IPPNW-Pressemitteilung vom 9. März 2022

Friedens- statt Kriegserziehung

Nein zum Einsatz von Offizier*innen an Schulen!

 „Diese Aufklärung durch Soldatinnen und Soldaten vornehmen zu lassen, halten wir jedoch für falsch. Angehörige der Bundeswehr sind an die Aussagen und Sichtweisen des Verteidigungsministeriums gebunden und zudem nur militärisch geschult: Zivile und gewaltfreie Mittel der Konfliktlösung sowie die Facetten der Diplomatie können sie jungen Menschen nicht beibringen“, so IPPNW-Vorstandsmitglied Daniel Becker.

"In den jüngsten Filmen ihrer Rekrutierungskampagne stellt die Bundeswehr Faszination für Militärtechnik und Kameradschaftlichkeit in den Vordergrund, Krieg wird als Abenteuer dargestellt. Diese Form der Darstellung ist für uns nicht adäquat. Meine Kinder sollen Krieg nicht als etwas Abenteuerliches, sondern als etwas Empörendes ansehen. Dazu ist es notwendig, dass sie ihn aus der Sicht derer betrachten, auf die das Gewehr zielt und nicht aus der Sicht dessen, der das Gewehr hält", erklärt Daniel Becker.

Nötig sei daher die Einbindung von Fachleuten, die ein sehr viel differenzierteres Bild von Krieg und Kriegsfolgen zeichnen und außerdem vielfältigere Lösungsmöglichkeiten aufzeigen würden: Dazu seien unter anderem Historiker*innen, Friedens- und Konfliktforscher*innen sowie Soziolog*innen zu zählen, ebenso Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen, die sich mit den medizinischen und humanitären Folgen von Krieg und Flucht befasst haben. Auch all diejenigen Menschen in Deutschland, die an ihrem eigenen Leib Krieg und Flucht erlebt haben, könnten Schüler*innen eine umfassende Perspektive des Krieges vermitteln.

Die IPPNW ist Mitglied der Kampagne "Unter 18 nie!", die fordert, das Rekrutierungsalter für den Militärdienst auf 18 Jahre anzuheben sowie sich für ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen ausspricht. unter18nie.de


Kontakt: Angelika Wilmen, IPPNW-Friedensreferent, Tel. 030 698074-13, wilmen@ippnw.de

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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Hintergrundinformationen

Ärzt*innen warnen vor dem Atomkrieg
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Waffenstillstand und Frieden für die Ukraine
IPPNW-Papier: Überblick über bestehende Vorschläge und mögliche Schritte, den Krieg in der Ukraine durch Diplomatie statt durch Waffen zu beenden, 5. überarbeitet Auflage, Sept. 2023

Erklärungen der IPPNW
Hamburger Erklärung: Im Sturm den Friedenskurs halten (2022) | Download
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Recherche von Ralph Urban zum neuen Wettrüsten mit Hyperschallwaffen (Forum 169/2022)

Risiko eines Atomkriegs aus Versehen
Mehr unter: atomkrieg-aus-versehen.de

Vertragsentwürfe zu Sicherheitsgarantien
Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

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Reden von IPPNW-Mitgliedern*:

10.04.2023 Ute Rippel-Lau, Hamburg
10.04.2023 Dr. Inga Blum, Hamburg
10.04.2023 Matthias Jochheim, Frankfurt
09.04.2023 Werner Strahl, Essen
08.04.2023 Ralf Urban, Wedel
08.04.2023 Odette Klepper, Düren
08.04.2023 Siegfried Lauinger, Kiel
08.04.2023 Angelika Claußen, Bielefeld
08.04.2023 Dr. Helmut Lohrer, Freudenstadt
01.10.2022 Ralph Urban, Hamburg
01.10.2022 Christoph Krämer, Berlin
01.10.2022 Matthias Jochheim, Frankfurt
01.10.2022 Dr. Helmut Lohrer, Stuttgart
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

* Die Redebeiträge sind persönliche Texte der Redner*innen und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der IPPNW bzw. des Vorstandes der IPPNW wider.

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

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