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IPPNW-Presseinfo 10. Oktober 2005

IPPNW würdigt Friedensnobelpreisträger El-Baradei

Unterstützung im Kampf gegen Atomrüstung

Die IPPNW-Deutschland bedauert, dass durch die verkürzende Darstellung in den Medien ein falscher Eindruck ihrer Haltung zur Vergabe des Friedensnobelpreises an El Baradei und die IAEO entstanden ist. Gegen die einseitig hervorgehobene Kritik an der IAEO unterstreicht die IPPNW mit einer Erklärung erneut die bedeutende friedenspolitische Rolle El Baradeis:

Die deutschen Friedensärzte der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung von Atomkrieg) begrüßen die Friedensnobelpreis-Vergabe an EL BARADEI, den unerschrockenen Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), die ebenfalls ausgezeichnet wurde. Wir sehen in der Verleihung des Nobelpreises die Unterstützung unseres eigenen Kampfes gegen Atomrüstung und Krieg, nachdem die IPPNW vor genau 20 Jahren die gleiche Ehrung erfahren hatte.

Seit damals hat die Bedrohung mit Nuklearwaffen nicht ab-, sondern zugenommen. Gegen die Eindämmung dieser Gefahr wirken psychische Abstumpfung der Menschen einerseits, dazu andererseits die politische Verweigerung der im Atomwaffensperrvertrag fest vereinbarten Abrüstungsschritte seitens der Atommächte, wodurch heimliche Produktion und Verbreitung verbotener Waffen nach wie vor begünstigt werden.

Dagegen kämpft El-Baradei mit der IAEO unermüdlich an. Mit seiner couragierten Widerlegung der amerikanischen Legende von den vermeintlichen irakischen Verstecken von Massenvernichtungswaffen konnte er zwar nicht den dortigen Krieg, immerhin aber eine Gleichschaltung und Entmündigung des Sicherheitsrates verhindern.

Der Nobelpreis stärkt mit der IAEO eine der wichtigsten präventiven Institutionen der UN, von der wir IPPNW-Ärzte allerdings wünschen, dass sie auch den bisher immer noch unterschätzten medizinischen Gefahren der zivilen Zwecken dienenden Kernenergie in Zukunft größere Bedeutung beimessen sollte.

Für den Vorstand der IPPNW-Deutschland,
Prof. Ulrich Gottstein und Prof. Horst-Eberhard Richter

Weitere Informationen Dr. Jens-Peter Steffen
Tel.: 030-698074-13

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