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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

Wissenschaftler treten zurück

Aufklärung behindert

01.11.2004 Nach zwölfjähriger Tätigkeit gab die schleswig-holsteinische Leukämiekommission ihre faktische Auflösung bekannt. Sechs der acht Mitglieder traten zurück. Sie protestieren mit diesem Schritt gegen "die Verschleierungspolitik" der Kieler Landesregierung im Ursachenstreit um die Häufung von Blutkrebserkrankungen in der Umgebung des AKWs Krümmel. Otmar Wassermann, Beirat der IPPNW, und fünf seiner MitstreiterInnen warfen der schleswig-holsteinischen Landesregierung "aberwitzige Widerlegungsversuche" vor. Nach Auffassung der ExpertInnen hat es in der Geesthachter Kernforschungsanlage GKSS "geheim gehaltene kerntechnische Experimente" gegeben, die zu einer "leukämierelevanten Umgebungskontamination" der Elbmarsch-Region geführt hätten.

Verschlechterung des Strahlenschutzes

Die faulen Punkte der Strahlenschutzverordnung

10.03.2004 Nur wenig beachtet von der Öffentlichkeit wurde im Juli 2001 die Strahlenschutzverordnung geändert. Die Änderungen führen zu einer Verschlechterung des Strahlenschutzes für Schwangere, Jugendliche und die allgemeine Bevölkerung. Sie ist die Voraussetzung für eine preiswerte Unterbringung von Atommüll zu Lasten des Strahlenschutzes. Die neue Verordnung erlaubt die unbegrenzte Freisetzung radioaktiver Abfälle in die Umwelt. Alte stillgelegte Atommeiler können abgerissen und der strahlende Bauschutt schlichtweg auf der nächsten Hausmülldeponie abgeladen werden.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 20. Mai 2003

IPPNW fordert Schutz der Bevölkerung

Ungesicherte Atomanlagen im Irak

20.05.2003 Meldungen aus dem Irak über Plünderungen in Atomanlagen und Fälle akuter Strahlenkrankheit beunruhigen die IPPNW. Die Ärzteorganisation IPPNW fordert deswegen von der deutschen Regierung, sich für den Schutz der Menschen im Irak vor radioaktiven Materialen einzusetzen. Nötigenfalls sollte Deutschland eine UNO-Resolution für die sofortige Wiederaufnahme der Nuklear-Inspektionen und die internationale Sicherung aller irakischen Atomanlagen initiieren, um die offensichtlichen Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu beenden und fehlende radioaktive Materialien aufzufinden und zu sichern.

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Wissenschaftliche Tricks

Die Leukämierate in der Elbmarsch ist 3,4-fach erhöht

aus "Umweltnachrichten" Mai 2003

10.05.2003 Kürzlich wurden die Ergebnisse der bislang größten deutschen Studie zu Leukämien und Lymphomen um norddeutsche Atomkraftwerke der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Ergebnis der Studie war laut Pressemeldung der Süddeutschen Zeitung vom 10. April 2003, dass Atommeiler nicht Auslöser von Leukämie seien. Die Durchsicht der Arbeit zeigt aber, dass für akute lymphatische Leukämien, die am ehesten mit radioaktiver Strahlung in Verbindung gebracht werden, genau das Gegenteil der Fall ist. Diese sind im Nahbereich der Atomanlagen signifikant um den Faktor 3,4 erhöht.

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Pressemitteilung vom 15.04.2003

Entwarnung des Bremer Institutsleiters wissenschaftlich unseriös

Leukämiestudie Atomanlagen Geesthacht:Nationale und internationale Experten widersprechen

15.04.2003 Heute abend werden in Geesthacht im Beisein von Umweltminister Klaus Müller die Ergebnisse der Leukämiestudie des Bremer Instituts für Sozialmedizin und Prävention (BIPS) der Bevölkerung vorgestellt.

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Materialen

IPPNW-Thema "Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen"
IPPNW-Thema: „Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen“, September 2025
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30 Jahre Leben mit Tschernobyl
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Gefahren ionisierender Strahlung
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