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IPPNW

Ansprechpartnerin

Xanthe HallXanthe Hall
Referentin für Abrüstung und Atomwaffen

Tel. 030 / 698074 - 12
Email ippnw@ippnw.de

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Für eine Welt ohne Atomwaffen

Das nukleare Erbe des Kalten Krieges ist nicht überwunden: Noch liegen weltweit mehr als 25.000 Atomwaffen in den Arsenalen. Trotz rechtsverbindlicher Abrüstungsverpflichtungen halten die Atomwaffenstaaten an einer großen Zahl von Atomwaffen fest, ja modernisieren sie sogar. Hinzu kommen immer mehr neue Atomwaffenstaaten. Die IPPNW recherchiert die aktuellen Entwicklungen bei der Herstellung neuer Atomwaffen, studiert die Einsatzfolgen und nimmt auf die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen Einfluss. Unser Ziel: Die Abschaffung aller Atomwaffen. 



Atomwaffen abschaffen
 
Die deutsche IPPNW beteiligt sich an der internationalen Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen „I CAN“, die eine Konvention zur Abschaffung der Atomwaffen fordert. In Deutschland trägt die IPPNW als Netzwerkpartner die Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ mit. Im Rahmen unserer internationalen Mitgliedschaft in der „Middle Powers Initiative“ reden wir mit EntscheidungsträgerInnen und DiplomatInnen über Wege zu einer atomwaffenfreien Welt.

Atomwaffenstaaten
 
Seit Anfang des 21. Jahrhunderts hat sich die Diskussion um die internationale Abrüstung von Atomwaffen in dramatischer Weise verschärft. Neben den Verträgen, die seitens der USA entweder gekündigt oder gar nicht erst ratifiziert worden sind, droht nun auch der Atomwaffensperrvertrag auseinander zu brechen. Damit aber nicht genug: die USA wollen ihre Atomwaffen modernisieren und haben unter Bush eine Nuklearstrategie – einschließlich der Androhung eines „präventiven“ Einsatzes - entwickelt. Der Prager Aufruf von Barack Obama gibt uns jedoch Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen. Allerdings müssen den Worten jetzt auch Taten folgen.

Weitergabe von Atomwaffen
 
Die zivile Nutzung der Atomenergie birgt die Gefahr der militärischen Nutzung. Aufgrund des Abschlusses des Atomwaffensperrvertrags im Jahr 1970 und die Kontrolle durch die IAEO gab es die Hoffnung, das Wissen, das Material und die Technologie für die Weitergabe von Atomwaffen in Grenzen zu halten. Doch inzwischen gibt es bereits neun Atomwaffenstaaten und den Verdacht auf geheime Atomprogramme.

Atomtests
 
Am 16. Juli 1945 wurde der erste Atomtest, Trinity, gezündet. Seitdem haben die USA, UdSSR bzw. Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Pakistan und Nordkorea 2.058 Atomwaffentests durchgeführt, davon 528 oberirdisch. Diese Tests haben zu einer weltweiten Strahlenbelastung der Erde geführt, die die Gesundheit der Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinträchtigt hat und weiter beeinträchtigen wird.

Hiroshima und Nagasaki
 
Bis heute erkranken Überlebende der Atombombenabwürfe an Krebs und sterben daran - obwohl seit ihrer Strahlenexposition über 60 Jahre vergangen sind. Jedes Jahr am 6. und 9. August erinnern wir an die Opfer und klären über die Folgen des Einsatzes von Atomwaffen auf.

Raketenabwehr und Weltraum
 
Die IPPNW begrüßt den Verzicht Obamas auf das US-amerikanische Raketenschildprojekt in Polen und Tschechien.  Allerdings gibt es Bestrebungen, stattdessen mobile Raketenabwehrsysteme zu installieren. Als ein möglicher Standort wird die Ramstein Air Base in Deutschland genannt.