlichen Ausgaben fehlen nicht nur bei der Finanzierung von Klimaschutz und Klimaanpassung, sondern führen auch zu zusätzlichen Emissionen. Nach einer Studie des Transnational Institute gemeinsam mit weiteren Partnern würden Militärausgaben in Höhe von fünf Prozent des BIP zu Emissionen in Höhe von 2.760 Megatonnen CO2-Äquivalent (MtCO2e) zwischen 2025 und 2030 führen. Das ist nur etwas weniger, als die gesamte EU pro Jahr ausstößt. Allein der zusätzliche Ausstoß gegenüber einer Fortschreibung des Status Quo (1.122 MtCO2e) würde die jährlich erforderliche Emissionsreduzierung zunichtemachen, um das EU-Ziel für 2030 zu erreichen: die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken, so das Transnational Institute in einem Briefing im Juni 2025.
 
Wie die Militarisierung unser Leben verschlechtert


Ebenso gravierend wie die Auswirkungen der Hochrüstung auf die Klimapolitik sind die Folgen für die Kommunen. Während Städte und Gemeinden ohnehin seit Jahren unterfinanziert sind, verschärft die Priorisierung militärischer Projekte diese Engpässe noch. Kommunen erhalten nur 14 Prozent der Steuereinnahmen, müssen davon aber 25 Prozent der öffentlichen Ausgaben stemmen. Mittel, die für Schulen, Kitas, Krankenhäuser oder sozialen Wohnungsbau benötigt würden, geraten unter Druck, weil ein wachsender Anteil öffentlicher Gelder in Verteidigung fließt.

Selbst die 1,5 Prozent des BIP, die nach den NATO-Plänen für militärische Infrastrukturverbesserungen ausgegeben werden sollen, werden vor Ort wenig helfen, weil die Prioritäten auf der Verlegung von Truppen über Transitstrecken nach Osten liegen. Straßen in den Kommunen oder Busse und Straßenbahnen werden davon nicht profitieren. Stattdessen werden kommunale Strukturen stärker in sicherheitspolitische Logiken eingebunden: Sie sollen sich in Verteidigungspläne einfügen, Flächen werden für Übungen oder Liegenschaften beansprucht, und zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser sollen im Ernstfall militärische Anforderungen priorisieren. Für Kommunen bedeutet das nicht nur zusätzliche organisatorische Belastungen, sondern auch den Verlust von Gestaltungsspielräumen – etwa wenn geplante Wohn- oder Gewerbegebiete zugunsten militärischer Nutzung zurückgestellt werden. So verschärft die Militarisierung die Probleme in den Kommunen, was indirekt soziale Ungleichheiten verstärkt und demokratische Teilhabe schwächt.

Rüstungsrausch treibt Preise hoch


Die unbegrenzten Schuldenmöglichkeiten für Aufrüstung wecken Begehrlichkeiten. Im Oktober 2025 wurde eine geheime Liste mit Aufrüstungsplänen der Bundeswehr im Umfang von 376 Milliarden Euro öffentlich. „Aus der Liste geht hervor, dass die Bundeswehr in den nächsten Monaten etwa 320 neue Waffen- und Ausrüstungsprojekte starten will. Alle Domänen – Land, Luft, See, Weltraum und Cyberraum – werden davon abgedeckt“, schreibt die Friedensorganisation „Ohne Rüstung leben“. „Unter anderem soll die Bundeswehr 687 Schützenpanzer Puma erhalten – die Auslieferung ist bis 2035 geplant. Das Luftabwehrsystem IRIS-T von Diehl Defence stellt einen weiteren großen Posten dar: Die Bundeswehr beabsichtigt offenbar die Beschaffung von vierzehn kompletten IRIS-T-Systemen sowie entsprechenden Raketen verschiedener Typen im Wert von über vier Milliarden Euro.“ Dazu kommen Drohnen, Systeme für die Satellitenkriegsführung, Tomahawk-Marschflugkörper und zusätzliche Atombomber. 

Die Preise für die Rüstungsprojekte sind dabei oft überhöht. „Es werden andere Preise aufgerufen, wenn der Auftraggeber Bundeswehr heißt“, lässt der SPD-Verteidigungspolitiker Andreas Schwarz den Spiegel wissen. Und der Bundesrechnungshof warnt vor dem „Risiko, dass sich das Signal der unbegrenzten Verschuldungsmöglichkeiten negativ auf die Preisentwicklung im Verteidigungsbereich auswirkt. Anreize für die Industrie, für gleichbleibende Leistungen nunmehr höhere Preise zu verlangen, sind aufgrund nahezu unbegrenzt verfügbarer finanzieller Mittel und einer erhöhten Nachfrage zu erwarten.“

Erst im Juni wurde das Großprojekt für die Beschaffung der Fregatten F126 gestoppt, die seit der Bestellung 2020 immer teurer wurden. Verteidigungsminister Pistorius zog schließlich die Reißleine, nachdem er noch 2024 sechs statt vorher vier Fregatten bestellt hatte. Für die nun nicht mehr gelieferten Kriegsschiffe sind bereits 2,5 Milliarden Euro aus Steuergeldern ausgegeben worden. Und es könnte noch teurer werden: Laut einem Bericht des Spiegel will das Unternehmen Schadenersatz für die Kündigung des Vertrages.

Abrüstungsappell unterzeichnen


Weil inzwischen immer deutlicher wird, dass wir uns die Milliardenverschwendung von Steuermitteln für Aufrüstung nicht leisten können, unterstützen schon über fünfzehntausend Menschen unseren Abrüstungsappell „Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!“ Jetzt unterzeichnen oder Unterschriftenlisten bestellen: ippnw.de/bit/nichtmitmir

Marek Voigt ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IPPNW.







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IPPNW e. V.
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Stichwort: Militarisierung

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Materialien

Flyer im Postkartenformat mit dem Text der „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen“ auf der Rückseite und einem QR-Code direkt zur Unterzeichnung der Erklärung. 
PDF | Bestellen

Faltblatt: Wir werden euch nicht helfen können!
zur Militarisierung des Gesundheitswesens
A4, farbig, 2025
Herunterladen | Bestellen


A4-Flyer: Risiken und Nebenwirkungen der Militarisierung des Gesundheitswesens
Herunterladen | Bestellen


A5-Flyer: Gesundheitswesen bleibt zivil!
Herunterladen | Bestellen


Banner: Nein zur Militarisierung des Gesundheitswesens!

IPPNW-Thema: Militarisierung der Gesundheitsversorgung?
Herunterladen | Bestellen
12 Seiten, März 2025


Broschüre Militarisierung im Gesundheitswesen
Herausgeber: Verein Demokratischer Ärzt*innen (vdää)

Vorträge

7. Oktober 2026, 19-20 Uhr, online
Funktionierende Gesundheitsinfrastruktur statt Kriegstüchtigkeit des Gesundheitswesens
Mit: Julia-Christina Stange (MdB und IPPNW-Mitglied)
Anmeldung

Was kommt mit dem geplanten "Gesundheitssicherstellungsgesetz" auf uns zu? Was bedeuten die Planungen für die Beschäftigten im Gesundheitssektor? Wie vor Ort damit umgehen?

13. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Dortmund
Krankenhaus statt Lazarett! 
Was ein kriegstüchtiges Gesundheitswesen für uns alle bedeutet
Wo: Auslandsgesellschaft, Steinstr. 48 (Nordausgang Hbf.), Dortmund
Mit: Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende und Susanne Hille, ver.di, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung

21. Oktober 2026, 10-16.30 Uhr, Hannover
Fachtagung "Frauengesundheit und Kriege"
u.a. mit der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen zum Thema "Das Gesundheitssicherstellungsgesetz"
Freizeitheim Vahrenwald
Veranstalter: Frauen- und Mädchengesundheitszentrum

4. November 2026, 19-20 Uhr, online
Krankenhaus im Kriegsfall: Was sagt das Grundgesetz? Was bedeuten Spannungsfall und Notstandsgesetzgebung?
Mit: Andreas Fisahn (Prof. für Öffentliches Recht)
Anmeldung

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zählt eine lange Liste mit Notstands- und Sicherstellungsgesetzen und Verordnungen auf, die auf den Weg gebracht werden sollen. Welche arbeits- und verfassungsrechtlichen Konsequenzen ergeben sich aus den Gesetzen?

Rückblick

26. April 2025, Stuttgart und online
Resilienz und Militarisierung des Gesundheitswesens
Was bedeutet es für uns Beschäftigte im Gesundheitssektor, wenn unser Gesundheitswesen „kriegstüchtig“ gemacht werden und sich den Erfordernissen des Militärs unterwerfen soll? Wie verhalten wir uns dazu? Was können wir dagegen tun?
Mit: Dr. Bernhard Winter (vdää), Dr. Robin Maitra und Ute Rippel-Lau (beide IPPNW)
Veranstaltet von: Ärzt*innen in sozialer Verantwortung BW, vdää und IPPNW

27. August 2025, Düsseldorf
Kriege, Krisen, Vortrag "Katastrophen. Was antworten wir auf die Sorgen unserer Patient*innen?
Und sind wir als (Haus-)Ärzt*innen selbst vorbereitet?"
mit IPPNW-Vorstandsmitglied Susanne Grabenhorst

1. September 2025, Düsseldorf und im Livestream
Veranstaltung: Krankenhaus im Kriegsfall
Wie das Gesundheitssystem schon heute militarisiert wird
Referentin: Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende
Livestream

23. Oktober 2025, Emden
Ärzte für den Krieg?
Vortrag von Ute Rippel-Lau bei den Emder Friedenstagen
Weitere Infos

29. Oktober 2025, Göttingen
Kriegstüchtiges Gesundheitswesen - Was bedeutet das für uns?
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Ute Rippel-Lau
Veranstalter: IPPNW Regionalgruppe Göttingen

17. November 2025, Bielefeld
Veranstaltung im Rahmen der Friedensdekade der Evangelischen Kirche   
Kriegsfall Krankenhaus: Wie das Gesundheitssystem schon heute militarisiert wird.
Vortrag und Diskussion mit der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen
Weitere Infos

20. November 2025, Essen
Podiumsdiskussion zur Militarisierung des Gesundheitswesens 
mit Susanne Grabenhorst und Jan Van Hagen

26. November 2025, Berlin
„Militärische Konflikte und ihre psychischen Folgen“ 
Vortrag im Rahmen des DGPPN-Kongress 
Dr. Angelika Claußen (Psychiaterin/Psychotherapeutin und Co-Vorsitzende der deutschen IPPNW) spricht mit Nadia Bieler (Psychiaterin, IPPNW) über die psychischen Folgen von militärischen Konflikten und Krieg. 

27.-29. November 2025, Berlin
DGPPN-Kongress in Berlin
IPPNW-Infostand und Unterschriftensammeln unter die Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen.

29. November 2025, Braunschweig
Braunschweiger Gramsci-Tage
Workshop Dieter Daunert, IPPNW: Kriegstüchtigkeit der Bevölkerung mit dem Operationsplan Deutschland
Weitere Infos

8. Dezember 2025, Essen
Was bedeutet ein „kriegstüchtiges“ Gesundheitssystem für uns alle?
Diskussionsabend im Rahmen des "Politischen Salons"
Mit: Ute Rippel-Lau, Fachärztin Allgemeinmedizin, Hamburg, IPPNW - Dr. Angelika Claußen, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, Bielefeld, Vorstand IPPNW - PD Dr. Andreas Follmann, Anästhesist, Aachen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin - N.N., Berufsfeuerwehr Essen
Moderation: Klinikpfarrer Uwe Matysek, Evangelische Huyssens-Stiftung Essen

11. Dezember 2025, Köln
Podiumsdiskussion: Kriegstüchtigkeit und wie der Kampf für Frieden aussehen muss
Referent*innen: Jan Dieren, MdB SPD, Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende, Ulrike Eifler, Gewerkschaftlerin, Yusuf As, Vorsitz ver.di Migrationsausschuss

24. Januar 2026, IPPNW Regio Contact Nord in Güstrow
Zeitenwende und Kriegstüchtigkeit – zur Militarisierung des Gesundheitswesens
Referenten: Gerit Poost, Mitglied im vdää*, Arzt in Weiterbildung Innere Medizin, tätig in einer Rettungsstelle und Michael Janßen, Vorstandsmitglied vdää*, Arzt für Allgemeinmedizin
Weitere Informationen

24. Januar 2026, IPPNW Regio Contact Süd in Stutgart
Input von Robin Maitra (Mitglied im Vorstand der IPPNW) zum Thema "Militarisierung des Gesundheitswesens"

1. Februar 2026 in Essen
Gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens
Diskussion mit Dr. Angelika Claußen
Wie können wir wieder friedenstüchtig werden und Kriege und die Militarisierung verhindern? Die Veranstaltung wird auch online übertragen. Veranstaltet von: Die Linke – LAG Gesundheit und Soziales NRW

13. Februar 2026, Nürnberg
Geht dein Krankenhaus auf Kriegskurs?
Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen vom Verein Demokratischer Ärzt*innen und IPPNW. Die Militarisierung der Gesellschaft bedroht die öffentliche Daseinsfürsorge. Wie sind die Beschäftigte in Kliniken betroffen? Wie können sie sich wehren? Darüber und über Möglichkeiten des Widerstands diskutierten: Dr. Nadja Rakowitz – Verein Demokratischer Ärzt*innen (vdää*), Anja Schmailzl – Pflegekraft am Klinikum Nürnberg und Dr. Horst Seithe – IPPNW Nürnberg-Fürth-Erlangen
Weitere Informationen

24. Februar 2026, 19:30 Uhr, Paderborn
Gesundheitswesen im Fokus: Heilen oder aufrüsten? Wie können wir friedenstüchtig werden? 
Vortrag und Diskussion mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)
Weitere Infos (PDF)

4. März 2026, Online-Veranstaltung
Resilienz und Militarisierung des Gesundheitswesen
mit Dr. Robin Maitra, Vorstandsmitglied IPPNW

Was bedeutet es für uns Beschäftigte im Gesundheitssektor, wenn unser Gesundheitswesen „kriegstüchtig“ gemacht werden und sich den Erfordernissen des Militärs unterwerfen soll? 
Wie verhalten wir uns dazu? Was können wir dagegen tun? Wie können wir die IPPNW-Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen weiter verbreiten?
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

25. März 2026, Kiel
Diskussion: Kriegstüchtiges Gesundheitswesen
Was bedeutet das für Beschäftigte im Gesundheitswesen und für die Zivilgesellschaft?

- „Erfahrungen mit der Behandlung schwerverletzter ukrainischer Soldatinnen und Soldaten“, Dr. med. Mathias Holz, MHBA, Leitender Oberarzt der Abteilung Unfallchirurgie, Orthopädie und plastische Chirurgie am UKSH Campus Kiel 

- „Aktuelle politische Debatten und geplante Maßnahmen zur geplanten „Kriegstüchtigkeit“ des Gesundheitswesens: Wo stehen wir heute, wohin soll es aus Sicht der politischen Akteure gehen?“, Ute Rippel-Lau, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg, ehemaliges Mitglied im Vorstand der deutschen IPPNW

Flyer (PDF) | Veranstaltet von der IPPNW-Regionalgruppe Kiel

1. April 2026, Online-Veranstaltung
Katastrophenmedizin oder Kriegsmedizin? Was bedeutet reverse Triage im Kriegsfall?
Mit: Ute Rippel-Lau, IPPNW-Ärztin

Welchen Unterschied macht das für uns Beschäftigte im Gesundheitswesen? Wie verändert die militärische Logik die humanitäre Ethik und unser medizinisches Selbstverständnis?
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

22. April 2026, in Jena und online
Gesundheit lässt sich nicht aufrüsten: Welche Folgen hat die Militarisierung des Gesundheitswesens?
Vortrag mit Nadja Rakowitz (vdäa) über die Auswirkungen auf Beschäftigte, Patient*innen und Gesellschaft.

6. Mai 2026, online
Nationale Sicherheitsstrategie und Operationsplan Deutschland. Was steht da drin?
Mit: Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende
Was ist über die militärischen Pläne und die geplante zivil-militärische Zusammenarbeit bekannt?

22. Juni 2026, 19 Uhr in Freiburg
Aufrüstung Deutschland
Folgen für das Gesundheitswesen

Vortrag mit Dr. med. Helmut Lohrer (IPPNW)
Veranstalter: Kritische Medizin Freiburg
Hörsaal Anatomie, Albertstr. 17, Freiburg

23. Juni 2026, 19.00 Uhr in Hannover
Was hat die Militarisierung im Gesundheitswesen mit mir zu tun? 
Vortrag mit Diskussion der IPPNW Regionalgruppe Hannover und des Friedensbüros über die Auswirkungen der Militarisierung auf uns und über die Rolle des Gesundheitswesens.
Weitere Infos

25. Juni 2026, 17.00 Uhr in Hamburg
Präventive Medizin statt Kriegsvorbereitung
Zur Kritik der Militarisierung des Gesundheitswesens
Weitere Infos

22. Juli 2026 in Stuttart und Online
Zeitenwende im Gesundheitswesen: Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit als schleichende Militarisierung der Medizin?
Ethische Grundsatzfrage zur Rolle der Ärzteschaft und der ärztlichen Selbstverwaltung in der zivil-militärischen Zusammenarbeit sollen interdisziplinär diskutiert werden. Veranstalter: Landesärztekammer Baden-Württemberg

5. August 2026, 19.00–20.00 Uhr, online
Krankenhauskahlschlag und Militarisierung im Gesundheitswesen
Mit: Jan von Hagen, Krankenpfleger, ver.di-Vertrauensleute Sprecher LVR-Klinik Essen, von 2010-2023 ver.di-Gewerkschaftssekretär, IPPNW
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

31. August 2026, 18 Uhr, Ludwigshafen
Wehrhaft oder Wehrlos?
Wie die Militarisierung im Gesundheitswesen voranschreitet - und was das mit unserem Sozialsystem anrichtet. 
Fachgespräch mit Julia-C. Stange, MdB der Fraktion Die Linke, und Vertreter*innen des vdää, IPPNW und ver.di.
Weitere Informationen

2. September 2026, 19 Uhr, online
Was ist „Taktische Medizin“? Wird die Medizin dem Militär untergeordnet?
Online-Fortbildungsreihe „Militarisierung und Gesundheit“
Referentin: Dr. Ute Rippel-Lau (IPPNW)
Weitere Informationen und Anmeldung

11. September 2026, 18.30 Uhr, Hamburg
ver.di-Veranstaltung „Nur eine Übung? – Red Storm Charlie in Hamburg“
im Klub - im Gewerkschaftshauses (Besenbinderhof 60)
mit Ute Rippel-Lau (IPPNW)
Veranstalter: Arbeitskreis Antirassismus und Arbeitskreis Frieden in ver.di Hamburg 

26. September 2026, 19 Uhr in Berlin
Die Militarisierung der Gesellschaft und die Auswirkungen auf das Gesundheitswesen
mit Ingar Solty (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Dr. Lothar Schröder (Militärexperte), Dr. Ernst-Ludwig Iskenius (IPPNW), Dr. Michael Janßen (VDÄÄ), Elias Gläsner (Student der Medizin, Hamburg), Ralf Nachtmann (Journalist, Zeitschrift „Jot w.d.“) 

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