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Aktuelles zum Thema Atomwaffenpolitik und unsere Forderungen

Aus IPPNW-Forum 183/2025

Der Iran kann auch ohne weitere Anreicherung Atomwaffen bauen

Nur Diplomatie kann das verhindern!

10.09.2025 Seit den aufeinanderfolgenden Luftangriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 konzentriert sich ein Großteil der hitzigen und stark politisierten öffentlichen Debatte darauf, ob die Angriffe die Fähigkeit Teherans zum Bau von Atomwaffen „ausgelöscht“ oder nur um einige Monate oder Jahre zurückgeworfen haben. Ein entscheidender Punkt wird jedoch unerklärlicherweise weiterhin weitgehend übersehen: Irans Vorrat von über 400 Kilogramm hochangereichertem Uran (HEU) – angereichert auf 60 Prozent Uran 235 – ist waffenfähig. Das bedeutet, dass das HEU des Iran – das laut einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus dem Juni nach den ersten Luftangriffen Israels nicht mehr auffindbar war und möglicherweise vor den Angriffen an sichere Orte gebracht wurde – direkt zur Herstellung von Bomben verwendet werden könnte.

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Aus IPPNW-Forum 183

Lebendige Beweise der zivil-militärischen Verschränkung der Atomenergie

Zu einer langfristig effektiven nuklearen Abrüstung gehört der Ausstieg aus der Atomenergie

01.09.2025 Ursprünglich war die Produktion von Atomstrom ein Nebenprodukt der Atomwaffenprogramme. Zwar ist der Anteil des Atomstroms an der weltweiten Stromproduktion seit über zwei Jahrzehnten rückläufig, doch genügt diese Industrie bis heute dem Zweck der Herstellung von Massenvernichtungswaffen und der Aufrechterhaltung ihrer Einsatzfähigkeit.

Der Slogan „Atoms for Peace“ ist tief in der Atomindustrierhetorik verankert. In seiner gleichnamigen Redei, die er im Dezember 1953 vor der UN-Generalversammlung hielt, gab US-Präsident Dwight D. Eisenhower den Anstoß zur Gründung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) im Jahr 1957. In der ersten Hälfte seiner Rede beschreibt Eisenhower ausgiebig die Schrecken, Gefahren und das zerstörerische Potenzial der Atombombe und der nuklearen Aufrüstung, betont die gewaltige Zerstörungskraft, die Unmöglichkeit des vollständigen Schutzes und die Gefahr für die gesamte Menschheit.

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Aus IPPNW-Forum 183

Tritium für Atomwaffen aus „zivilen“ Atomkraftwerken

Das TRIDENT-Vorhaben der französischen Regierung wirft rechtliche Fragen auf

01.09.2025 Die gegenseitige Abhängigkeit von ziviler Atomenergie und Atomwaffen als Motivator für die aufwendige Aufrechterhaltung teurer und gefährlicher Atomindustrien ist ein in der energiepolitischen Debatte unterbelichteter Faktor. Eine neue Strategie Frankreichs zur Produktion von Tritium für Atomwaffen, die sich derzeit im Testlauf befindet, wirft Fragen auf.

Die Nutzung von Atomenergie zur Stromproduktion ist eine Technologie, die insbesondere angesichts der Klimakrise und der notwendigen Ausweitung der erneuerbaren Stromerzeugung mit auffällig vielen gravierenden Nachteilen verbunden ist. Dies wirft die Frage auf, warum einige Regierungen so beharrlich an der nuklearen Option festhalten, während AKW entlang der vielen energiepolitischen Kriterien so offensichtlich hinter den Erwartungen zurückbleiben.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 31. Juli 2025

80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki: Deutschland investiert Milliarden in Atomwaffen

Mediziner*innen fordern Ende der nuklearen Teilhabe

31.07.2025 Während sich der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA kommende Woche zum 80. Mal jährt, investiert die Bundesregierung fast zwei Milliarden Euro in die Modernisierung des Luftwaffenstützpunkts Büchel in Rheinland-Pfalz. Dort lagern US-Atomwaffen, Bundeswehrsoldaten üben regelmäßig, diese Bomben im Ernstfall mit Bundeswehrflugzeugen auf Ziele abzuwerfen. Die geplanten Kosten für den Umbau Büchels haben sich zuletzt massiv erhöht – ein alarmierendes Signal für eine Politik, die auf ein System setzt, das den Einsatz von Atomwaffen mit einkalkuliert und sogar übt.

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Juli 2025

Der Flaggentag der Mayors for Peace

Bundesweit hissten Bürgermeister*innen die Fahne für nukleare Abrüstung

08.07.2025 Anlässlich des Flaggentags der „Mayors for Peace“ am 8. Juli 2025 forderte die IPPNW eine konsequente Abkehr von der nuklearen Abschreckungspolitik und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. In über 600 Städten in Deutschland wurde die Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst – ein starkes Zeichen gegen atomare Aufrüstung und für eine friedliche Welt. Die IPPNW begleitet diese Aktionen mit Veranstaltungen, Redebeiträgen und Mahnwachen in zahlreichen Städten.

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Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Materialen

Factsheet: Auslaufen von NewSTART. Das Factsheet erklärt den New START-Vertrag und zeigt die Folgen auf, die das Auslaufen dieses Vertrags haben kann. Format DinA4.

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Briefing: Der Vertrag über das Verbot von Atom-waffen (AVV). Das Briefing (aus 2017 als der AVV bei den Vereinten Nationen angenommen wurde) gibt einen Überblick über Inhalte und Strukturen des Vertrags.

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