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Schreiben Sie einen Brief an Ihre*n Europaabgeordnete*n

Jede Form der Androhung des Einsatzes, insbesondere des Ersteinsatzes von Atomwaffen muss verurteilt werden!

Die Bevölkerung in Europa ist angesichts der russischen Drohungen, unter Umständen Atomwaffen einzusetzen, derzeit besonders bedroht. Aus diesem Grund muss die EU jetzt handeln. Im Folgenden finden Sie einen Mustertext, den Sie verwenden können für ein Schreiben an Ihre*n Europaabgeordnete*n:

"Ich appelliere an Sie, jede Form der Androhung des Einsatzes, insbesondere des Ersteinsatzes von Atomwaffen zu verurteilen. Bitte setzen Sie sich zudem dafür ein, dass kerntechnische Anlagen als entmilitarisierte Zonen eingerichtet und Angriffe auf sie untersagt werden. Fordern Sie von Russland, den USA und anderen NATO-Mitgliedstaaten ausdrücklich auf den Einsatz von Atomwaffen im Ukraine-Konflikt zu verzichten und die Rolle anzuerkennen, die der Vertrag über das Verbot von Atomwaffen bei der Stigmatisierung und Delegitimierung von Atomwaffen spielen muss. Fordern Sie alle Staaten auf, Schritte zu unternehmen, um sich sinnvoll mit dem Inhalt des Vertrages zu befassen. Bitte setzen Sie sich zudem für eine Debatte im Europäischen Parlament zur nuklearen Risikominderung ein."

→ Hier finden Sie eine Übersicht der deutschen Europaabgeordneten, sortiert nach Bundesländern 

 

Faltblatt "Ärzt*innen warnen vor dem Atomkrieg"

Bei einem Atomkrieg gibt es nur Verlierer. Die Praxis der nuklearen Abschreckung, vor der die IPPNW seit ihrer Gründung warnt, kann in einer angespannten Lage wie dem Ukrainekrieg in eine Eskalationsspirale münden bis hin zum Atomkrieg. Das macht die ohnehin sehr gefähr­liche Situation zu einer existenziellen Bedrohung. Sollte es zu einem Atomkrieg kommen, werden Ärzt*innen und medizinisches Personal den Überlebenden nicht helfen können!

Die IPPNW fordert daher von Russland und der NATO den Verzicht auf den Einsatz von Atom­waffen im Ukrainekrieg. Dafür muss die Alarmbereitschaft für die strategischen Atomwaffen auf­gehoben werden. Die Gefahr einer Kernschmelze des AKW Saporischschja ist weiter akut, die Bombardierungen von Stromleitungen, die die Kühlung des AKW sicherstellen, halten an. Deshalb setzt sich unsere Ärzt*innenorganisation für ein Verbot militärischer Angriffe auf AKWs und eine entmilitarisierte Sicherheitszone um das AKW ein.

Der russische Präsident nimmt die ganze Menschheit mit seiner Drohung, gegebenenfalls Atomwaffen einzusetzen, auf menschenverachtende Weise in Geiselhaft. Auch wenn die Drohung mit Atomwaffen Teil seiner psychologischen Kriegsführung sein kann: Die Gefahr eines Atomkrieges ist real. Auf die russische Provokation mit Militärmanövern zur Erprobung taktischer Atomwaffen zu reagieren oder neue US-Atombomben in Europa zu stationieren, erzeugt weiteres Misstrauen
und bringt Missverständnisse mit sich. Dies könnte auch durch einen technischen Fehler zu einem Atomkrieg führen. Von der Bundesregierung fordern wir einen Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und das Ende der nuklearen Teilhabe.

Das Faltbaltt klärt über die humanitären Folgen eines Atomkrieges sowie eines kon­ventionellen Krieges in der Ukraine auf. Und wir machen Vorschläge, wie Sie aktiv werden können für Frieden und Abrüstung.

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Ansprechpartner*innen

Xanthe Hall. Foto: IPPNW

Xanthe Hall
Abrüstungsreferentin, IPPNW-Geschäftsstellenleiterin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Kontakt

Lars Pohlmeier. Foto: IPPNW

Dr. med. Lars Pohlmeier
Vorsitzender
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Materialien

Faltblatt zur Wiener Staatenkonferenz 

Hiroshima-Tag 2022: Ein Meilenstein für die nukleare Abrüstung. Infoblatt zur Wiener Staatenkonferenz

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IPPNW-Thema:
Atomwaffenverbot – wie geht es weiter?
Die erste Staatenkonferenz in Wien, Sep 2022

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Flyer: Atomkrieg - nein Danke! Bei einem Atomkrieg gibt es keine Gewinner. Flyer mit unseren Forderungen an die Bundesregierung und Informationen zu den Folgen eines Atomwaffeneinsatzes. Format DIN A5.

PDF-Download 2x DIN A5 auf A4 | Im Shop bestellen

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