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IPPNW-Anzeige zum Fukushima-Jahrestag 2018

Einsendeschluss: 04.03.2018

In diesem Jahr wollen wir am Vortag des Jahrestages, dem 10. März 2018, wieder eine ganzseitige Anzeige in einer bekannten überregionalen Zeitung veröffentlichen. Wir bitten Sie, die Anzeige zu unterschreiben und mit Ihrem Beitrag die ganzseitige Veröffentlichung zu ermöglichen. Das Formular finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Vielen Dank!

Text der Anzeige

Nuklearbrennstoff aus Deutschland für Pannenreaktoren und US-Atombomben?

32 Jahre Tschernobyl, 7 Jahre Fukushima

Botschaft der Aborigines: „Lasst das Uran in der Erde!“

In Fukushima ereignete sich im März 2011 der Super-GAU mit Kernschmelzen in mehreren Reaktoren. In der Nähe der Schmelzmassen wird nach wie vor extrem hohe Radioaktivität gemessen. Die Atomkatastrophen in Fukushima und Tschernobyl dauern an - mit schwerwiegenden Folgen für Mensch und Natur.

Die in Japan geschmolzenen Kernbrennstoffe kamen aus Deutschland.

Die Betreiberfirma TEPCO gehörte zu den Kunden der URENCO-Urananreicherungsanlage in Gronau und der AREVA-Brennelementefabrik in Lingen. Dort wird trotz des Atomausstiegs weiterhin atomarer Brennstoff produziert und gut daran verdient. Auch die Pannenreaktoren Tihange, Doel und Cattenom sind mit Brennelementen aus deutscher Fertigung bestückt. 

Die Uranfabriken in Gronau und Lingen wurden beim Atomausstieg ausgeklammert  -  ein Skandal!

Alle Forderungen, die Werke stillzulegen, sind bisher von der Bundesregierung abgelehnt worden. Sie scheut die Auseinandersetzung mit den mächtigen transnationalen Konzernen. Exportstopp von Kernbrennstoff und Schließung der beiden Fabriken könnten jedoch rechtssicher verfügt werden.

Beitrag zum US-Atombombenprogramm?

URENCO liefert angereichertes Uran auch in die USA. Es wird nicht nur für die Herstellung von Brennelementen zur Stromerzeugung, sondern auch zur Produktion von Tritium benötigt. Tritium ist in großen Mengen für die „Instandhaltung und Modernisierung“ der Atomwaffen erforderlich. Die USA sind auf den Import angereicherten Urans angewiesen, weil es dort seit einigen Jahren keine eigene Urananreicherungsanlage gibt. Es ist zu vermuten, dass aus Deutschland stammendes angereichertes Uran auch für militärische Zwecke eingesetzt wird.

Zivile und militärische Nutzung von Uran sind zwei Seiten einer Medaille. Eine Trennung ist nicht möglich. Der Ausstieg aus der Urananreicherung ist deshalb auch aus friedenspolitischen Gründen notwendig.

Unsere Forderungen:

Vollständiger Atomausstieg  -  jetzt:
Atomfabriken in Gronau und Lingen schließen!
Verbliebene Atomkraftwerke umgehend abschalten!

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6 Jahre Fukushima - 31 Jahre Tschernobyl

Die IPPNW-Anzeige "6 Jahre Fukushima – 31 Jahre Tschernbyl" ist am 10. März 2017 in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Herzlichen Dank allen 2.026 UnterstützerInnen!

Fukushima-Anzeige


IPPNW-Anzeige vom 10.03.2017 in der Süddeutschen Zeitung | Danke an 2.026 UnterstützerInnen!

Internationaler IPPNW-Kongress



Hier finden Sie die Kongressdokumentation:
5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl
26.-28.02.2016, Berlin

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