Gefahren ionisierender Strahlung
Einladung zu einem Fachgespäch
in Berlin am Mittwoch, 8. Oktober 2014 um 16 Uhr
Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, In den Ministergärten 8, 10117 Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
bis vor wenigen Jahren beruhte die Erforschung der gesundheitlichen Wirkung von Radioaktivität ganz wesentlich auf den limitierten Daten der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki. Seit langem ist klar, dass dies zu einer Unterschätzung des Strahlenrisikos geführt hat. In den letzten fünfzehn Jahren erschienen zahlreiche groß angelegte epidemiologische Studien, die Bevölkerungen untersuchten, welche über eine lange Zeit niedrigen Strahlendosen ausgesetzt waren. Diese ermöglichten eine realistischere Risikoabschätzung.
Auf einem Expertentreffen auf Einladung der IPPNW warnten Ärzte und Wissenschaftler vor einer Verharmlosung der Gesundheitsschäden durch ionisierende Strahlung. Die Hintergrundstrahlung, die medizinische Strahlendiagnostik, die Atomenergienutzung und Atomwaffentests verursachten epidemiologisch nachweisbare Gesundheitsschäden. Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Strahlung unwirksam wäre. Diese Erkenntnisse haben unmittelbare Bedeutung für den Strahlenschutz in der Medizin, aber auch für die Einschätzung der Situation in Fukushima.
Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen des Expertentreffens wollen wir Ihnen auf dem Fachgespräch am 8. Oktober 2014 in Berlin vorstellen. Die Veranstaltung richtet sich an WissenschaftsjournalistInnen, FachpolitikerInnen und ExpertInnen.
Referenten:
- Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Professor für bevölkerungsbezogene Versorgungsepidemiologie und Community Health, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald
- Dr. Alex Rosen, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Berlin und Vorstandsmitglied der IPPNW.
Bitte melden Sie Ihr Kommen bei mir an.
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Wilmen
Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de
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