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IPPNW-Pressemitteilung vom 31. Juli 2025

80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki: Deutschland investiert Milliarden in Atomwaffen

Mediziner*innen fordern Ende der nuklearen Teilhabe

Während sich der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA kommende Woche zum 80. Mal jährt, investiert die Bundesregierung fast zwei Milliarden Euro in die Modernisierung des Luftwaffenstützpunkts Büchel in Rheinland-Pfalz. Dort lagern US-Atomwaffen, Bundeswehrsoldaten üben regelmäßig, diese Bomben im Ernstfall mit Bundeswehrflugzeugen auf Ziele abzuwerfen. Die geplanten Kosten für den Umbau Büchels haben sich zuletzt massiv erhöht – ein alarmierendes Signal für eine Politik, die auf ein System setzt, das den Einsatz von Atomwaffen mit einkalkuliert und sogar übt.

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert diese Entwicklung scharf und erinnert an die verheerenden Folgen eines Atomwaffeneinsatzes – damals wie heute. Hunderttausende Menschen starben bis Ende des Jahres 1945 in Folge der Angriffe auf die beiden japanischen Städte. Die medizinische Versorgung brach vollständig zusammen, auch ein Großteil des medizinischen Personals war tot oder verletzt.

„Auch heute wäre kein Gesundheitssystem der Welt in der Lage, mit den Folgen eines Atomschlags umzugehen. Wir Mediziner*innen würden euch auch heute nicht helfen können“, warnt Dr. Lars Pohlmeier, Co-Vorsitzender der IPPNW. „Ein Atomwaffeneinsatz wäre eine moralische und humanitäre Katastrophe und als solche völkerrechtswidrig. Statt Milliarden in ein zerstörerisches Abschreckungssystem zu stecken, braucht es nachhaltige Sicherheitspolitik – durch Diplomatie, Abrüstung und den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag“, so Pohlmeier.

Aktivitäten der IPPNW zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Bericht über die steigenden Kosten der Modernisierung des Luftwaffenstützpunkts Büchel

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Ausstellung

Ausstellung "Hiroshima, Nagasaki"

Wenn Sie die Ausstellung zeigen möchten, gibt es die Möglichkeit, Vorlagen herunterzuladen und selber vor Ort drucken zu lassen. Bitte wenden Sie sich an kontakt@ippnw.de

Ausstellung online anschauen

Weitere Materialien

To Survive is to Resist: Überleben bedeutet Widerstand leisten. 4-seitiges Faltblatt  zu den Folgen von Atomwaffeneinsätzen und -tests.
Download | Bestellen

IPPNW-Thema: Nuclear Justice Now! 12 Seiten mit aktuellen Themen zu Atomwaffen und nuklearer Gerechtigkeit.
Lesen | Bestellen

IPPNW-Report: Nukleare Hungersnot. Auch ein „regionaler“ Atomkrieg hätte katastrophale weltweite Folgen für die Menschheit. 
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Bilder von Gedenkveranstaltungen

Rückblick 80 Jahre Hiroshima & Nagasaki

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