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IPPNW-Jahrestreffen 2026 in Jena

Friedensfähig statt kriegstüchtig!

28.04.2026 Vom 24. bis 26. April 2026 fand in Jena das IPPNW-Jahrestreffen statt. Die IPPNW, die in Jena auf eine Tradition seit 1984 zurückblickt, widmete sich aktuellen Fragen von Krieg, Frieden und gesellschaftlicher Verantwortung. Zum Auftakt betonten politische Vertreter*innen die besondere Verantwortung von Medizin und Gesellschaft in Zeiten wachsender globaler Spannungen. Die Thüringer Gesundheitsministerin Katharina Schenk unterstrich, dass ärztliche Verantwortung nicht an der Praxis- oder Kliniktür ende. Auch der Jenaer Bürgermeister Johannes Schleussner hob hervor, dass Engagement für Frieden angesichts aktueller Konflikte an Bedeutung gewinne.

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Dokumentation

Vortrag Prof. Dr. Klaus Dörre
Nach der Zeitenwende: Rüstung erzeugt Krieg
[Aufzeichnung]
[Auszug aus dem Vortrag]

Workshops:
Vortrag Prof. Johannes Varwick
Entspannungspolitik 2.0
[Zusammenfassung des Vortrags]

Podiumsdiskussion:

„Auf dem Weg in eine Abschiebegesellschaft?"
Folgen der GEAS Reform für das Asylsystem in Deutschland und was wir als Menschen aus dem Gesundheitswesen tun können
[Folien der Keynote von Claire Deery, Migrationsrechtsexpertin und Rechtsanwältin]

Prof. Ekkehard Schleußner, IPPNW-Regionalgruppe Jena
Grußwort
[Aufzeichnung]

Katharina Schenk, Gesundheitsministerin Thüringen
Grußwort

Johannes SchleußnerDezernent und Bürgermeister von Jena 
Grußwort

Presseschau

27.04.2026 IPPNW-Pressemitteilung vom 26. April 2026
Friedensorganisation fordert Absage an Hochrüstung und Umkehr hin zu Diplomatie

Ostthüringer Zeitung
Ärzte singen in Jena für den Frieden
Die medizinische Friedensorganisation IPPNW fordert das Ende der Aufrüstung und einen diplomatischen Kurswechsel zu Israel
zum Beitrag -->hier ohne Bezahlschranke

MDR aktuell
Ausgabe vom So, 26.4.2026, 18 Uhr
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-1106438.html (ab Minute 2:58)

JenaTV
Singen für den Frieden
Friedensorganisation IPPNW initiierte Singen vor der Stadtkirche
zum Beitrag
Berliner Zeitung
Friedensorganisation IPPNW lädt nach Jena
Mediziner debattieren über Aufrüstung
zum Beitrag
Jena TV
Friedensliedersingen auf den Stufen der Stadtkirche
zum Beitrag
Osthüringer Zeitung
Rikscha-Transport zum Friedenssingen
"Das Friedenssingen beginnt um 13.30 Uhr und ist der Abschluss des IPPNW-Deutschland-Jahrestreffens, das kommende Woche in Jena stattfindet."
zum Beitrag

Pressenza
Menschen aus dem Gesundheitswesen für Frieden und Abrüstung 
IPPNW-Jahrestreffen in Jena 
zum Bericht

Programm

Freitag, 24. April 2026

Ort: Unicampus Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 3


19.00 Uhr: Begrüßung 

  • Prof. Ekkehard Schleußner, IPPNW-Regionalgruppe Jena
  • Katharina Schenk, Gesundheitsministerin Thüringen
  • Uwe Trieschmann, IPPNW-Vorstand

19.15 Uhr: Vortrag Nach der Zeitenwende: Rüstung erzeugt Krieg

Prof. Dr. Klaus Dörre ist emeritierter Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Anstatt einer Rüstungskonversion erleben wir derzeit eine Konversion zur Rüstungsindustrie. Die Bundesregierung investiert Hunderte Milliarden, um Deutschland „kriegstauglich“ zu machen – von der Infrastruktur bis zu Krankenhäusern. Der sozial-ökologische Umbau bleibt dabei auf der Strecke. Wie Günther Anders es nannte, entsteht eine „Doppelindustrie“, die nicht nur Waffen produziert, sondern auch permanent neuen „Waffenbedarf“ schafft – und so Kriege befördert. Die Folgen sind verheerend: Abgesehen von Tod und Leid in Konflikten ist die Aufrüstung selbst ökologisch katastrophal. Der deutsche Militärsektor verursacht jährlich 4,5 Millionen Tonnen CO₂ – so viel wie eine Million Autos. Ein F-35-Kampfjet stößt pro Stunde mehr CO₂ aus als ein Durchschnittsdeutscher im ganzen Jahr. Wer die Rüstungsproduktion langfristig steigert, handelt nicht nachhaltig, sondern treibt einen doppelten Exterminismus voran: Atomkriegsgefahr und Ökozid.

 

Samstag, 25. April 2024

Akademiehotel Jena

ab 08.00 Uhr Anmeldung
Markt der Möglichkeiten und Austausch der Regionalgruppen

9.00 Uhr Begrüßung und Grußwort
Johannes Schleußner
Dezernent und Bürgermeister von Jena 
Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

9.10 Uhr 

Fukushima 15 Jahre später - ein Reisebericht 
(Teilnahme gegen Spende)
Dr. Alex Rosen

15 Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima reiste IPPNW-Arzt Dr Alex Rosen im September 2025 durch die kürzlich wieder geöffnete Evakuierungszone. In seinem Kurzvortrag gibt er Einblicke in die surreale Realität in Fukushima.

09.30 Uhr

Pecha-Kucha-Präsentationen zu IPPNW-Themen

10.30 Uhr: Kaffeepause

11.00 Uhr: Workshops (Teilnahme gegen Spende)

  • Wie hat das digitale Zeitalter Aktivismus verändert? Praktische Beispiele, digitale Kompetenzen in der IPPNW, Perspektiven der jungen Generation.
  • Militarisierung des Gesundheitswesens – wie komme ich ins Gespräch mit meinen Kolleg*innen?
  • Der sogenannte Friedensprozess in der Türkei, die Bedeutung für die ganze Region und die Möglichkeiten, den Prozess zu unterstützen.
  • Entspannungspolitik 2.0
  • Mittelstreckenwaffen in Europa: Wie können wir uns gegen die Stationierung engagieren?
  • Trotz Waffenruhe geht die humanitäre Katastrophe und das Töten in Gaza weiter

12.30 Uhr: Mittagspause

13.30 Uhr: IPPNW-Mitgliederversammlung (nicht öffentlich)

Berichte 
    • Gemeinsamer Bericht von Vorstand, Geschäftsstelle und Studierenden
    • Schatzmeisterin
    • Revisorinnen
    • International Councillor

Aussprache

Entlastung des Vorstandes

Anträge und Resolutionen

19 Uhr Ende

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird die Ausstellung "Menschheitsverbrechen im 20. Jahrhundert", Atombombenabwürfe und Massenmord mit Bildern aus der Maruki-Galerie in Japan gezeigt. Es wird eine kurze Einführung von Regine Huppenbauer-Krause geben.

20.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen im Restaurant „Zur Noll“ in der Altstadt von Jena

Sonntag, 26. April 2026

Akademiehotel Jena

10.00-12.00 Uhr Begrüßung

Franca Brüggen, IPPNW-Vorstandsmitglied

Keynote: 
Claire Deery: GEAS kommt, was bedeutet das für uns?

Podiumsdiskussion:

Auf dem Weg in eine Abschiebegesellschaft? Folgen der GEAS Reform für das Asylsystem in Deutschland und was wir als Menschen aus dem Gesundheitswesen tun können“

Brutaler geht immer? Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystem GEAS 2024 wurde als weitere Aushöhlung des Asylrechts und als Angriff auf Menschenrechte und Rechtsstaat kritisiert. Deutschlands Umsetzung der europäischen Regeln in nationales Recht ab 2026 geht nun in Härte und Inhumanität über die Vorgaben der EU hinaus. Das Gesetz beinhaltet stärkere Freiheitsbeschränkungen, mehr Leistungskürzungen für Geflüchtete und mehr Verfahren mit dem primären Ziel schneller Abschiebungen All dies wird massive Auswirkungen auf die Gesundheit und den Zugang zur Gesundheitsversorgung von schutzsuchenden Menschen haben. In einer Podiumsdiskussion fragen wir: Wie verändert GEAS das Asylsystem, welche Auswirkungen hat es auf Geflüchtete und Gesundheitsräfte – und wie können wir als Gesundheitsberufler*innen Härten abfedern und Solidarität organisieren?

Referentinnen:  Claire Deery, Migrationsrechtsexpertin und Rechtsanwältin; Ulrike Schneck, Vorstandsvorsitzende Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e. V. (BAfF e. V.)/AK Geflüchtete & Asyl IPPNW, Désirée Gapé (Black Action Jena) und K (ROSA e.V.). Moderatiion: Franca Brüggen

13.30 Uhr: Öffentliches Friedenssingen
Kirchplatz Jena, 07743 Jena

Zum Abschluss des Jahrestreffens lädt die IPPNW zu einem öffentlichen Friedenssingen in die Innenstadt von Jena ein. Eingeladen sind alle Menschen, denen Frieden und gewaltfreie Lösungen von Konflikten am Herzen liegen. Die Veranstalter erwarten zahlreiche Chöre, Musikgruppen und Solist*innen zu einer starken gemeinsamen Kundgebung. Musik als Weltsprache verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Glaubensrichtungen. Gemeinsames Singen macht Verbundenheit spürbar und verleiht der Hoffnung auf eine friedlichere Welt Ausdruck. Gerade in kriegerischen und beunruhigenden Zeiten sind alle herzlich willkommen, mit ihrer Stimme ein Zeichen zu setzen – gegen Krieg und Gewalt und für Menschlichkeit und Zusammenhalt.

Ende ca. 15.00 Uhr

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