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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

31.10.2008 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

eine vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene Studie hat bewiesen, dass in der Umgebung der Atomkraftwerke Kinder vermehrt an Leukämie und Krebs erkranken. Die erhöhte Erkrankungsgefahr kann auf eine Entfernung von 50 km nachgewiesen werden. Je näher ein Kleinkind am Atomkraftwerke wohnt, desto größer ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Im 5-km-Umkreis der Atomkraftwerke verdoppelt sich sogar das Leukämierisiko.

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20.10.2008 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert einen Beitrag des Deutschen Kinderkrebsregisters im „Deutschen Ärzteblatt“ vom 17. Oktober über Leukämien in der Umgebung von Atomkraftwerken als irreführend und in Teilen als „sachlich falsch“. Gleich im zweiten Satz der Zusammenfassung des Beitrages mit dem Titel „Leukämien bei unter 5-jährigen Kindern in der Umgebung deutscher Kernkraftwerke“ heißt es wörtlich: „Diskutiert wird, ob in der Nähe von Kernkraftwerken erhöhte Leukämieraten auftreten.“

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Kinderkrebs um Atomkraftwerke:

Auch Bundesamt für Strahlenschutz weist SSK-Aussage zurück

IPPNW zweifelt an Seriosität der Strahlenschutzkommission

10.10.2008 Die IPPNW fordert Bundesumweltminister Sigmar Gabriel dazu auf, die bestehenden Strahlenschutzgrenzwerte an den tatsächlichen Stand des Wissens über Niedrigstrahlung anzupassen und hierbei das Vorsorgeprinzip anzuwenden, wonach im Zweifelsfall Grenzwerte drastisch abzusenken sind. Laut IPPNW weisen die Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die Auffassung der Strahlenschutzkommission (SSK) zurück, die aus Atomkraftwerken freigesetzten Radionuklide könnten nicht die Ursache für die vermehrte Krebshäufigkeit sein. In ihrer fachlichen Stellungnahme vom 9. Oktober schreibt das BfS über die jüngste SSK-Stellungnahme zur Kinderkrebs-Studie: "Mögliche Unsicherheiten zum Stand des gegenwärtigen Wissens werden im Bewertungsbericht der SSK nicht diskutiert."

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09.10.2008 „Wie erwartet versucht die Strahlenschutzkommission von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Studie zu den erhöhten Kinderkrebsraten in der Umgebung deutscher Kernkraftwerke zu relativieren“, kritisiert Reinhold Thiel von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW die heute veröffentlichte Stellungnahme der Strahlenschutzkommission (SSK) zur so genannten KiKK-Studie. „Obwohl das Studiendesign von allen an der Studie direkt und indirekt beteiligten Experten im Grundsatz unterstützt und die Seriosität der Studie immer wieder auch vom Bundesamt für Strahlenschutz betont wurde, übt nun die Strahlenschutzkommission Kritik am Studien-Design, ganz offensichtlich nur deswegen, weil ihr das Ergebnis der Studie nicht gefällt. Die Strahlenschutzkommission schützt mit dieser Stellungnahme nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern die Atomindustrie.“

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[IPPNW-Pressemitteilung zum Dosisargument der Bunde] [Dokumentation des Berliner Symposiums zur KiKK-Stu]
IPPNW-Presseinfo vom 25. Juli 2008

Es gibt keine „unbedeutende Dosis“

Ärzte fordern: Kontaminationen nicht verharmlosen

25.07.2008 Nach dem jüngsten Zwischenfall in dem französischen Kernkraftwerk Tricastin, bei dem hundert Angestellte kontaminiert worden sind, fordert die Ärzteorganisation IPPNW, radioaktive Kontaminationen nicht zu verharmlosen. Sprecher der Atomkraftwerksbetreiber und der französischen Atomaufsichtsbehörde hatten die Verstrahlung der Betroffenen jüngst als „unbedeutend“ oder als „leichte Verstrahlung“ charakterisiert.

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Materialen

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IPPNW-Thema: „Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen“, September 2025
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