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Workshops auf dem IPPNW-Jahrestreffen

Workshop 1

Medien und Krieg

Medien bestimmen weitgehend unser tägliches Denken und Handeln. Alles was über den begrenzten Bereich der eigenen, unmittelbaren Erfahrung hinausgeht, wird uns mittels Medien, Schulbüchern, Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Film, Theater und Internet vermittelt. "Die öffentliche Meinung" (W. Lippmann) wird von den Medien geprägt - eine unterschätzte Macht. Alle modernen Kriege wurden medial vorbereitet. Ohne ein bedrohliches Feindbild ist die Zustimmung bzw. das Stillhalten der Bevölkerung nicht zu erreichen. Derzeit läuft der Krieg im Informationsraum auf Hochtouren. Dazu gehören "Wording", "Framing", "Fake news", "Verschwörungstheorien" ... Besonders wenn es um Krieg und Frieden geht, prallen die Informationen, Meinungen hart aufeinander. Das lässt sich beim "Krieg gegen den Terror", dem Syrienkrieg, dem Ukraine-Konflikt als auch der geschichtsvergessenen Konfrontation mit Russland besonders gut beobachten. Der AK Süd-Nord hält das Thema Medien gerade für Friedensorganisationen für hochwichtig und lädt Sie auf dem IPPNW-Jahrestreffen 2019 herzlich zum Workshop ein.
Verantwortlich: Helmut Fischer

Workshop 2

Ausstieg aus der Atomenergie- und Atomwaffen-Finanzierung in Europa

Der EURATOM-Vertrag ist die Grundlage für die europäische Förderung der Atomindustrie und für die Co-Finanzierung von Atomwaffenprogrammen. „Hinkley Point C“, das teuerste aller bisherigen Atomkraftwerksprojekte, demonstriert: Neue Atomkraftwerke werden in Europa mit Billigung der EU beschlossen und dann im Schneckentempo gebaut. An einer schnellen Fertigstellung und Atomstromproduktion hat man aber gar kein Interesse. Es geht primär darum, Milliardenbeträge für Atomwaffenprogramme zu mobilisieren. Selbst Staaten, die aus der Atomenergie aussteigen, sind zur Einzahlung in den Euratom-Haushalt und somit zur Finanzierung von Atomwaffenprogrammen verpflichtet. In dem Workshop sollen diese Hintergründe und mögliche Protestaktionen gegen die heimliche Atomwaffen-Finanzierung diskutiert werden. Der Workshop knüpft an den Plenumsvortrag von Helge Bauer und Angelika Claußen an.
Moderation: Dr. Alex Rosen – Input: Helge Bauer, Henrik Paulitz

Workshop 3

Ökonomisierung und Gesundheit

Zunehmender Kostendruck in den Krankenhäusern, die unverhältnismäßige Vergütung medizinischer Leistungen durch die DRGs, die sowohl zur Schließung wichtiger Fachabteilungen als auch zur Zunahme rentabler Eingriffe geführt hat, die schlechte Bezahlung in der Pflege und insbesondere der Personalmangel in deutschen Krankenhäusern bedrohen Wohlbefinden von Patienten wie Angestellten, ebenso wie das Vertrauen in das Gesundheitssystem und die Menschlichkeit in der Medizin. Die Ergebnisse der weiterhin voranschreitenden Ökonomisierung im Gesundheitswesen werfen viele Zweifel am aktuellen System sowie die Frage nach möglichen Veränderungen auf. Gemeinsam wollen wir in diesem Workshop verschiedene Ansätze und Ideen für einen Systemwandel vorstellen, sammeln, und diskutieren.
Verantwortlich: IPPNW-Studiegruppe Berlin

Workshop 4

Der Syrienkrieg

Seine Ursachen, die Folgen für die Menschen und die Aufgaben der Friedensbewegung

Der Syrienkrieg, in den auch Deutschland auf verschiedenen Ebenen beteiligt ist, wird in unserer Öffentlichkeit wahrgenommen, die Hintergründe und Perspektiven aber weit weniger intensiv diskutiert, wie es aus unserer Sicht erforderlich wäre. Gerade haben wir mit einem IPPNW-Akzentemit dem Titel „Der Syrienkrieg – Dimensionen, Hintergründe, Perspektiven“ zu dieser wichtigen Debatte einen Beitrag veröffentlicht.

In dem Workshop wird Joachim Guilliard auf der Grundlage des IPPNW-Akzente in das Thema einführen, und Helmut Lohrer wird friedenspolitische Schlussfolgerungen daraus vorschlagen. Der erste Teil wird die kursierenden, völlig gegensätzlichen Narrative beleuchten. Der zweite Teil des Workshops beschäftigt sich mit den Sanktionen gegen Syrien sowieder diplomatische Ächtung als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln und möglichen Auswegen. Im dritten Teil geht es um Aktionsmöglichkeiten: Was gibt es bereits, und was können wir als ärztliche Friedensorganisation beitragen? Beispiele: Informationsarbeit - Lobbying - Ärztekontakte - Kirchenkontakte.
Moderation: Christoph Krämer

Die Erderhitzung und die zunehmende Zerstörung der natürlichen Grundlagen stellen eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und eine große Herausforderung für Gesundheit und Wohlergehen dar. Der letzte 1.5 Grad Sonderbericht des Weltklimarates hat deutlich gemacht, dass uns nur noch 12 Jahre bleiben, um eine in ihren Auswirkungen wahrscheinlich katastrophale nicht mehr steuerbare Erderwärmung noch abwenden zu können. Wir Wissen mehr als genug und im Grunde wissen wir auch, dass wir radikal umsteuern müssen. Die Politik und unser eigenes Verhalten und Handeln fällt jedoch weit hinter dem zurück, was notwendig wäre. Es liegt am Fehlen von Lösungen und (finanziellen) Mittel.

Leitend für den Workshop soll daher die Frage sein: Wie überwinden wir diese Kluft und wie kommen wir vom Wissen zum Handeln? Mit welchen - ggf. IPPNW-spezifischen - Schwerpunkten, Arbeitsweisen und Strukturen können wir in unserer Organisation aktiv werden? oder als Einzelne oder gemeinsam im eigenen Umfeld und in unseren jeweiligen Handlungsfeldern  vor Ort. Beispiele werden aufgezeigt und Handlungsoptionen werden gemeinschaftlich erarbeitet mit dem Ziel wie jeder sich engagieren kann.
Der Workshop wendet sich wieder primär an Aktive und solche, die es werden wollen.
Moderation: Katja Goebbels, Dieter Lehmkuhl

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Veranstaltungsort

Evang. Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
und Bürgerzentrum West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart

Anfahrt Hospitalhof
Vom Hauptbahnhof Stuttgart mit S-Bahn,
Linien S1 – S6, Gleis 101, bis Haltestelle „Stadtmitte“,
Ausgang Büchsenstraße, Richtung Liederhalle

Anfahrt mit dem PKW und Parkmöglichkeiten

Anfahrt Bürgerzentrum West
U2/ U9 Haltestelle Schwab-/ Bebelstraße
Buslinie 42 Haltestelle Schwab-/ Bebelstraße

Weitere Informationen

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