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IPPNW-Pressemitteilung vom 04. März 2022

Krieg in der Ukraine: Es droht eine nukleare Katastrophe

Friedensnobelpreisträger-Organisation sieht Entwicklungen mit großer Sorge

Mit dem Beschuss von Gebäuden, die zum größten Atomkraftwerk Europas gehören, dem ukrainischen AKW Saporischschja, rückt mit den Horrorszenarien des Krieges eine nukleare Katastrophe in greifbare Nähe. Die Friedennobelpreisträger-Organisation IPPNW (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges) hatte in der Vergangenheit eindringlich vor dieser Gefahr gewarnt. Sie forderte die russische Regierung auf, jedweden Beschuss nuklearer Anlagen zu unterlassen und die Sicherheitsstrukturen der ohnehin gefährlichen Nukleareinrichtungen nicht zu gefährden.

„Die aktuelle Situation führt drastisch vor Augen, wie sehr der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine neben den verheerenden Folgen des Krieges auch ohne den Einsatz von Atomwaffen zu einer nuklearen Katastrophe führen kann“, führt IPPNW-Vorstandsmitglied und Hausarzt Dr. med. Robin Maitra aus. „Die Bombardierung von Atomkraftwerken selbst oder der zum Betrieb erforderlichen Infrastruktur kann beispielsweise durch die Unterbrechung der zwingend erforderlichen Kühlkreisläufe oder Stromzufuhr zur Katastrophe führen.“

Der Beschuss der Anlagen des Kernkraftwerkes wurde laut Nachrichtenmeldungen zwischenzeitlich gelöscht, nachdem die ukrainische Feuerwehr zunächst durch russische Soldaten am Betreten des Geländes gehindert worden war. Eine Gefährdung des Betriebes und der Sicherheit des Atomkraftwerkes wird für die aktuelle Situation von den Betreibern ausgeschlossen. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde ist es nicht zu einem erhöhten Austritt radioaktiver Strahlung gekommen.

Neben den Altmeilern in der Ukraine, stellt die angekündigte Bereitschaft der nuklearen Streitkräfte Russlands eine weitere nukleare Gefahr dar, die nicht unterschätzt werden darf, so die IPPNW. Maitra warnt: „Auch die NATO muss jetzt besonnen auf das russische Vorgehen reagieren, ohne weiter eskalierend zu wirken, und auf Gegenmaßnahmen im nuklearen Bereich verzichten. Sowohl Russland als auch die NATO sollten jetzt öffentlich einen Ersteinsatz von Atomwaffen ausschließen, um eine nukleare Katastrophe zu verhindern.“

 

Weitere Informationen:
Briefing "Krieg in Osteuropa: Am Rande einer humanitären Katastrophe!"

 

Kontakt:
Lara-Marie Krauße (Pressereferentinder IPPNW), Tel.: 030 698074-15, E-Mail: krausse@ippnw.de

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

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Reden von IPPNW-Mitgliedern*:

23.02.2024 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
10.04.2023 Ute Rippel-Lau, Hamburg
10.04.2023 Dr. Inga Blum, Hamburg
10.04.2023 Matthias Jochheim, Frankfurt
09.04.2023 Werner Strahl, Essen
08.04.2023 Ralf Urban, Wedel
08.04.2023 Odette Klepper, Düren
08.04.2023 Siegfried Lauinger, Kiel
08.04.2023 Angelika Claußen, Bielefeld
08.04.2023 Dr. Helmut Lohrer, Freudenstadt
01.10.2022 Ralph Urban, Hamburg
01.10.2022 Christoph Krämer, Berlin
01.10.2022 Matthias Jochheim, Frankfurt
01.10.2022 Dr. Helmut Lohrer, Stuttgart
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

* Die Redebeiträge sind persönliche Texte der Redner*innen und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der IPPNW bzw. des Vorstandes der IPPNW wider.

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

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