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Krebsrisiko für Atomkraftwerks-Arbeiter

17.09.2005 Schon durch eine nur geringe kumulative Strahlenexposition erhöht sich das Risiko, an einem Krebsleiden zu sterben, um zehn Prozent. Dies berichtet ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Elisabeth Cardis von der International Agency for Research on Cancer, Lyon, Frankreich, im "British Medical Journal". Um das Risiko zu bestimmen, initiierten die Autoren eine umfangreiche Studie mit mehr als 400.000 Arbeitern aus 15 Staaten.

Die untersuchten Personen hatten mindestens ein Jahr lang größtenteils in Atomkraftwerken gearbeitet und wurden durchschnittlich 13 Jahre nachbeobachtet. Dies entsprach 5,2 Millionen Personenjahren. Für eine Strahlenexposition von 100 mSv bestimmten die Autoren ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhtes Sterberisiko für Krebs (außer Leukämie) von 9,7 Prozent. Das ermittelte Krebsrisiko war höher als jenes, das durch Extrapolation der Strahlenbelastung nach den Atombombenabwürfen erwartet wurde.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

 

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Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

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