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IPPNW-Pressemitteilung vom 19. Februar 2025

Krieg in der Ukraine durch Diplomatie statt durch Waffen beenden

3. Jahrestag des Ukrainekrieges

Die Friedensnobelpreis­­­trägerorganisation IPPNW begrüßt die Aufnahme von intensiven diplomatischen Gesprächen zur Beendigung des Ukrainekrieges in Saudi-Arabien als ersten Schritt. Dieser Krieg kann nur auf dem Verhandlungsweg beendet werden. Die Bundesregierung solle sich konstruktiv für einen zeitnahen Waffenstillstand und eine internationale Friedenskonferenz einsetzen, an der alle Parteien und Interessengruppen einschließlich der Zivilgesellschaft beteiligt werden. Die Verhandlungen sollten ohne Vorbedingungen von Russland oder der Ukraine erfolgen. Beide Seiten müssten zu Kompromissen bereit sein.

Die IPPNW ist überzeugt, dass Sicherheitsgarantien letztlich aus der „Friedenslogik“ entwickelt werden müssen: Auf dem Weg über vertrauensbildende Maßnahmen hin zu einer gemeinsamen Sicherheitspolitik, die auf Demilitarisierung, Rüstungskontrolle und Abrüstung beruht.

„Die Grenze zwischen der Ukraine und Russland mit militärischen Mitteln zu sichern, wird keinen nachhaltigen Frieden bringen. Bezeichnend ist, dass bei den Diskussionen über eine `Friedenstruppe´ ein UN-Mandat offenbar nicht einmal erwogen wird“, erklärt IPPNW- Vorstandsmitglied Ralph Urban.

Der Krieg in der Ukraine verursacht seit bald drei Jahren täglich Leid, Tod und Zerstörung. Der Russland-Ukraine-Krieg hat laut Zählungen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (bis 31. Dezember 2024) etwa 12.500 Todesopfer in der ukrainischen Zivilbevölkerung gefordert, darunter etwa 670 Kinder. Mindestens 28.000 Zivilist*innen wurden verletzt. Es gibt keine unabhängigen Angaben über die Zahl der getöteten Soldat*innen auf beiden Seiten. Die Angaben schwanken auf ukrainischer Seite zwischen 70.000 und 80.000 Toten. Russland spricht von 400.000 getöteten und verletzten ukrainischen Soldat*innen. Was die Zahl der getöteten russischen Soldaten angeht, bewegen sich die Angaben zwischen 70.000 und 180.000 Opfern. Die Zahl der Verwundeten wird mit etwa 500.000 Soldaten beziffert.

Eine Mehrheit von 52 Prozent der Ukrainer*innen wünscht sich laut einer Umfrage des Gallup-Institutes vom Ende letzten Jahres inzwischen Friedensgespräche mit Russland, nur 38 Prozent wollen weiterkämpfen. Damit hat sich die öffentliche Meinung in der Ukraine seit Beginn des Krieges gewendet.

Die Umfrage des Gallup-Institutes finden Sie unter: https://news.gallup.com/poll/653495/half-ukrainians-quick-negotiated-end-war.aspx


Kontakt:
Marek Voigt, Pressereferent, Tel. 030 / 698074-15/

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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Hamburger Erklärung: Im Sturm den Friedenskurs halten (2022) | Download
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Mittelstreckenraketen
IPPNW-Information zur geplanten Stationierung in Deutschland

"Schmutzige Bombe"

IPPNW-Information zu radiologischen Dispersionwaffen

Hyperschallkriege
Recherche von Ralph Urban zum neuen Wettrüsten mit Hyperschallwaffen (Forum 169/2022)

Risiko eines Atomkriegs aus Versehen
Mehr unter: atomkrieg-aus-versehen.de

Vertragsentwürfe zu Sicherheitsgarantien
Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

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Reden von IPPNW-Mitgliedern*:

23.02.2024 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
10.04.2023 Ute Rippel-Lau, Hamburg
10.04.2023 Dr. Inga Blum, Hamburg
10.04.2023 Matthias Jochheim, Frankfurt
09.04.2023 Werner Strahl, Essen
08.04.2023 Ralf Urban, Wedel
08.04.2023 Odette Klepper, Düren
08.04.2023 Siegfried Lauinger, Kiel
08.04.2023 Angelika Claußen, Bielefeld
08.04.2023 Dr. Helmut Lohrer, Freudenstadt
01.10.2022 Ralph Urban, Hamburg
01.10.2022 Christoph Krämer, Berlin
01.10.2022 Matthias Jochheim, Frankfurt
01.10.2022 Dr. Helmut Lohrer, Stuttgart
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

* Die Redebeiträge sind persönliche Texte der Redner*innen und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der IPPNW bzw. des Vorstandes der IPPNW wider.

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

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