Kommentare und Gastbeiträge zum Thema Atomwaffen

IPPNW-Pressestatement vom 15. Dezember 2021

Stockholm Initiative klammert Atomwaffenverbot aus

Statement von IPPNW-Abrüstungsexpertin Xanthe Hall

15.12.2021 Anlässlich des gestrigen Ministerialtreffens zur „Stockholm Initiative“ unter dem Ko-Vorsitz der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock, kommentiert Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges: Die Minister*innen der so genannten „Stockholm Initiative“ betonen, dass sie sich für eine ergebnisorientierte Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NPT RevCon) im Januar einsetzen. Doch ohne überhaupt sachlich anzuerkennen, dass der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) existiert, wird es kein sinnbringendes Ergebnis der NPT RevCon geben.

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Frankfurter Rundschau, 07. September 2020

Atomwaffen verbieten

Gastbeitrag von Xanthe Hall

07.09.2020 Der neue Vertrag zur Reduzierung von strategischen Atomwaffen oder „New Start“ läuft im Februar 2021 aus. Es sei denn die USA und Russland können sich vorher darauf einigen, ihn fünf Jahre zu verlängern. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges 1986 verfügten die Atommächte über 64.000 atomare Sprengköpfe. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute existieren heute noch 13.400 nukleare Sprengköpfe, davon befinden sich mehr als 90 Prozent im Besitz der USA und Russlands. Der deutliche Rückgang ist auf den Start-Prozess zurückzuführen.

Neues Deutschland, 06. August 2020

Eine fatale Verdrängung

75 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki

06.08.2020 Zum 75. Jahrestag der US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf die japanischen Großstädte Hiroshima und Nagasaki fordert Alex Rosen, Vorsitzender der deutschen Sektion der IPPNW die Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen. "Die Sicherheitsarchitektur, die während des Kalten Krieges mühsam aufgebaut wurde, wird seit Jahren demontiert und die Atomwaffenarsenale auf beiden Seiten werden modernisiert", kritisiert der Kinderarzt. Der Mediziner beklagt zudem: "Deutschland nimmt über die Nato teil an der atomaren Abschreckung. Während russische Atomwaffen auf Westeuropa und die USA gezielt sind, trainieren deutsche Luftwaffenpiloten den Abwurf der in Büchel stationierten US-amerikanischen Atombomben über russischen Zielen."

Der Tagesspiegel, 18. Mai 2020

Der Kauf von Kampfjets für Atomwaffen ist unmoralisch und atemberaubende Verschwendung

Gastbeitrag von Beatrice Fihn, ICAN

18.05.2020 Atomwaffen werden bald völkerrechtlich verboten, aber Deutschland will aufrüsten. Dabei ist die nukleare Teilhabe Augenwischerei.Die Stationierung amerikanischer Atomwaffen auf deutschem Boden und das Vorhalten passender Flugzeuge der deutschen Luftwaffe, die sie abwerfen würden, ist unmoralisch. Und es wäre eine atemberaubende Verschwendung von Ressourcen.

n-tv, 9. Mai 2020

"Nukleare Teilhabe" ist völkerrechtswidrig

Ein Kommentar von Xanthe Hall

09.05.2020 Derzeit diskutieren Politiker kontrovers über US-Atomwaffen in Deutschland. Soll die Bundesregierung ein neues Trägersystem für ihren Abwurf erwerben? Zu Recht monieren die Kritiker, dass eine solche milliardenschwere Anschaffung die Staatskasse in Zeiten der Pandemie zu sehr belastet. Andere meinen, dass vor einer solchen Anschaffung eine Grundsatzdebatte notwendig sei, ob Deutschland US-Atomwaffen oder die nukleare Abschreckung überhaupt braucht.

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