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IPPNW-Pressemitteilung vom 29.05.2025

Aufrüstung ist die falsche Antwort

Weitreichende Waffen für die Ukraine

29.05.2025 Die deutsche IPPNW verurteilt die Absicht der Bundesregierung, gemeinsam mit der Ukraine weitreichende Waffensysteme herzustellen, um Russland auf eigenem Territorium militärisch anzugreifen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat zudem eine Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine nicht ausgeschlossen.

„In dieser dramatischen politischen Situation ist Aufrüstung nicht die Antwort. Russland ist militärisch nicht besiegbar. Jede Eskalation von westlicher Seite birgt sowohl die Gefahr einer Ausweitung des Krieges als auch der weitgehenden Zerstörung der Ukraine durch die russischen Angreifer,“ erklärt der IPPNW-Vorsitzende Dr. Lars Pohlmeier.

Sicherheit lässt sich in unserer von Atomwaffen und zunehmend auch von „künstlicher Intelligenz“ bedrohten Welt nur gemeinsam herstellen. Auch wenn das derzeit schwierig zu erreichen scheint. Die Rolle Deutschlands muss sein, alles dafür zu tun, dass politische Akteure Einfluss nehmen auf die russische Regierung, um konstruktiven Verhandlungen zuzustimmen. Zugleich muss innerhalb der NATO ein Bekenntnis zur Einhaltung internationaler Verträge und der Einhaltung internationalen Rechts erreicht werden.

Moderatoren könnten aus dem Kreis der der Brics-Staaten wie China kommen oder aus dem Vatikan, der sich jüngst als Vermittler angeboten hat. Ohne Alternative bleibt die Rückkehr zu einer zentralen Rolle internationaler Institutionen wie den Vereinten Nationen. Die Marginalisierung der UN, für die auch der Westen verantwortlich ist, muss überwunden werden.

„Es ist Selbstbetrug zu glauben, Putin sei allein militärisch unter Druck zu setzen. Es muss eine diplomatische Offensive geben, die unterstützt wird, auch wenn die EU-Staaten selbst nicht federführend bei den Verhandlungen sein sollten. Einseitig auf Aufrüstung zu setzen, hat womöglich als Ergebnis die Zerstörung der Ukraine zur Folge. So erreichen wir keinen gerechten Frieden“, so Pohlmeier abschließend.

Kontakt:
Angelika Wilmen, IPPNW-Friedensreferentin, Tel. 030 698074-13

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

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Reden von IPPNW-Mitgliedern*:

23.02.2024 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
10.04.2023 Ute Rippel-Lau, Hamburg
10.04.2023 Dr. Inga Blum, Hamburg
10.04.2023 Matthias Jochheim, Frankfurt
09.04.2023 Werner Strahl, Essen
08.04.2023 Ralf Urban, Wedel
08.04.2023 Odette Klepper, Düren
08.04.2023 Siegfried Lauinger, Kiel
08.04.2023 Angelika Claußen, Bielefeld
08.04.2023 Dr. Helmut Lohrer, Freudenstadt
01.10.2022 Ralph Urban, Hamburg
01.10.2022 Christoph Krämer, Berlin
01.10.2022 Matthias Jochheim, Frankfurt
01.10.2022 Dr. Helmut Lohrer, Stuttgart
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

* Die Redebeiträge sind persönliche Texte der Redner*innen und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der IPPNW bzw. des Vorstandes der IPPNW wider.

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

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