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IPPNW-Pressemitteilung vom 1. Oktober 2024

Atomare Eskalation verhindern! Für eine diplomatische Initiative im Ukrainekrieg

Bundesweite Demonstration am 3. Oktober 2024 in Berlin

Am 3. Oktober 2024 ruft die Initiative „Nie wieder Krieg - die Waffen nieder" zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf. Die IPPNW Deutschland mobilisiert dazu mit einem eigenen Aufruf und fordert u.a. einen Verzicht auf die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland sowie eine Initiative für einen Nachfolgevertrag zum INF-Vertrag, um den Rüstungswettlauf bei weitreichenden Waffensystemen zu stoppen. Der Beschluss zur Stationierung von Mittelstreckenwaffen sei brandgefährlich. Deutsche Standorte würden zu möglichen strategischen Angriffszielen. Zudem vermisst die IPPNW bei dieser weitreichenden Entscheidung eine Beteiligung des Parlaments.

Mit den ab 2026 geplanten Marschflugkörpern, Raketen und Hyperschallwaffen sollen nach Kündigung des INF-Vertrages vor 5 Jahren erstmals seit 1991 wieder Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden stationiert werden, die Ziele weit in Russland treffen könnten. Die Stationierung dieser fortentwickelten konventionellen Waffen untergräbt die atomare Sicherheitsarchitektur noch weiter. Russland droht mit Atomwaffen und die Ukraine greift russische Frühwarnsysteme an. Auf solche Angriffe behält sich Moskau nukleare Reaktionen vor. Damit wächst die Gefahr eines Atomkrieges. Bereits die Ankündigung der Stationierung und die zunehmende Militärrhetorik verschärft einen neuen Rüstungswettlauf, der in einer Katastrophe enden könnte.

„Seit zweieinhalb Jahren wütet der Krieg in der Ukraine schon, schafft Zerstörung, Tod – und Tausende traumatisierte Menschen. In der deutschen Öffentlichkeit wird viel über militärische Strategien, Sieg oder Niederlage und Waffenlieferungen diskutiert. Dabei bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Wir dürfen nicht vergessen: Auch mit Waffen, die westliche Staaten wie die Bundesregierung liefern, werden Menschen getötet, verstümmelt und schwerst traumatisiert, mit lange anhaltenden Folgen", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.

Seit Beginn des Ukrainekrieges setzt sich die IPPNW für einen Waffenstillstand und anschließende Friedensgespräche ein. Verhandlungen werden nicht leicht sein und allen Beteiligten Zugeständnisse abverlangen. Die IPPNW fordert von der Bundesregierung eine diplomatische Initiative für Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen und unterstützt den Vorschlag von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, eine internationale Kontaktgruppe ins Leben zu rufen, um eine Friedensinitiative im Ukraine-Krieg anzustoßen.


Weitere Informationen:
Die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen ist Rednerin bei der Auftaktkundgebung der Demonstration um 12 Uhr in der
Flottwellstraße 45, 10785 Berlin am Gleisdreieck. Sie steht Ihnen für ein Interview gerne zur Verfügung.


IPPNW-Aufruf zur Demonstration am 3. Oktober

IPPNW-Information zu Mittelstreckenraketen


Kontakt:
Angelika Wilmen, Friedensreferentin, Email: wilmen[at]ippnw.de, Tel. 030 698074-13

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Hintergrundinformationen

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Erklärungen der IPPNW
Hamburger Erklärung: Im Sturm den Friedenskurs halten (2022) | Download
Resolution: Am IPPNW-Friedenskurs festhalten (2023) | Download

Mittelstreckenraketen
IPPNW-Information zur geplanten Stationierung in Deutschland

"Schmutzige Bombe"

IPPNW-Information zu radiologischen Dispersionwaffen

Hyperschallkriege
Recherche von Ralph Urban zum neuen Wettrüsten mit Hyperschallwaffen (Forum 169/2022)

Risiko eines Atomkriegs aus Versehen
Mehr unter: atomkrieg-aus-versehen.de

Vertragsentwürfe zu Sicherheitsgarantien
Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

Mitmachen!

Überblick über bundesweite Veranstaltungen beim Netzwerk Friedenskooperative. 
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Reden von IPPNW-Mitgliedern*:

23.02.2024 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
10.04.2023 Ute Rippel-Lau, Hamburg
10.04.2023 Dr. Inga Blum, Hamburg
10.04.2023 Matthias Jochheim, Frankfurt
09.04.2023 Werner Strahl, Essen
08.04.2023 Ralf Urban, Wedel
08.04.2023 Odette Klepper, Düren
08.04.2023 Siegfried Lauinger, Kiel
08.04.2023 Angelika Claußen, Bielefeld
08.04.2023 Dr. Helmut Lohrer, Freudenstadt
01.10.2022 Ralph Urban, Hamburg
01.10.2022 Christoph Krämer, Berlin
01.10.2022 Matthias Jochheim, Frankfurt
01.10.2022 Dr. Helmut Lohrer, Stuttgart
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

* Die Redebeiträge sind persönliche Texte der Redner*innen und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der IPPNW bzw. des Vorstandes der IPPNW wider.

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

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