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Aktuelles zum Thema Atomwaffenpolitik und unsere Forderungen

Aus Forum 186/2026

Ein Zwischenruf aus New York

NVV-Überprüfungskonferenz: Nukleare Abrüstung gerät zunehmend in den Hintergrund

04.06.2026 Während im UN-Hauptquartier die elfte Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NVV) tagt, klafft die Schere zwischen diplomatischer Rhetorik und rüstungspolitischer Realität so weit auseinander wie selten zuvor. Im Schatten globaler Krisen präsentieren sich die Atomwaffenstaaten einmal mehr als Bewahrer eines Status quo, der faktisch ein neues, gefährliches Wettrüsten legitimiert. Die Stimmung vor Ort ist angespannt.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 26. April 2026

Friedensorganisation fordert Absage an Hochrüstung und Umkehr hin zu Diplomatie

IPPNW-Jahrestreffen in Jena

26.04.2026 Die medizinische Friedensorganisation IPPNW hat auf ihrem Jahrestreffen mit 120 Teilnehmer*innen ein grundsätzliches Umsteuern von der Kriegsvorbereitung hin zu einer Friedensorientierung gefordert. „Die Missachtung internationaler Rechtsstandards hat sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Der russische Angriff auf die Ukraine hält an, ebenso die andauernde Tötung und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung durch Israel. Die völkerrechtswidrigen Militärangriffe der USA und Israels gegen den Iran und den Libanon sowie die iranischen Gegenangriffe auf die Golfstaaten verschärfen die existentielle globale Krise internationaler Institutionen, allen voran der UN. Die wachsende Anzahl von Kriegen und die Ausbeutung unseres Planeten durch fossile Konzerninteressen und Regierungen aus den Ölstaaten, aus Russland und den USA zerstören unsere Lebensgrundlagen – direkt und indirekt“, heißt es in dem am Wochenende verabschiedeten Leitantrag. 

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IPPNW-Pressemitteilung vom 05. März 2026

IPPNW kritisiert Frankreichs atomare Aufrüstung

Gemeinsame Erklärung von Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Merz

05.03.2026 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert die gestern veröffentlichte gemeinsame Erklärung des französischen Präsidenten Macron und des deutschen Bundeskanzlers Merz als unverantwortlich. Die Erklärung kündigt einerseits die Errichtung einer hochrangigen Steuergruppe für die engere Zusammenarbeit im Bereich der Atomwaffen an, andererseits wird eine konventionelle deutsche Beteiligung an französischen Nuklearübungen sowie gemeinsame Besuche strategischer Einrichtungen in Aussicht gestellt. Diese Entwicklungen sollen die nukleare Teilhabe der NATO, in deren Rahmen bereits US-Atomwaffen in Deutschland stationiert sind, nicht ablösen sondern ergänzen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 28. Februar 2026

Bombardierung des Iran erhöht Risiko eines Atomkrieges

US-Angriff auf den Iran

28.02.2026 Die Friedensnobelpreisorganisation IPPNW verurteilt die völkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran und fordert die Bundesregierung auf, sich wie Spanien und Norwegen klar und unmissverständlich für ein sofortiges Ende der Angriffe einzusetzen. Die Militärschläge wurden von US-Präsident Donald Trump angeordnet, obwohl bei den Verhandlungen zum Atomprogramm konkrete Fortschritte erzielt wurden.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 4. Februar 2026

New-START-Vertrag läuft aus

IPPNW fordert Verlängerung des Atomwaffenabrüstungsvertrages

04.02.2026 Russland hat sein Angebot erneuert, sich ein weiteres Jahr an die Bestimmungen des zum Donnerstag auslaufenden Atomwaffenabrüstungsvertrags New START zu halten. Die deutsche IPPNW-Sektion fordert die Bundesregierung auf, sich gegenüber den USA und in der NATO dafür einzusetzen, dass Präsident Trump das Angebot aufgreift. Vertreter*innen der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges und der Pugwash-Bewegung haben sich bereits Mitte Januar 2026 in gleichlautenden Briefen an die Präsidenten der USA und Russlands gewandt und ein einjähriges Moratorium zur Verlängerung von New START zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen gefordert, um den letzten noch verbleibenden Rüstungskontrollvertrag zu retten. 

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Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Materialen

Factsheet: Auslaufen von NewSTART. Das Factsheet erklärt den New START-Vertrag und zeigt die Folgen auf, die das Auslaufen dieses Vertrags haben kann. Format DinA4.

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Briefing: Der Vertrag über das Verbot von Atom-waffen (AVV). Das Briefing (aus 2017 als der AVV bei den Vereinten Nationen angenommen wurde) gibt einen Überblick über Inhalte und Strukturen des Vertrags.

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