IPPNW.DE

Workshops auf dem IPPNW-Jahrestreffen

Workshop 1

Vom Atomwaffenlager bis in den Gerichtssaal

Strategien zum Zivilen Ungehorsam

In dem Workshop wird die Prozesskampagne Widerspruch vorgestellt und mit den Teilnehmer*innen die Möglichkeiten und Chancen von massenhaften Verfassungsklagen wegen des fortgesetzten Völkerrrechtsbruchs durch die atomare Teilhabe Deutschlands diskutiert.
Verantwortlich: Ernst-Ludwig Iskenius

Workshop 2

Medical Peace Work

Vernetzungstreffen

Medical Peace Work ist in Bewegung. Längst handelt es sich nicht mehr nur um ein Set von Online-Kursen zur Weiterbildung von Gesundheitsfachkräften zum Thema Frieden und Gesundheit. In den letzten Jahren wurde Medical Peace Work in das f&e Programm und die Global Health Summer School integriert, in zahlreichen Studigruppen gemeinsam diskutiert und in Form von Tutorien oder Wahlpflichtfächer von Studis an die Unis gebracht.

Es wurde zur Grundlage eines deutsch-kenianischen Austauschprojekts und soll künftig dem internationalen IPPNW Programm Aiming for Prevention zum Thema Kleinwaffen neue Impulse verleihen. Doch noch sind vieles davon separate Initiativen. In dem Vernetzungsworkshop laden wir alle MPW Aktiven und die, die es werden wollen, dazu ein, uns besser zu vernetzen, Synergiepotentiale zu erörtern und Ideen zur Weiterentwicklung von MPW in der Praxis weiter zu spinnen. Teil davon ist auch eine Bestandsaufnahme zum eigenen Fortbildungsbedarf und die Planung eines Inhouse-Workshops für MPW-Multiplikator*innen im Herbst 2019.
Verantwortlich: Anne Jurema

Workshop 3

Medien und Krieg

Medien bestimmen weitgehend unser tägliches Denken und Handeln. Alles was über den begrenzten Bereich der eigenen, unmittelbaren Erfahrung hinausgeht, wird uns mittels Medien, Schulbüchern, Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Film, Theater und Internet vermittelt. "Die öffentliche Meinung" (W. Lippmann) wird von den Medien geprägt - eine unterschätzte Macht. Alle modernen Kriege wurden medial vorbereitet. Ohne ein bedrohliches Feindbild ist die Zustimmung bzw. das Stillhalten der Bevölkerung nicht zu erreichen. Derzeit läuft der Krieg im Informationsraum auf Hochtouren. Dazu gehören "Wording", "Framing", "Fake news", "Verschwörungstheorien" ... Besonders wenn es um Krieg und Frieden geht, prallen die Informationen, Meinungen hart aufeinander. Das lässt sich beim "Krieg gegen den Terror", dem Syrienkrieg, dem Ukraine-Konflikt als auch der geschichtsvergessenen Konfrontation mit Russland besonders gut beobachten. Der AK Süd-Nord hält das Thema Medien gerade für Friedensorganisationen für hochwichtig und lädt Sie auf dem IPPNW-Jahrestreffen 2019 herzlich zum Workshop ein.
Verantwortlich: Helmut Fischer

Workshop 4

Mehr Aufmerksamkeit dank sozialer Medien

Büchel 2019

Vom 1.-6. Juli 2019 wird die IPPNW auch in diesem Jahr eine Aktionswoche in Büchel veranstalten mit bunten Protesten, Aktionen und Mahnwachen. Dabei werden wir wieder schöne Bilder erzeugen. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist der Ort des US-Atomwaffenstützpunktes in der Eifel - fernab von großen Städten - jedoch nicht ganz einfach. Deshalb wollen wir unsere eigene Öffentlichkeit schaffen - und zwar in den Sozialen Medien. Dazu bieten wir socialmedia-affine Teilnehmer*innen  einen Schulungsworkshop an. Wie können wir unsere Inhalte und Aktivitäten in Büchel in dieser Woche ganz gezielt auf Facebook, Twitter, Instagram und Youtube teilen? Wie funktionieren Hashtags? Welche Möglichkeiten bietet Instagram? Und wie kann ich mit meinem Smartphone ein kurzes Video drehen?
Verantwortlich: Angelika Wilmen und Xanthe Hall

Workshop 5

Menschenrechtstribunal zu den Rechten von Geflüchteten und Migrant*innen

Die Senkung der Asylbewerberzahlen als politischer Erfolg, die Zunahme von Abschiebungen aus stationärer Behandlung, die Einrichtung von so genannten Ankerzentren, das vorsätzliche Ertrinkenlassen von Menschen im Mittelmeer und die Kriminalisierung der Seenotretter*innen: das sind einige der brutalen Kennzeichen der gegenwärtigen Politik gegen Geflüchtetete. Zusammen mit anderen NGOS, Netzwerken und migrantischen Basisorganisationen bereitet der Arbeitskreis Flüchtlinge und Asyl deshalb seit einigen Monaten ein zivilgesellschaftliches Tribunal zum Recht auf Leben und Gesundheit von Geflüchteten und Migrant*innen vor. Das Tribunal wird im Rahmen des europaweiten Permanent Peoples‘ Tribunal on the Human Rights of Migrants and Refugee People stattfinden. In dem Workshop wollen wir das Vorhaben näher vorstellen, kritische Fragen diskutieren und Möglichkeiten der Mitwirkung aufzeigen. Das Tribunal ist für Anfang 2020 geplant. Im Rahmen des Tribunals wollen wir auch die zahlreichen zivilgesellschaftlichen Ansätze und Modellprojekte einer menschenrechtsgeleiteten und solidarischen Aufnahme von Geflüchteten zusammentragen und diskutieren.
Verantwortlich: AK Flüchtlinge

Workshop 6

Ausstieg aus der Atomenergie- und Atomwaffen-Finanzierung in Europa

Der EURATOM-Vertrag ist die Grundlage für die europäische Förderung der Atomindustrie und für die Co-Finanzierung von Atomwaffenprogrammen. „Hinkley Point C“, das teuerste aller bisherigen Atomkraftwerksprojekte, demonstriert: Neue Atomkraftwerke werden in Europa mit Billigung der EU beschlossen und dann im Schneckentempo gebaut. An einer schnellen Fertigstellung und Atomstromproduktion hat man aber gar kein Interesse. Es geht primär darum, Milliardenbeträge für Atomwaffenprogramme zu mobilisieren. Selbst Staaten, die aus der Atomenergie aussteigen, sind zur Einzahlung in den Euratom-Haushalt und somit zur Finanzierung von Atomwaffenprogrammen verpflichtet. In dem Workshop sollen diese Hintergründe und mögliche Protestaktionen gegen die heimliche Atomwaffen-Finanzierung diskutiert werden. Der Workshop knüpft an den Plenumsvortrag von Helge Bauer und Angelika Claußen an.
Moderation: Dr. Alex Rosen – Input: Helge Bauer, Henrik Paulitz

Workshop 7

Ökonomisierung und Gesundheit

Zunehmender Kostendruck in den Krankenhäusern, die unverhältnismäßige Vergütung medizinischer Leistungen durch die DRGs, die sowohl zur Schließung wichtiger Fachabteilungen als auch zur Zunahme rentabler Eingriffe geführt hat, die schlechte Bezahlung in der Pflege und insbesondere der Personalmangel in deutschen Krankenhäusern bedrohen Wohlbefinden von Patienten wie Angestellten, ebenso wie das Vertrauen in das Gesundheitssystem und die Menschlichkeit in der Medizin. Die Ergebnisse der weiterhin voranschreitenden Ökonomisierung im Gesundheitswesen werfen viele Zweifel am aktuellen System sowie die Frage nach möglichen Veränderungen auf. Gemeinsam wollen wir in diesem Workshop verschiedene Ansätze und Ideen für einen Systemwandel vorstellen, sammeln, und diskutieren.
Verantwortlich: IPPNW-Studiegruppe Berlin

Workshop 8

Der Syrienkrieg

Seine Ursachen, die Folgen für die Menschen und die Aufgaben der Friedensbewegung

Der Syrienkrieg, in den auch Deutschland auf verschiedenen Ebenen beteiligt ist, wird in unserer Öffentlichkeit wahrgenommen, die Hintergründe und Perspektiven aber weit weniger intensiv diskutiert, wie es aus unserer Sicht erforderlich wäre. Gerade haben wir mit einem IPPNW-Akzente mit dem Titel „Der Syrienkrieg – Dimensionen, Hintergründe, Perspektiven“ zu dieser wichtigen Debatte einen Beitrag veröffentlicht.

In dem Workshop werden Helmut Lohrer und Joachim Guilliard auf der Grundlage des IPPNW-Akzente in das Thema einführen und die kursierenden, völlig gegensätzlichen Narrative beleuchten. Der zweite Teil des Workshops beschäftigt sich mit den Sanktionen gegen Syrien sowie der diplomatische Ächtung als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln und möglichen Auswegen. Im dritten Teil geht es um Aktionsmöglichkeiten: Was gibt es bereits, und was können wir als ärztliche Friedensorganisation beitragen? Beispiele: Informationsarbeit - Lobbying - Ärztekontakte - Kirchenkontakte.
Moderation: Christoph Krämer

Workshop 9

Der Klimawandel als existenzielle Bedrohung und gesundheitliche Herausforderung

Wie kommen wir vom Wissen zum Handeln?

Die Erderhitzung und die zunehmende Zerstörung der natürlichen Grundlagen stellen eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und eine große Herausforderung für Gesundheit und Wohlergehen dar. Der letzte 1.5 Grad Sonderbericht des Weltklimarates hat deutlich gemacht, dass uns nur noch 12 Jahre bleiben, um eine in ihren Auswirkungen wahrscheinlich katastrophale nicht mehr steuerbare Erderwärmung noch abwenden zu können. Wir Wissen mehr als genug und im Grunde wissen wir auch, dass wir radikal umsteuern müssen. Die Politik und unser eigenes Verhalten und Handeln fällt jedoch weit hinter dem zurück, was notwendig wäre. Es liegt am Fehlen von Lösungen und (finanziellen) Mittel.

Leitend für den Workshop soll daher die Frage sein: Wie überwinden wir diese Kluft und wie kommen wir vom Wissen zum Handeln? Mit welchen - ggf. IPPNW-spezifischen - Schwerpunkten, Arbeitsweisen und Strukturen können wir in unserer Organisation aktiv werden? oder als Einzelne oder gemeinsam im eigenen Umfeld und in unseren jeweiligen Handlungsfeldern  vor Ort. Beispiele werden aufgezeigt und Handlungsoptionen werden gemeinschaftlich erarbeitet mit dem Ziel wie jeder sich engagieren kann.
Der Workshop wendet sich wieder primär an Aktive und solche, die es werden wollen.
Moderation: Katja Goebbels, Dieter Lehmkuhl

Workshop 10

Die Europäische Union vor den Wahlen

Friedensprojekt oder Militärmacht?

Die Europäische Einigung brachte nach dem Zweiten Weltkrieg Versöhnung zwischen Feinden. Auf diese Geschichte Europäische Union als Friedensprojekt wird oft verwiesen.

Doch ab 2021 sind Milliardeninvestitionen für die europäische Rüstungsindustrie, gemeinsame Militäreinsätze und noch mehr Grenzsicherung geplant. Die Förderung von Frieden und Menschenrechten droht der Abwehr von Migration und Flucht zum Opfer zu fallen.

Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 fordert ein reites Bündnis von 74 Organisationen und Institutionen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf: Setzen Sie sich für eine Europäische Union ein, die bedingungslos FÜR FRIEDEN UND MENSCHENRECHTE eintritt. Im Rahmen des Workshops schauen wir uns die Entwicklungen der Europäischen Union im Bereich der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik an und gehen der Frage nach, wie wir der Kritik an der Entwicklung der EU zur Militärmacht  anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament und darüber hinaus Gehör verschaffen können. Auch wollen wir diskutierenn, wie in der Europäischen Union Ansätze einer zivilen Friedenspolitik gestärkt werden können.
Input: Christoph Bongard, Leiter Kommunikation & Politik des forumZFD
Er koordiniert die Kampagne zum Aufruf "Rettet das Friedensprojekt Europa! Für Frieden. Für Menschenrechte. Für Europa."

Workshop 11

ICAN Cities Appeal

Städte und Bundesländer für das Atomwaffenverbot

Die Ratifikation des Atomwaffenverbots schreitet gut voran, im Vergleich mit früheren Ächtungsprozessen von Massenvernichtungswaffen sogar rekordverdächtig schnell. Eine große Herausforderung stellen allerdings NATO Länder wie Deutschland und die Atomwaffenstaaten selber dar, von denen bisher noch keines den Verbotsvertrag unterzeichnet hat. Um die Regierungen in diesen Ländern zu bewegen, legt ICAN den Schwerpunkt deshalb auf die Gewinnung von Städten und Landesparlamenten als Unterstützer für das Atomwaffenverbot. Weltweit haben sich bereits zahlreiche Städte und Gemeinden angeschlossen. In Deutschland sind Mainz und Bremen Vorreiter und in einigen weiteren Bundesländern laufen bereits Initiativen.

Wir wollen im Workshop konkrete Vorschläge machen und gemeinsam diskutieren, wie wir weitere Parlamente gewinnen können.
Moderation: Inga Blum und Lars Pohlmeier

Veranstaltungsort

Evang. Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
und Bürgerzentrum West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart

Anfahrt Hospitalhof
Vom Hauptbahnhof Stuttgart mit S-Bahn,
Linien S1 – S6, Gleis 101, bis Haltestelle „Stadtmitte“,
Ausgang Büchsenstraße, Richtung Liederhalle

Anfahrt mit dem PKW und Parkmöglichkeiten

Anfahrt Bürgerzentrum West
U2/ U9 Haltestelle Schwab-/ Bebelstraße
Buslinie 42 Haltestelle Schwab-/ Bebelstraße

Weitere Informationen

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