9.-20. März 2014 in Dortmund

„Lebenslang“ zeigt die Folgen von Tschernobyl in berührenden Bildern

Mit der Ausstellung „lebenslang“ eröffnete das IBB Dortmund in Kooperation mit der IPPNW- Regionalgruppe Dortmund die Reihe der Veranstaltungen im Rahmen der vierten Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. Auf großformatigen Fotos dokumentiert Rüdiger Lubricht Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der bisher schwersten technischen Katastrophe der Menschheit im Jahr 1986 zur Welt kamen und lebenslang mit schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen kämpfen müssen. „Diese Fotos zeigen uns deutlich, dass die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl leider weiterhin noch nicht bewältigt sind“, sagte Bürgermeisterin Birgit Jörder in ihrer Ansprache.

 Rüdiger Lubricht hat die Fotos 2012 aufgenommen bei zwei Besuchen in Belarus: Viele Familien sind an den schweren gesundheitlichen Belastungen zerbrochen. Väter, manchmal auch die Mütter, haben ihre schwerstbehinderten Schützlinge verlassen. Jedes Foto hat eine tragische Geschichte. Erzählt wird sie im Ausstellungskatalog.

 Der Dokumentarfotograf Rüdiger Lubricht, geb. 1947 in Bremen, reiste 2003 zum ersten Mal in die Region Tschernobyl, rund 20 weitere Reisen folgten. „Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los“, sagt er. Doch diese Arbeit, vorbereitet mit der Unterstützung durch ein Netzwerk, war in vielen Momenten mehr als schwierig. Begegnungen mit dem hochtalentierten fußmalenden Jungen, der den Fotografen fragt, ob er wirklich nicht auf Facebook sei, ob er denn gar keine Freunde habe, gehören zu den netten Anekdoten. Andre Begegnungen mit erwachsenen Behinderten, die unter schwierigsten Bedingungen auf engstem Raum leben, „machten es manchmal schwer, den Auslöser zu bedienen“, gestand der Fotograf bei einem Rundgang.

 „Wenn man diese Bilder sieht, spornt uns das noch mehr an in unserer Argumentation gegen Atomkraftwerke, die nach einem Crash wie in Tschernobyl oder Fukushima Leben zerstören und vernichten“, sagte Dr. Inge Zeller von der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW, Regionalgruppe Dortmund. Das Fazit könne nur lauten: „Raus aus der Atomenergie und hin zu alternativen Energien.“

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Ansprechpartner: Dr. Johannes Koepchen, jkoepchen (at) posteo.de

Weitere Infos: Flyer als PDF

 

Ständige Kooperationspartnerin der Regionalgruppe: Deutsch-Japanische Gesellschaft

 

 

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