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Aus IPPNW-Forum 177/2024

Die Militarisierung der Gesundheitsversorgung

Nationale Sicherheitsstrategie und Gesundheitssicherstellungsgesetz

Im Juni 2023 hat die Bundesregierung ihre schon lange angekündigte erste „Nationale Sicherheitsstrategie“ vorgestellt. Sie löst ab, was sich in dem zuletzt 2016 erschienenen Weißbuch allein auf die Verteidigungspolitik beschränkt hatte. ­Sie folge nun, so Bundeskanzler Olaf Scholz, einem viel umfassenderen systematischen Gesamtansatz. „Die Herausforderung für unsere Sicherheit zieht sich durch alle Lebensbereiche“ erklärte Außenministerin Annalena Baerbock anlässlich der Vorstellung des Papieres. Ist dies eine gesamtgesellschaftliche Mobilmachung mit noch unscharfen Konturen, wie die FAZ am 16. Juni 2023 schreibt? [1]

Eines wird deutlich: Das Primat des Militärischen durchzieht wie ein roter Faden die ganze Nationale Sicherheitsstrategie. [2] Schon in der Reihenfolge der Begriffe wehrhaft-resilient-nachhaltig spiegelt sich die Gewichtung wieder. Federführend ist die militärische Ausrichtung, der alle anderen Ziele untergeordnet sind. So wird nur für das ausdrücklich erwähnte NATO-Ziel von mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für die Aufrüstung ein konkretes Finanzierungsziel genannt. Alle anderen Aufgaben dieser Strategie wie Zivilschutz und Gesundheitsschutz sollen ohne zusätzliche Belastungen des Bundeshaushalts irgendwie bewältigt werden. [3]

Am 09. November 2023 stellte Verteidigungsminister Boris Pistorius die neuen „Verteidigungspolitischen Richtlinien für die Zeitenwende“ der Bundesregierung vor. Sie schließen an die nationale Sicherheitsstrategie an und entwickeln die militärpolitischen Ziele für die Bundeswehr weiter: „Wir müssen kriegstüchtig werden“ sagte er. Wer dies zunächst lediglich als eine unglückliche Formulierung aufgefasst hatte, sieht sich nach Lesen der verteidigungspolitischen Richtlinien eines Besseren belehrt: der Begriff „kriegstüchtig“ taucht in dem Text wiederholt und prominent auf. „Kriegstüchtigkeit“ wird hier zur „Handlungsmaxime der Bundeswehr“ erklärt: „Soldatinnen und Soldaten, die den Willen haben, unter bewusster Inkaufnahme der Gefahr für Leib und Leben, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“ (4, Seite 27) In Artikel 87a unseres Grundgesetzes heißt es: "Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf ". Kriegstüchtigkeit suggeriert zumindest etwas Anderes. Selbst in den dunkelsten Zeiten des kalten Krieges hatte man eine andere Wortwahl. Passend hierzu wird in den Richtlinien eine verpflichtende und von der Gesellschaft getragene Veteranen- und Gefallenenkultur gefordert. Im Gespräch ist der 12. November als nationaler Gedenktag. Die Bundeswehr wurde am 12. November 1955 gegründet. Einen Gedenktag für Veteranen hatte es in Deutschland zuletzt unter dem Nazi-Regime gegeben. Damals wurde der Volkstrauertag in „Heldengedenktag“ umbenannt. Im Juli 2023 verlangte General Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr, in einer Grundsatzrede, der Zeitenwende müsse ein Mentalitätswechsel in Bundeswehr und Gesellschaft folgen: Im Kriegsfall müsse die Truppe gewinnen wollen, „weil wir gewinnen müssen.“ [5]

Teil der „Nationalen Sicherheitsstrategie“ ist das ebenfalls noch in Planung befindliche „KRITIS“, das sog. „Dachgesetz zur kritischen Infrastruktur“. Der erste Referentenenentwurf von 2023 wurde nach vielfältiger Kritik verworfen. Jetzt liegt eine überarbeitete Fassung vor, die bis zum Herbst 2024 verabschiedet werden soll. Die Bundesregierung will damit einen gesetzlichen Rahmen schaffen für den Schutz von Bereichen wie Energie und Wasserversorgung, Transport / Verkehr, Kommunikation, IT, Gesundheitseinrichtungen etc. Unternehmen der Kritischen Infrastruktur sollen zukünftig verpflichtend Maßnahmen zur Gewährleistung ihrer Sicherheit umsetzen. Der Gesundheitssektor als wichtiger Teil der kritischen Infrastruktur soll gesondert in einem „Gesundheitssicherstellungsgesetz“ geregelt werden, das sich momentan in der Planung befindet und wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte 2024 verabschiedet wird. Dazu heißt es auf Seite 36 der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie:

„Durch die Schaffung eines Gesundheitssicherstellungsgesetzes wird die Bundesregierung insbesondere die effiziente und dezentrale Bevorratung von Arzneimittel-und Medizinprodukten sowie regelmäßige Ernstfallübungen für das Personal für Gesundheitskrisen sicherstellen.“ und: „Um auf chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) besser vorbereitet zu sein wird die Bundesregierung Fähigkeiten zum CBRN-Schutz ausbauen, Notfallpläne aufstellen und Notfallübungen durchführen.“


Gesundheitssicherstellungsgesetzes der 80-er Jahre

Es zeichnet sich ab, dass es durch das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz wie in den 80er Jahren erneut zu einer gesellschaftlich kontrovers geführten Debatte um die Aufgaben unseres Gesundheitswesens in einem Kriegsfall kommen könnte. Schon einmal gab es 1981 in der damaligen Bundesrepublik das Vorhaben der Bundesregierung, ein Gesundheitssicherstellungsgesetz im Rahmen der „Katastrophenmedizin“ zu verabschieden. Seit 1979 wurde von den Ärztekammern statt Wehrmedizin zunehmend der Begriff Katastrophenmedizin verwendet. Letztendlich war der neue Begriff eine Schöpfung der Militärmedizin: damit wurden bewusst die Grenzen zwischen zivilen Katastrophen im Frieden einerseits und dem des Krieges andererseits verwischt. Es wurde an das ärztliche Helferethos appelliert, um damit die allgemeine Akzeptanz zu erhöhen. Auch in den Bunkerbau und Zivilschutz wurde damals massiv investiert. Gemäß der damals neuen NATO-Doktrin der „Flexible Response“ hatten sich US-amerikanische Militärs und Politiker dahingehend geäußert, dass es möglich sei, einen Atomkrieg auf Europa zu beschränken und sogar zu gewinnen.

Hintergrund dazu war der NATO-Doppelbeschluss von 1979, der von der Bundesregierung 1983 unter großen Protesten der Friedensbewegung beschlossen wurde. Er beinhaltete die Stationierung von Mittelstreckenraketen, wie Pershing II und  Cruise Missile. Entsprechend dieser Strategie musste sich die Militärmedizin auf eine thermonukleare Kriegsführung vorbereiten, auf einen Massenanfall von Patienten mit Verbrennungen, Polytraumata und Verstrahlungen. Ohne über die katastrophalen Auswirkungen eines Atomkrieges aufzuklären, sollte die fatale Illusion von medizinischer Hilfe in einem Atomkrieg aufrechterhalten werden. „Wir werden Euch nicht helfen können!“ war damals die zentrale Botschaft der sich gründenden IPPNW. Widerspruch rief vor allem das neue Gesundheitssicherstellungsgesetz bei der Ärzteschaft hervor, in dem eine Pflichtfortbildung in Kriegsmedizin für Ärzte zum Erlernen der sog. Triage, d.h. die Sichtung von Verletzten für den Kriegsfall, vorgesehen war. Der Protest war damals aus der Ärzteschaft so groß, dass diese verpflichtende Fortbildung von der Politik zurückgenommen werden musste. [6]

Das neue Gesundheitssicherstellungsgesetz – Triage in Friedens- und Kriegszeiten

Inzwischen befinden wir uns wieder in Zeiten einer steigenden nuklearen Gefahr. Der Ukraine-Krieg kann, wenn nicht bald eine Verhandlungslösung gefunden werden, jederzeit in einen Nuklearkrieg eskalieren. Präsident Putin hat das mit seiner kaum verdeckten Drohung mit Atomwaffen im Falle einer existentiellen Bedrohung Russlands klargemacht. Seit dem 07.Oktober 2023 ist in Nahost ein weiterer Krieg mit einem nuklearen Eskalationspotential hinzugekommen.

Schon seit Jahren werden bestehende Abrüstungsverträge gekündigt. 2019 kündigte Donald Trump den INF-Vertrag von 1988, der die Mittelstreckenraketen in Europa begrenzte. 2020 stiegen die USA aus dem Open-Sky-Vertrag der KSZE-Staaten von 1992 aus, eine vertrauensbildende Maßnahme zur Rüstungskontrolle, Konfliktverhütung und Friedenssicherung. Zu Beginn dieses Jahres schließlich setzte Putin den New-Start-Vertrag vorläufig aus, den letzten bestehenden Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, der die Kontrolle der strategischen Atomwaffen betrifft. Er endet offiziell 2026. Russland plant jetzt die Stationierung von Atomwaffen in Belarus, analog zur nuklearen Teilhabe der NATO.

Seit einigen Jahren bauen alle Atomwaffenstaaten ihre Atomwaffenarsenale aus. Auch Deutschland als Nichtatomwaffenstaat „modernisiert“ zurzeit seine ca. 20 in Büchel gelagerten Atomwaffen und schafft neue Kampfflugzeuge für die nukleare Teilhabe an. Deutschland hält weiter an der nuklearen Abschreckung fest. In der neuen Sicherheitsstrategie [2] auf S. 31 heißt es hierzu: "Solange es Nuklearwaffen gibt, ist der Erhalt einer glaubwürdigen nuklearen Abschreckung für die NATO und für die Sicherheit Europas unerlässlich. Deutschland wird hierzu im Rahmen der nuklearen Teilhabe auch weiterhin seinen Beitrag leisten und die hierfür notwendigen Trägerflugzeuge ohne Unterbrechung bereitstellen.“

Die Geburtsstunde der Katastrophenmedizin war das 1980 erschienene Standardlehrbuch „Wehrmedizin“, herausgegeben von dem ehemaligen Inspekteur des Sanitäts- und Gesundheitswesens der Bundeswehr Ernst Rebentisch. [7] Die Terroranschläge von New York haben die Diskussion über der Triage in der Katastrophenmedizin weiter vorangetrieben. [8] Als Triage wird in der Medizin eine Methode bezeichnet, bei der in Notlagen mit einem Anfall von einer hohen Anzahl von Patient*innen und unzureichenden Ressourcen ausgewählt werden soll, wer zuerst versorgt wird. Letztendlich geht es um eine Priorisierung knapper medizinischer Hilfeleistung. Die Katastrophenmedizin unterscheidet sich prinzipiell von der Alltagsmedizin. [9] Was in der Alltagsmedizin ethisch zu Recht umstritten ist, nämlich die Behandlung von Patienten nur nach Effizienzgesichtspunkten, ist bei einer Katastrophe mit dem Massenanfall von Verletzten ungleich schwieriger, da wegen unzureichender Ressourcen entschieden werden muss, wie man ein ausreichendes Maß medizinischer Versorgung einem möglichst großen Kollektiv zukommen lassen kann.

Die Corona-Pandemie mit dem Mangel an Intensivbetten führte dazu, dass Ende 2021 das erste Triage-Gesetz von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Auf welch dünnem Eis sich die ethische Debatte bewegt, zeigt das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das dieses Gesetz kurz danach für verfassungswidrig erklärte, da der grundgesetzliche Schutz von Menschen mit Behinderung nicht gewährleistet sei. Es bestehe die Sorge, so das Gericht, dass Behinderte bei der Intensivbehandlung benachteiligt würden. Leben dürfe nicht gegen Leben abgewogen werden. Im November 2022 legte der Bundestag dann ein neues Gesetz vor. Jetzt soll nur auf Grund der „aktuellen und kurzfristigen Überlebenswahrscheinlichkeit“ entschieden werden. Alter, Geschlecht und Behinderung dürften keine Rolle spielen. [10] [11] [12]

Das Dilemma und die Kritik an dem Gesetz bleiben. Der Deutsche Ethikrat meint dazu, bei einer Knappheit von Behandlungsressourcen könne es nie eine gerechte Situation geben. Es müsste alles getan werden, um solche Extremsituationen zu verhindern.

Triage bei Naturkatastrophen oder Unfällen richtet sich nach dem medizinischen Grundsatz, welcher Patient die Hilfe am dringendsten benötigt. Grundsätzlich anderen Gesetzen dagegen folgt die Triage in Kriegszeiten, in denen dieser Begriff auch ursprünglich geprägt wurde. Hier ist die Triage komplett der militärischen Logik unterworfen. [13] Bevorzugte Behandlung bekommen nicht Zivilisten, sondern Militärangehörige. Natürlich nur die der eigenen Kriegspartei und hauptsächlich diejenigen, die schnell wieder „kampffähig“ gemacht werden sollen. Geraten medizinische Ethik und militärische Logik in Konflikt, so hat das Militärische den Vorrang. [14]               

Die Grenzen zwischen zivilen Katastrophen im Frieden einerseits und dem Krieg andererseits werden in der nationalen Sicherheitsstrategie verwischt. Der Begriff „Krieg“ wird vermieden. Es gibt nur „Katastrophen“, „Krisen“ „Konflikte“, „Gefahrenlagen“ und „Bedrohungsspektren“. Alles ist "Katastrophe": die Pandemie, der Waldbrand, das Chemieunglück und der Atomkrieg. Gleichzeitig ist es Aufgabe der Wehr- und Katastrophenmedizin, die Illusion medizinischer Hilfe in einem Atomkrieg aufrechtzuerhalten. So trägt sie auch heute dazu bei, die gesundheitlichen Folgen eines Atomkrieges handhabbar erscheinen zu lassen. Militär und Zivilschutz spekulieren im Falle eines Atomkrieges auf das unkritische Helferethos der Gesundheitsarbeiter*innen, denn der medizinischen Hilfe wird sich dann keine Krankenschwester, kein Krankenpfleger und kein Arzt oder Ärztin entziehen können.

Militarisierung der Gesundheitsversorgung


Wieder findet vor dem Hintergrund einer massiven nuklearen Aufrüstung eine intensive Auseinandersetzung über die Sicherheitsstrategie statt. Neu an der aktuellen nationalen Sicherheitsstrategie ist, dass ein großer Bereich des Zivilen in die militärische Sicherheitsarchitektur eingegliedert wird. Schon länger wird in Bundeswehrkreisen über die „Versicherheitlichung“ von Gesundheit und über die „zivil-militärische Zusammenarbeit“ nachgedacht. In einem Aufsatz von Oberstleutnant Björn Stahlhut et al. heißt es u.a. [15]:

„Die Zivilmilitärische Zusammenarbeit in der Krise und im bewaffneten Konflikt zeigt damit ein völlig anderes Gesicht, als im Alltag. Es sind mithin zwei unterschiedliche Richtungen der Unterstützung. Während im Alltag die Bundeswehr die zivilen Behörden unterstützt, ist es in der Krise und erst recht im bewaffneten Konflikt genau andersherum. Letzteres ist die anspruchsvollere Führungsaufgabe….“ ... „Da dies in einem gewissen Widerspruch zu den erforderlichen Fähigkeiten einer Gesundheitsversorgung in einer Krise steht, bedarf es einer Kaltstartfähigkeit durch stärkere Betonung der Katastrophenmedizin in der Ausbildung und beim Kompetenzerhalt des Personals“ ... „Ein zukünftiges Gesundheitssicherstellungsgesetz, das im Sinne der Vorsorge [GVSG] bereits im Alltag ansetzt, ist damit zentrale Voraussetzung für eine wirkungsvolle Zivilmilitärische Zusammenarbeit in beide Richtungen."


Im März-Heft 2023 der „Wehrmedizinischen Monatszeitschrift“ der Bundeswehr findet angesichts des Krieges in der Ukraine eine intensive Beschäftigung mit der Frage statt, in welchem Umfang man sich medizinisch auf einen Einsatz von Nuklearwaffen vorbereiten könne. [16] Der Fokus liegt auf der Diagnostik des Grades der Verstrahlung von Patient*innen. Hier hat es in den letzten Jahren besonders in der Biodosimetrie große Fortschritte gegeben. Das gilt insbesondere für die sogenannte „retrospektive Dosimetrie“ bei der durch Genanalysen schon vor dem Eintreten klinischer strahlenbedingter Symptome Rückschlüsse auf die wahrscheinlich erhaltene Strahlendosis getroffen werden können.

Das Grundprinzip der Biodosimetrie ist, dass das Ausmaß strahlenbedingter biologischer Schäden mit der erhaltenen Strahlendosis einhergeht. So ermöglicht die quantitative Bestimmung von DNA-Schäden Rückschlüsse auf die erhaltene Strahlendosis. Inzwischen wurde eine IT-basierte App zur Triage entwickelt. Sie ermöglicht anhand eines Differentialblutbildes eine Vorhersage mit einer bis zu 96% Wahrscheinlichkeit für das Auftreten und die Schwere eines Strahlensyndroms. Ebenfalls geforscht wird an der Möglichkeit Speichelproben zu nutzen. Auch an einer Verbesserung und Präzisierung der Analyse-Methoden (Hochdurchsatzsequenzierung) wird gearbeitet. [17]

Auf das neue Gesundheitssicherstellungsgesetz dürfen wir gespannt sein.


Ute Rippel-Lau ist Mitglied des IPPNW-Vorstandes.

Quellen:

[1] https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sicherheitsstrategie-gleichschaltungsaengste-nicht-verwunderlich-18963232.html

[2] https://www.bmvg.de/resource/blob/5636374/38287252c5442b786ac5d0036ebb237b/nationale-sicherheitsstrategie-data.pdf

[3] https://www.bmvg.de/de/nationale-sicherheitsstrategie

[4] https://www.bmvg.de/de/aktuelles/verteidigungspolitische-richtlinien-2023-veroeffentlicht-5701338

[5] https://www.bmvg.de/de/aktuelles/generalinspekteur-beschreibt-bundeswehr-der-zukunft-5652978

[6] https://www.aerztekammer-hamburg.org/files/aerztekammer_hamburg/ueber_uns/hamburger_aerzteblatt/archiv/haeb2022/Jahresregister_2022_final.pdf, Heft 4/2022 40 Jahre IPPNW

[7] https://www.aerzteblatt.de/archiv/64784/Ernst-Rebentisch-Einsatz-fuer-die-Katastrophenmedizin&usg=AOvVaw0Q-__Dk45elRM4xxmZ-WSI&opi=89978449

[8] https://www.aerzteblatt.de/archiv/42936/Katastrophenmedizin-Zwang-zur-Selektion https://www.tagesschau.de/inland/triage-gesetz-103.html

[9] https://www.aerzteblatt.de/archiv/52720/Katastrophenmedizin-Uebliche-Rechtfertigung-fuer-Triage-zweifelhaft

[10] https://www.tagesschau.de/inland/triage-gesetz-103.html

[11] https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw45-de-infektionsschutzgesetz-917438

[12] https://taz.de/Medizin-im-Katastrophenfall/!5894498/

[13] https://www.fr.de/meinung/militaermedizin-folgt-nach-militaerischer-logik-gewalt-11516963.html

[14] http://www.med.uni-magdeburg.de/jkmg/wp-content/uploads/2013/03/JKM_Band9_Kapitel10_Pfeiffer.pdf

[15] https://crisis-prevention.de/sicherheit/ein-gesundheitssicherstellungsgesetz-als-voraussetzung-fuer-die-zmz.html

[16] https://wehrmed.de/humanmedizin/in-welchem-umfang-koennen-wir-uns-medizinisch-auf-den-militaerischen-oder-terroristischen-einsatz-von-nuklearwaffen-vorbereiten.html

[17] https://opus4.kobv.de/opus4-fizbw/files/106/Wagner-Hochdurchsatzsequenzierung.pdf


 

 

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Materialien

Flyer im Postkartenformat mit dem Text der „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen“ auf der Rückseite und einem QR-Code direkt zur Unterzeichnung der Erklärung. 
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Faltblatt: Wir werden euch nicht helfen können!
zur Militarisierung des Gesundheitswesens
A4, farbig, 2025
Herunterladen | Bestellen


A4-Flyer: Risiken und Nebenwirkungen der Militarisierung des Gesundheitswesens
Herunterladen | Bestellen


A5-Flyer: Gesundheitswesen bleibt zivil!
Herunterladen | Bestellen


Banner: Nein zur Militarisierung des Gesundheitswesens!

IPPNW-Thema: Militarisierung der Gesundheitsversorgung?
HerunterladenBestellen
12 Seiten, März 2025


Broschüre Militarisierung im Gesundheitswesen
Herausgeber: Verein Demokratischer Ärzt*innen (vdää)

Vorträge

22. Juni 2026, 19 Uhr in Freiburg
Aufrüstung Deutschland
Folgen für das Gesundheitswesen

Vortrag mit Dr. med. Helmut Lohrer (IPPNW)
Veranstalter: Kritische Medizin Freiburg
Hörsaal Anatomie, Albertstr. 17, Freiburg

23. Juni 2026, 19.00 Uhr in Hannover
Was hat die Militarisierung im Gesundheitswesen mit mir zu tun? 
Vortrag mit Diskussion der IPPNW Regionalgruppe Hannover und des Friedensbüros über die Auswirkungen der Militarisierung auf uns und über die Rolle des Gesundheitswesens.
Weitere Infos

25. Juni 2026, 17.00 Uhr in Hamburg
Präventive Medizin statt Kriegsvorbereitung
Zur Kritik der Militarisierung des Gesundheitswesens
Weitere Infos

22. Juli 2026 in Stuttart und Online
Zeitenwende im Gesundheitswesen: Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit als schleichende Militarisierung der Medizin?
Ethische Grundsatzfrage zur Rolle der Ärzteschaft und der ärztlichen Selbstverwaltung in der zivil-militärischen Zusammenarbeit sollen interdisziplinär diskutiert werden. Veranstalter: Landesärztekammer Baden-Württemberg
Anmeldung

5. August 2026, 19.00–20.00 Uhr, online
Krankenhauskahlschlag und Militarisierung im Gesundheitswesen
Mit: Jan von Hagen, Krankenpfleger, ver.di-Vertrauensleute Sprecher LVR-Klinik Essen, von 2010-2023 ver.di-Gewerkschaftssekretär, IPPNW
Anmeldung

7. Oktober 2026, 19-20 Uhr, online
Funktionierende Gesundheitsinfrastruktur statt Kriegstüchtigkeit des Gesundheitswesens
Mit: Julia-Christina Stange (MdB und IPPNW-Mitglied)
Anmeldung

Was kommt mit dem geplanten "Gesundheitssicherstellungsgesetz" auf uns zu? Was bedeuten die Planungen für die Beschäftigten im Gesundheitssektor? Wie vor Ort damit umgehen?

4. November 2026, 19-20 Uhr, online
Krankenhaus im Kriegsfall: Was sagt das Grundgesetz? Was bedeuten Spannungsfall und Notstandsgesetzgebung?
Mit: Andreas Fisahn (Prof. für Öffentliches Recht)
Anmeldung

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zählt eine lange Liste mit Notstands- und Sicherstellungsgesetzen und Verordnungen auf, die auf den Weg gebracht werden sollen. Welche arbeits- und verfassungsrechtlichen Konsequenzen ergeben sich aus den Gesetzen?

Rückblick

 26. April 2025, Stuttgart und online
Resilienz und Militarisierung des Gesundheitswesens
Was bedeutet es für uns Beschäftigte im Gesundheitssektor, wenn unser Gesundheitswesen „kriegstüchtig“ gemacht werden und sich den Erfordernissen des Militärs unterwerfen soll? Wie verhalten wir uns dazu? Was können wir dagegen tun?
Mit: Dr. Bernhard Winter (vdää), Dr. Robin Maitra und Ute Rippel-Lau (beide IPPNW)
Veranstaltet von: Ärzt*innen in sozialer Verantwortung BW, vdää und IPPNW

27. August 2025, Düsseldorf
Kriege, Krisen, Vortrag "Katastrophen. Was antworten wir auf die Sorgen unserer Patient*innen?
Und sind wir als (Haus-)Ärzt*innen selbst vorbereitet?"
mit IPPNW-Vorstandsmitglied Susanne Grabenhorst

1. September 2025, Düsseldorf und im Livestream
Veranstaltung: Krankenhaus im Kriegsfall
Wie das Gesundheitssystem schon heute militarisiert wird
Referentin: Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende
Livestream

23. Oktober 2025, Emden
Ärzte für den Krieg?
Vortrag von Ute Rippel-Lau bei den Emder Friedenstagen
Weitere Infos

29. Oktober 2025, Göttingen
Kriegstüchtiges Gesundheitswesen - Was bedeutet das für uns?
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Ute Rippel-Lau
Veranstalter: IPPNW Regionalgruppe Göttingen

17. November 2025, Bielefeld
Veranstaltung im Rahmen der Friedensdekade der Evangelischen Kirche   
Kriegsfall Krankenhaus: Wie das Gesundheitssystem schon heute militarisiert wird.
Vortrag und Diskussion mit der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen
Weitere Infos

20. November 2025, Essen
Podiumsdiskussion zur Militarisierung des Gesundheitswesens 
mit Susanne Grabenhorst und Jan Van Hagen

26. November 2025, Berlin
„Militärische Konflikte und ihre psychischen Folgen“ 
Vortrag im Rahmen des DGPPN-Kongress 
Dr. Angelika Claußen (Psychiaterin/Psychotherapeutin und Co-Vorsitzende der deutschen IPPNW) spricht mit Nadia Bieler (Psychiaterin, IPPNW) über die psychischen Folgen von militärischen Konflikten und Krieg. 

27.-29. November 2025, Berlin
DGPPN-Kongress in Berlin
IPPNW-Infostand und Unterschriftensammeln unter die Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen.

29. November 2025, Braunschweig
Braunschweiger Gramsci-Tage
Workshop Dieter Daunert, IPPNW: Kriegstüchtigkeit der Bevölkerung mit dem Operationsplan Deutschland
Weitere Infos

8. Dezember 2025, Essen
Was bedeutet ein „kriegstüchtiges“ Gesundheitssystem für uns alle?
Diskussionsabend im Rahmen des "Politischen Salons"
Mit: Ute Rippel-Lau, Fachärztin Allgemeinmedizin, Hamburg, IPPNW - Dr. Angelika Claußen, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, Bielefeld, Vorstand IPPNW - PD Dr. Andreas Follmann, Anästhesist, Aachen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin - N.N., Berufsfeuerwehr Essen
Moderation: Klinikpfarrer Uwe Matysek, Evangelische Huyssens-Stiftung Essen

11. Dezember 2025, Köln
Podiumsdiskussion: Kriegstüchtigkeit und wie der Kampf für Frieden aussehen muss
Referent*innen: Jan Dieren, MdB SPD, Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende, Ulrike Eifler, Gewerkschaftlerin, Yusuf As, Vorsitz ver.di Migrationsausschuss

24. Januar 2026, IPPNW Regio Contact Nord in Güstrow
Zeitenwende und Kriegstüchtigkeit – zur Militarisierung des Gesundheitswesens
Referenten: Gerit Poost, Mitglied im vdää*, Arzt in Weiterbildung Innere Medizin, tätig in einer Rettungsstelle und Michael Janßen, Vorstandsmitglied vdää*, Arzt für Allgemeinmedizin
Weitere Informationen

24. Januar 2026, IPPNW Regio Contact Süd in Stutgart
Input von Robin Maitra (Mitglied im Vorstand der IPPNW) zum Thema "Militarisierung des Gesundheitswesens"

1. Februar 2026 in Essen
Gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens
Diskussion mit Dr. Angelika Claußen
Wie können wir wieder friedenstüchtig werden und Kriege und die Militarisierung verhindern? Die Veranstaltung wird auch online übertragen. Veranstaltet von: Die Linke – LAG Gesundheit und Soziales NRW

13. Februar 2026, Nürnberg
Geht dein Krankenhaus auf Kriegskurs?
Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen vom Verein Demokratischer Ärzt*innen und IPPNW. Die Militarisierung der Gesellschaft bedroht die öffentliche Daseinsfürsorge. Wie sind die Beschäftigte in Kliniken betroffen? Wie können sie sich wehren? Darüber und über Möglichkeiten des Widerstands diskutierten: Dr. Nadja Rakowitz – Verein Demokratischer Ärzt*innen (vdää*), Anja Schmailzl – Pflegekraft am Klinikum Nürnberg und Dr. Horst Seithe – IPPNW Nürnberg-Fürth-Erlangen
Weitere Informationen

24. Februar 2026, 19:30 Uhr, Paderborn
Gesundheitswesen im Fokus: Heilen oder aufrüsten? Wie können wir friedenstüchtig werden? 
Vortrag und Diskussion mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)
Weitere Infos (PDF)

4. März 2026, Online-Veranstaltung
Resilienz und Militarisierung des Gesundheitswesen
mit Dr. Robin Maitra, Vorstandsmitglied IPPNW

Was bedeutet es für uns Beschäftigte im Gesundheitssektor, wenn unser Gesundheitswesen „kriegstüchtig“ gemacht werden und sich den Erfordernissen des Militärs unterwerfen soll? 
Wie verhalten wir uns dazu? Was können wir dagegen tun? Wie können wir die IPPNW-Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen weiter verbreiten?
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

25. März 2026, Kiel
Diskussion: Kriegstüchtiges Gesundheitswesen
Was bedeutet das für Beschäftigte im Gesundheitswesen und für die Zivilgesellschaft?

- „Erfahrungen mit der Behandlung schwerverletzter ukrainischer Soldatinnen und Soldaten“, Dr. med. Mathias Holz, MHBA, Leitender Oberarzt der Abteilung Unfallchirurgie, Orthopädie und plastische Chirurgie am UKSH Campus Kiel 

- „Aktuelle politische Debatten und geplante Maßnahmen zur geplanten „Kriegstüchtigkeit“ des Gesundheitswesens: Wo stehen wir heute, wohin soll es aus Sicht der politischen Akteure gehen?“, Ute Rippel-Lau, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg, ehemaliges Mitglied im Vorstand der deutschen IPPNW

Flyer (PDF) | Veranstaltet von der IPPNW-Regionalgruppe Kiel

1. April 2026, Online-Veranstaltung
Katastrophenmedizin oder Kriegsmedizin? Was bedeutet reverse Triage im Kriegsfall?
Mit: Ute Rippel-Lau, IPPNW-Ärztin

Welchen Unterschied macht das für uns Beschäftigte im Gesundheitswesen? Wie verändert die militärische Logik die humanitäre Ethik und unser medizinisches Selbstverständnis?
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

22. April 2026, in Jena und online
Gesundheit lässt sich nicht aufrüsten: Welche Folgen hat die Militarisierung des Gesundheitswesens?
Vortrag mit Nadja Rakowitz (vdäa) über die Auswirkungen auf Beschäftigte, Patient*innen und Gesellschaft.

6. Mai 2026, online
Nationale Sicherheitsstrategie und Operationsplan Deutschland. Was steht da drin?
Mit: Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende
Was ist über die militärischen Pläne und die geplante zivil-militärische Zusammenarbeit bekannt?

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