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Würzburger Erklärung (1989)

Dokumente und Erklärungen

50 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen gedenkt die IPPNW in dieser Erklärung den Opfern des National-Sozialismus und setzen sich für die Würde des Menschen achtende Medizin ein. Verabschiedet vom 1. Mitteleuropäisches Studierendentreffen der IPPNW, die Erklärung der Studierende aus der DDR, Polen, CSSR, Ungarn, Schweiz, Schweden und der BRD fand ein großes Echo in den Medien.

"50 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit dem Beginn des 2. Weltkriegs gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Vor 50 Jahren hat die Medizin durch Stillhalten und Mittäterschaft am Massenmord mitgewirkt.

Schon lange Zeit vor der Machtübernahme der Faschisten war sozialdarwinistisches, rassistisches und eugenisches Gedankengut in der deutschen Ärzteschaft und der medizinischen Wissenschaft weit verbreitet.

Dadurch wurde die Medizin ein wesentlicher Bestandteil des nationalsozialistischen Terrors.

Der Möglichkeit menschenverachtender Entwicklungen in der Medizin wollen wir durch unsere Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit für die Zukunft entgegentreten.

Darum halten wir eine umfassende Aufklärung über diese Zeit im Studium für notwendig.

Wir sehen in der heutigen Politik militärischer Bedrohung menschenverachtendes Gedankengut fortgesetzt.

Darum setzen wir uns für eine Politik des gegenseitigen Verstehens und für eine die Würde des Menschen achtende Medizin ein."

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