Suche
Spenden
Menü
IPPNW-Pressemitteilung vom 13.4.2015

Militärische Maßnahmen beenden - Abkehr von der Sanktionspolitik

Außenminister-Treffen in Berlin zur Ukraine-Krise

13.04.2015 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert anlässlich des heutigen Außenminister-Treffens an alle Seiten, alle militärischen Maßnahmen sofort zu beenden. Dazu gehören Waffenlieferungen, militärische Beratung, sowie Eskalationen durch Militärmanöver und Aufrüstung. Durch Rückschläge bei der Umsetzung der Waffenstillstände dürfen weitere Verhandlungen nicht unterlaufen werden. Die IPPNW fordert in einer Erklärung zudem eine Abkehr von der Sanktionspolitik, die zu einer Verhärtung auf politischer Ebene und zu einer Belastung der Bevölkerung in Russland und in der EU führe.

"Die ukrainische Gesellschaft muss die Freiheit haben, partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen mit allen von ihr gewünschten Staaten anzustreben. Diese sollten dem Wohlstand der gesamten Bevölkerung dienen, nicht nur einzelnen Gruppen, Schichten oder Regionen", heißt es in der Erklärung. Eine politische und militärische Neutralität der Ukraine ist nach Ansicht der ärztlichen Friedensorganisation die geeignetste Lösung angesichts der aktuellen Konfrontation.

Die IPPNW setzt sich für eine verstärkte humanitäre Hilfe durch das Internationale Rote Kreuz und das UNHCR ein und fordert alle Konfliktparteien auf, diese Hilfe zu ermöglichen, um die katastrophale Lage vor allem in der Ostukraine zu lindern. Für jene Menschen, die sich durch politisches Engagement, Behinderung der Rekrutierung und Desertion dem Krieg widersetzen oder entziehen, fordert die Ärzteorganisation die unbürokratische Aufnahme und Anerkennung als politisch Verfolgte. Notwendig sei zudem eine umfassende Berichterstattung, die Fakten nicht einseitig auswähle. Dies gelte sowohl für die deutschen als auch für die internationalen Medien auf allen Seiten. Verschiedene Positionen und Perspektiven müssten zu Gehör kommen, ernst genommen und nicht diskreditiert werden.

"Wir fordern alle dazu auf, sich an regionalen und internationalen Kampagnen wie der Social-Media-Kampagne „We refuse to be enemies“ zu beteiligen, und rufen alle friedensbewegten Menschen auf, an den Demonstrationen zum Tag der Befreiung vom 8.-10. Mai sowie zum 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki teilzunehmen", heißt es in dem Text.

Sie können die IPPNW-Vorstandserklärung zum Ukrainekrieg herunterladen unter: www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Ukraine_IPPNWaktuell2015.pdf

Weitere Informationen zu der Social-Media-Kampagne "We refuse to be enemies" unter facebook.com/werefusetobeenemies


Aufruf zum Tag der Befreiung "Nein zu Krieg und Faschismus – Für eine Politik der Verständigung und friedlichen Konfliktlösung": www.frikoberlin.de/befreiung/2015/aufruf.pdf
 
Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

zurück

Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Hintergrundinformationen

IPPNW-Policy-Paper
Spannungsabbau und Risikoreduktion. Für konventionelle und nukleare Abrüstung.
Herunterladen | Bestellen


Ärzt*innen warnen vor dem Atomkrieg
Papier über die humanitären Folgen eines Atomkrieges sowie eines kon­ventionellen Krieges in der Ukraine. PDF Download | Im Shop bestellen


Erklärungen der IPPNW
Hamburger Erklärung: Im Sturm den Friedenskurs halten (2022) | Download
Resolution: Am IPPNW-Friedenskurs festhalten (2023) | Download

Mittelstreckenraketen
IPPNW-Information zur geplanten Stationierung in Deutschland

"Schmutzige Bombe"

IPPNW-Information zu radiologischen Dispersionwaffen

Hyperschallkriege
Recherche von Ralph Urban zum neuen Wettrüsten mit Hyperschallwaffen (Forum 169/2022)

Risiko eines Atomkriegs aus Versehen
Mehr unter: atomkrieg-aus-versehen.de

Vertragsentwürfe zu Sicherheitsgarantien
Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

Mitmachen!

Überblick über bundesweite Veranstaltungen beim Netzwerk Friedenskooperative. 
Bestellen Sie Aktionsmaterialien: shop.ippnw.de

Reden von IPPNW-Mitgliedern*:

23.02.2024 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
10.04.2023 Ute Rippel-Lau, Hamburg
10.04.2023 Dr. Inga Blum, Hamburg
10.04.2023 Matthias Jochheim, Frankfurt
09.04.2023 Werner Strahl, Essen
08.04.2023 Ralf Urban, Wedel
08.04.2023 Odette Klepper, Düren
08.04.2023 Siegfried Lauinger, Kiel
08.04.2023 Angelika Claußen, Bielefeld
08.04.2023 Dr. Helmut Lohrer, Freudenstadt
01.10.2022 Ralph Urban, Hamburg
01.10.2022 Christoph Krämer, Berlin
01.10.2022 Matthias Jochheim, Frankfurt
01.10.2022 Dr. Helmut Lohrer, Stuttgart
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

* Die Redebeiträge sind persönliche Texte der Redner*innen und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der IPPNW bzw. des Vorstandes der IPPNW wider.

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

Navigation