Am 22.01.2026 ist der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) seit 5 Jahren in Kraft. Er wird mittlerweile von 99 Staaten unterstützt – und damit von mehr als der Hälfte der Staaten weltweit. Diesen Erfolg haben wir in vielen Orten in Deutschland mit Aktionen gefeiert. Eine Auswahl von Orten ist hier dokumentiert, gern tragen wir weitere nach.
Der Beitrag zum Atomwaffenverbotsvertrag auf der Seite atomwaffen A-Z wurde aktualisiert. Die IPPNW-Pressemitteilung zum 5. Jahrestag des AVV gibt es hier.
Aachen
In Aachen eine Kundgebung mit Redebeiträgen zum AVV und Gesangseinlagen der Aachener Bündnis-Gesangsgruppe in der Rotunde im Stadtzentrum. Leider war die Innenstadt wegen einer Bombenentschärfung bis kurz vor der Veranstaltung gesperrt, sodass nur wenige Fußgänger, also potententielle Ansprechpartner*innen, in der Stadt waren.
Um 19.00 fand in Zusammenarbeit mit der VHS Aachen eine Infoveranstaltung statt unter dem Titel: "Der Schirm schützt nicht vor Regen, das Damoklesschwert der Nuklearen Teilhabe". Referentin: Julia Engels, Politikwissenschaftlerin.
Berlin
Zum 5. Jahrestag des UN-Atomwaffenverbotsvertrags riefen ICAN und IPPNW am 22. Januar 2026 zu einer Kundgebung in Berlin am Brandenburger Tor auf. Gemeinsam forderten wir: Abrüsten statt Aufrüsten, Atomwaffen aus Deutschland abziehen und dem Verbotsvertrag beitreten!
Zudem zeigte das Uranium Filmfestival in Berlin Kinofilme und organisierte eine Diskussion mit Abrüstungsreferentin Juliane Hauschulz und Manfred Mohr (ICBUW):
⇒ Unseen Cinema. Untold Stories, Film & Talk – zum 5. Jahrestag des Atomwaffenverbotsvertrages
Freiburg
Zum 5. Jahrestag des UN-Atomwaffenverbotsvertrags machten Mitglieder der IPPNW-Regionalgruppe Freiburg öffentlich auf das Thema aufmerksam, sprachen mit Passanten und informierten über das Thema.
Hamburg
Die Veranstaltung im Hamburger Schauspielhaus begann mit einer eindrucksvollen 30-minütigen Performance „Hiroshima Monstergirl“ von Sashiko Hara. Es geht um ein Schulmädchen, das nach dem Bombenabwurf durch riesige Narben im Gesicht entstellt ist, das Schicksal einer Hibakusha. Dem schloss sich ein Gespräch von Sashiko Hara mit der Co-Präsidentin der internationalen IPPNW, Inga Blum, über die heutige Situation des nuklearen Wettrüstens, aber auch über den großen Erfolg des Atomwaffenverbotsvertrags an. Danach interviewte Sashiko Hara die Überlebende des Hamburger Feuersturms Christa Reimann. Unter dem Publikum waren viele aus der japanischen Community in Hamburg anwesend.
Kaufering
An der Aktion in Kaufering nahm auch eine 9. Klasse der Kauferinger Mittelschule mit ihrem Lehrer teil. Bürgermeister Thomas Salzberger hielt eine beeindruckende Rede. Die Schüler*innen zeigten sich sehr interessiert an der Arbeit der IPPNW. Der Lehrer wird einen Schulbesuch der IPPNW organisieren.
⇒ Bericht in der Augsburger Allgemeinen
Landsberg
Vor dem Gebäude der Stadtverwaltung in der Katharinenstraße hisste Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl zusammen mit Dr. Wolfgang Lerch und weiteren IPPNW-Aktiven die Flagge der Mayors for Peace.
⇒ Artikel im Kreisboten
Marburg
Am 22. Januar 2026 fand auf dem Marburger Marktplatz eine Kundgebung statt. Ein Transparent und Plakate des Aktionsbündnisses „atomwaffenfrei jetzt“ schmückten den Marktbrunnen. Die „Mayor for Peace“-Fahne war bereits am Vormittag am Rathaus gehisst worden. Erika Richter von der IPPNW-Regionalgruppe Marburg erläuterte Gefahren und Folgen eines Atomkriegs. Erwin Junker stellte die Entwicklung der sogenannten „Atomkriegsuhr“ dar und gab eine Prognose zur Neueinstellung am 27. Januar 2026.
⇒ Artikel auf mittelhessen.de
Weitere Aktivitäten:
IPPNW-Mitglied Rolf Bader hat einen ausführlichen Artikel auf telepolis veröffentlicht: "Fünf Jahre UN-Atomwaffenverbot: 74 Staaten sagen Ja, die Atommächte Nein"
An einem Videotalk mit Juliane Hauschulz und Volkert Ohm am 20. Januar haben ca. 45 Personen teilgenommen. Es wurde der Bogen gespannt von "Warum sollten wir Atomwaffen überhaupt abschaffen?" über "Was bringt der AVV, wenn da keine Atomwaffenstaaten dabei sind?", "Welchen völkerrechtlichen Rahmen gibt es?" zu "Wie ist die Diskussion in Deutschland / Was sind Forderungen an die Bundesregierung?"
Wir haben dazu aufgerufen, Briefe oder E-Mails an die eigenen Rathäuser zu schicken und Bürgermeister*innen aufzufordern, sich aktiv für nukleare Abrüstung einzusetzen. Und wir haben dazu eingeladen, sich an der internationalen IPPNW Social-Media-Kampagne "Five Reasons to Support the Nuclear Ban" zum 5. Jahrestag zu beteiligen (siehe instagram.com/ippnw_students und instagram.com/ippnw_central).

Dokumentation:
Musterpressemitteilung für Regionalgruppen, die eine Aktion planen.
Briefe an die Bürgermeister*innen: Kommunen bitten, sich am Flaggentag der Mayors for Peace zu beteiligen und den ICAN-Städteappell zu unterzeichnen. Das Musterschreiben können Sie hier downloaden.
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