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27. und 28. Juni 2025

Im Schatten des Atompilzes

Veranstaltungen in Kaiserslautern

Weltweit gibt es weiterhin über 12.000 Atomwaffen. Auch in Deutschland, in Rheinland-Pfalz, sind etwa 20 US-Atombomben stationiert. Entsprechend wichtig ist es, im aktuellen Gedenkjahr die Frage nach nuklearer Abschreckung und nuklearer Abrüstung gerade hier zu diskutieren. In Zusammenarbeit mit der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, Ohne Rüstung Leben, ICAN Deutschland und CampusKultur der RPTU sind drei spannende Veranstaltungen am 27. und 28. Juni 2025 in Kaiserslautern entstanden: ein Planspiel für Schüler*innen, eine Gedenkveranstaltung sowie eine Podiumsdiskussion mit anschließender Ausstellung von Artists Against the Bomb. 

 

HIER finden Sie einen Bericht zu der Veranstaltungsreihe.

 

Freitag, 27.Juni 2025
Planspiel „Atomwaffenpolitik“

Wann? Freitag, 27.Juni 2025, 10:00-17:00 Uhr

Für angemeldete Studierende der RPTU Kaiserslautern-Landau und Schüler*innen aus Rheinland-Pfalz.

Das Planspiel „Atomwaffenpolitik“ simuliert die Arbeit einer Fachkommission, die für die Bundesregierung Empfehlungen zur Zukunft der deutschen Politik mit Blick auf Atomwaffen ausarbeiten soll. Es führt in grundsätzliche Elemente der Problematik rund um Frieden und Sicherheitspolitik (in Deutschland, Europa und weltweit) ein, sowie insbesondere in die Themenbereiche „Atomwaffen“, „nukleare Abschreckung“,
„atomare Nichtverbreitung“.
Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedliche Sichtweisen kennen, die im Kontext der aktuellen Debatte um die Zukunft der Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa eine prominente Rolle spielen.

Das Planspiel wird nach der ersten Durchführung in Kaiserslautern für den Einsatz an Schulen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weiterentwickelt und wird diesen in Zukunft kostenlos zur Verfügung stehen. 

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Freitag, 27.Juni 2025
80 Jahre Atomwaffen: Gedenken an die Opfer und Überlebenden

Wann? Freitag, 27.Juni 2025, 19:00-20:30 Uhr
Wo?    Im Japanischen Garten in Kaiserslautern, Am Abendsberg 1, 67657 Kaiserslautern

Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

80 Jahre nach der Entwicklung der ersten Atombombe gedenken wir den Menschen, die mit den Folgen des Nuklearzeitalters leben und sterben müssen. Wir hören Worte und Gedanken der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki. Hinzu kommen Stimmen jener, die von den unzähligen Atomtests betroffen sind. Ihre Sicht und ihre Perspektiven werden künstlerisch mit der Kulisse des Japanischen Gartens verbunden — als eine besondere und berührende Form des Gedenkens. Im Anschluss an das Programm besteht die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung.

Mit Zitaten und Geschichten von Menschen aus Ruidoso, New Mexico (USA), Hiroshima und Nagasaki (Japan), Semipalatinsk – heute Semei (Kasachstan) und Mangareva (Französisch-Polynesien).

Sprecherinnen:
Aglaja Stadelmann (Schauspielerin),
Isabelle Boslé (Schauspiel- und Sprecherzieherin)

Musik:
Taiko-Trommelgruppe „Tennogawa“, Kaiserslautern

Um ein würdiges Gedenken zu ermöglichen, bitten wir darum, auf Transparente, Schilder und politische Botschaften jeder Art zu verzichten. Bei ungeeignetem Wetter ist eine kurzfristige Absage der Veranstaltung möglich.

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Samstag, 28.Juni 2025
Podiumsdiskussion: Sicherheit ohne Atomwaffen – (Wie) Kann das gelingen?

Wann? Samstag, 28.Juni 2025, 10:00-12:00 Uhr (mit anschließendem Empfang)
Wo?    RPTU in Kaiserslautern, Trippstadter Str., 67663 Kaiserslautern
          Gebäude 42, Raum 115 (Audimax)

Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

Heute gibt es noch über 12.000 Atomwaffen auf dieser Welt. Auch in Deutschland lagern etwa 20 US-amerikanische Atombomben. Bei einer Podiumsdiskussion soll der aktuelle Stand der atomaren (Ab-)Rüstung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden – vor dem Hintergrund globaler Konflikte und sicherheitspolitischer Herausforderungen. Wir wollen den Fragen nachgehen, welche Perspektiven für nukleare Abrüstung es heute gibt, welche sicherheitspolitischen Argumente einer Welt ohne Atomwaffen entgegenstehen und wie sich Deutschland außen- und sicherheitspolitisch positionieren kann. Zudem soll ein Blick nach Japan und die dortigen Debatten um Atomwaffen 80 Jahre nach der Zerstörung der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki den Blick weiten.
Wir freuen uns auf einen Austausch mit Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, die unterschiedliche Perspektiven, Sorgen und Gedanken mitbringen.

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Atomwaffen und Kunst

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion laden wir alle Interessierten bei einem Empfang zum informellen Gespräch ins Foyer des Audimax, wo die Plakatausstellung ARTISTS AGAINST THE BOMB zu sehen sein wird. Diese versammelt verschiedene künstlerische Perspektiven auf die verheerenden Folgen von Atomwaffen.

Um die Auseinandersetzung mit dem Thema atomare Abrüstung zu vertiefen, wurden Studierende des Bachelorstudiengangs Illustration der SRH Berlin University of Applied Sciences eingeladen, sich aus unterschiedlichen künstlerischen Blickwinkeln mit dem Thema auseinanderzusetzen.
In Anerkennung der Kraft visuellen Erzählens, das sowohl auf intellektueller als auch auf emotionaler Ebene wirkt, erhielten die Studierenden den Auftrag, kurze Comics zum Thema zu entwickeln. Unter der Anleitung ihres Dozenten Niv Shpigel – preisgekrönter Animationsfilmemacher und Illustrator – entstand eine Sammlung vielschichtiger, zum Nachdenken anregender Comics, die zeigen, wie Kunst öffentliche Diskurse bereichern kann. Diese Arbeiten präsentieren wir im Programmheft zu den Veranstaltungen. 

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Projektpartner*innen

Das Projekt "Im Schatten des Atompilzes" wird organisiert und durchgeführt von Campus Kultur an der RPTU, der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, ICAN Deutschland, IPPNW Deutschland und Ohne Rüstung Leben.

 

 

 

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