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IPPNW-Presseinformation vom 19.4.2010

Merkel soll sofortigen Waffenstillstand der Bundeswehr anordnen

Afghanistan-Krieg

19.04.2010

Die jüngsten Todesopfer unter deutschen Soldaten in Afghanistan und die zunehmende Zahl ziviler afghanischer Opfer von NATO-Militäroperationen erfordern sofortige friedensfördernde Maßnahmen. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung auf, einen sofortigen einseitigen Waffenstillstand und einen Rückzug der deutschen Militäreinheiten in ihre Camps anzuordnen sowie die rasche Rückkehr der Truppen nach Deutschland vorzubereiten.

„Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt, und die Bevölkerung in Afghanistan braucht nicht Bomben und Besatzungstruppen, sondern Friedenslösungen und Aufbauhilfe“, erklärt Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW. „Wenn die Trauer von Verantwortlichen um die Opfer auf beiden Seiten ernst zu nehmen sein soll, muss sie zu einer Wende der NATO-Politik führen, sonst sind weitere blutige Desaster unausweichlich“, so Jochheim.

Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Jens-Peter Steffen, Tel. 030 – 69 80 74 13

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