Workshops auf dem IPPNW-Jahrestreffen

Workshop 1

Atomwaffen sind verboten

ICAN, Atomwaffen Abschaffen

Der UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen ist in Kraft. Wie können wir den Druck auf die Bundesregierung im Vorfeld der Bundestagswahl erhöhen? Was tun, damit der Ächtungsvertrag unterzeichnet wird? Wir informieren und diskutieren auch über die nächste Sommer-Aktion am Atomwaffenstandort Büchel vom 6.-11. Juli 2021. Die ICAN-Kampagnen-Arbeit bleibt eine Positiv-Kampagne. Dazu wollen wir Sie/Euch mitreißen. Der Workshop dient dem Austausch der Aktiven des AK ICAN der IPPNW, heisst aber auch neu am Thema Interessierte herzlich willkommen.
Verantwortlich: Inga Blum/Lars Pohlmeier

Workshop 2

10 Jahre Fukushima

Leben mit Fukushima - Welche Folgen hat die Katastrophe bisher für Mensch und Umwelt gehabt? In diesem Workshop wird es um die wichtigsten Erkenntnisse der Fachtagung "10 Jahre Leben mit Fukushima" gehen.
Verantwortliche: Paul-Marie Manière, Jörg Schmid

Workshop 3

Sicherheit neu denken

Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

Gibt es Alternativen zur zunehmenden Militarisierung unserer Sicherheitspolitik? Ist eine militärische Intervention überhaupt effektiver als ein ziviler Prozess? Zahlreiche internationale Studien und nationale wissenschaftliche Beiträge weisen inzwischen die Ineffektivität militärischer Mittel zur Erreichung politischer Ziele nach. Wir beschäftigen uns in diesem Workshop mit dem Szenario der Initiative "Sicherheit neu denken", in der die IPPNW mitarbeitet. Das Positiv-Szenario  zeigt auf, wie Deutschland bis zum Jahr 2040 komplett auf eine nachhaltige zivile Sicherheitspolitik umstellen kann.
Verantwortlich:
Angelika Claußen, Angelika Wilmen

Workshop 4

Kriege im Nahen und Mittleren Osten

Hoffnung für das Land der Stellvertreterkriege?

Whistleblower brauchen unseren Schutz, der KSZMNO-Ansatz braucht unsere Unterstützung!
Unser Workshop wird Beiträge zur Beendigung des Kriegswahnsinns im Mittleren und Nahen Osten vorstellen wie die Unterstützung des Whistleblowers, der die Fälschung des Ghuta-Berichts der OPCW von April 2018 öffentlich machte, und den Ansatz einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten (KSZMNO), in deren Kontext General Soleimani nach Bagdad eingeladen war, wo er am 03. Januar 2020 vor dem Beginn der Gespräche von einer US-Drohne ermordet wurde.
Referenten: Dr. Helmut Lohrer (International Councillor der Deutschen Sektion und Mitglied des Internationalen Vorstands), Prof. em. Dr. Mohssen Massarrat (Spiritus Rector des KSZMNO-Gedankens und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der IPPNW Deutschland), Prof. Dr. Norman Paech (Emeritierter Professor für Völkerrecht und MItglied des Wissenschaftlichen Beirats der IPPNW Deutschland)
Moderation:  Christoph Krämer (IPPNW-AK "Süd-Nord")

Workshop 5

Die Kriminalisierung zivilgesellschaftlichen Engagements

Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen

Der Einzug rechtsradikaler Parteien in die europäischen Parlamente hat bereits konkrete Auswirkungen auf unsere Zivilgesellschaft. Wie so oft erfolgen Veränderungen zunächst in den politischen Randbereichen, wie z.B. in der Unterstützung Geflüchteter. So war unter anderem im Referentenentwurf zum „Geordneten-Rückkehrer-Gesetz“ von Februar 2019 ein Regierungsvorschlag, alle Personen strafrechtlich zu sanktionieren, die einen Abschiebetermin bekanntgeben. Dieser Workshop gibt zunächst einen Überblick zu den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Kriminalisierung der Unterstützung Geflüchteter. Anschließend wollen wir gemeinsam überlegen, wie und mit welchen Mitteln wir als Aktive der IPPNW diesen anti-demokratischen Tendenzen entgegensteuern können. Dabei wollen wir ebenfalls diskutieren, wie wir in diesem Zusammenhang die Veranstaltung des Menschenrechtstribunals vom 23.-25. Oktober 2020 als Ressource für den Verein nutzen können.
Moderation: Susanne Dyhr

Workshop 6

Legitime Mittel des gewaltfreien Widerstands im Nahostkonflikt

Als IPPNW Deutschland sehen wir im Nahostkonflikt einen Schlüsselkonflikt der Region. Als Friedensorganisation sind die Grundlagen unserer Positionierung das internationale Völkerrecht und die Menschenrechte. Im Workshop wollen wir auf die Debatte auf unserer Mitgliederversammlung anknüpfen und über "Shrinking Spaces" für Organisationen und Menschen diskutieren, die sich für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina einsetzen. Wie könnn wir in Zeiten des BDS-Bundestagsbeschlusses vom Mai letzten Jahres und zahlreichen Raumverboten für Veranstaltungen zum Nahostkonflikt noch aktiv werden für die Einhaltung des Völkerrechtes und die Menschenrechte in Israel/Palästina?
Moderation: Sabine Farrouh, Alex Rosen

Workshop 7

Psychologische Mechanismen in unseren politischen Gruppen

Eine politische Gruppe soll verschiedene Funktionen erfüllen - neue Mitglieder integrieren, effektiv Arbeiten, interne Hierarchien vermeiden, Spaß machen, Kritik von innen und außen ertragen, etc.
Wie können wir unsere politische Gruppe so gestalten, dass sie diese Funktionen möglichst gut erfüllen? Um diese Frage zu beantworten werde ich in der ersten Hälfte des Workshops einige Grundlagen der Sozialpsychologie vorstellen und dann praktische Lösungen aus der Wirtschaftspsychologie, aus medizinischen Selbsthilfegruppen und gewaltfreien politischen Aktionen vorstellen.
Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion
Verantwortlich: Daniel Oehler

Workshop 8

Brauchen wir eine neue Arztrolle?

Ärzt*innen handeln in einem Spannungsfeld: zwischen "Krankheit beseitigen“ und "von Krankheit leben“. Heute erfahren sie, dass die von ihnen geprägte „patienten-zentrierte Medizin“ an Bedeutung verliert. Neue, algorithmengesteuerten Strategien wie „patient-processing“, „individualised precision medicine”,„medical artificial intelligence“, oder einfach Health 2.0, werden künftig vor allem hochspezialisierte Anwendungstechniker:innen benötigen. Patient:innen werden aber möglicherweise vermehrt nach Ärzt:innen verlangen, die sie so beraten und begleiten, dass sie den neuen Gesundheitsmarkt möglichst selten aufsuchen müssen. Hubert Seggewiß beschreibt in seinem Vortrag (am Beispiel der Medikamentengruppe NOAK), wie ärztliches Handeln in kommerzielle Bahnen gedrängt wird, und welche Möglichkeiten bestehen, sich davon zu lösen. Und Stephan Nolte fragt "Behandeln oder Heilen?", und referiert zum Spannungsfeld "Intervention" (Medizin) und "Genesung" (Verhalten & Verhältnisse).

Moderation: Helmut Jäger (Frauenarzt im Ruhestand, Rotenburg, IPPNW, Mezis Beirat), Prof. Dr. Hubert Seggewiss (Kardiologe im Ruhestand, Hamburg, IPPNW, Mezis), Dr. Stephan Nolte (Niedergelassener Kinderarzt, Marburg, IPPNW, Mezis)

Workshop 9

Die Coronavirus-Pandemie

Status quo und zu erwartende gesellschaftliche Langzeitfolgen

Die ökonomische Globalisierung hat zu fortschreitender Naturzerstörung geführt, und eine bisher nie gekannte Beschleunigung des über Kontinente betriebenen Warenaustauschs und der (Flug-) Reisen immer größerer Personengruppen mit sich gebracht. Dies hat spezifische, neue Massen-Krankheiten hervorgebracht, Zoonosen – aus dem Tierreich auf die menschliche Population überspringende Virus-Epidemien, wie jetzt die globale Corona-Seuche. Bedroht ist nun nicht nur Gesundheit und Leben von Millionen von Menschen, sondern durch die Methoden der Abwehr auch Standards demokratischer Rechte, die in den westlichen Nationen seit langem für gesichert gehalten wurden. Der Workshop soll die Problematik herausarbeiten, aktuelle Regierungsstrategien kritisch betrachten und Alternativen skizzieren.
Einführung und Moderation: Matthias Jochheim; Referent: Dr. Rolf Gössner, Jurist, Internationale Liga für Menschenrechte (angefragt)

Veranstaltungsort

Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg
Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)
Wegweiser (pdf-Datei)


Anfahrt:

Zug:
Vom Bahnhof Rotenburg/Wümme (etwa eine Stunde von Hamburg HBF entfernt) nehmen Sie den Bus 880 Richtungen Jeddingen und steigen an der Haltestelle Glockengießerstraße aus. Von dort sind es 2 Minuten bis zum Tagungsort.

Auto:
Sie erreichen den Veranstaltungsort über die A1 aus Hamburg oder Bremen kommend und über die A27 aus Hannover, Abfahrt Rotenburg. Folgen Sie den Hinweisschildern nach Rotenburg. In der Innenstadt fahren Sie Richtung Diakonieklinikum. Die mögliche Parkfläche direkt am Klinikum ist begrenzt. Gegen eine Gebühr können Sie im Parkhaus oder auf dem gegenüberliegenden Mutterhausgelände parken. Kostenfreie Parkplätze finden Sie auf dem Lohmarkt (Ecke Fuhrenstraße, Königsberger Straße).

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