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IPPNW-Pressemitteilung vom 10. September 2020

Menschen aus Moria endlich Schutz und Ruhe gewähren

Brand im Geflüchtetenlager

09.09.2020 Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung und die Innenminister der Länder auf, endlich die zugesagten Menschen aus dem Geflüchtetenlager Moria aufzunehmen. Seit Monaten unterstützen deutsche Nicht-Regierungsorganisationen und Kommunen die Forderung, Geflüchtete aus den Lagern in Deutschland und anderen EU-Ländern aufzunehmen. Viele Kommunen und Bundesländer haben immer wieder betont, dass sie dazu bereit sind. Die Bundesregierung muss sich innerhalb der Europäischen Union dafür einsetzen, für alle Geflüchteten eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen, die es den Bewohner*innen des nun abgebrannten Lagers ermöglicht, Schutz vor faschistischen Angriffen und Ruhe zu finden.

Hilfsorganisationen vor Ort berichteten, dass Rauch und Flammen den Bewohner*innen die Fluchtwege blockiert hätten. Im völlig überfüllten Lager Moria leben Menschen, die vor Krieg, dem Klimawandel und anderen humanitären Gründen geflohen sind. Es ist davon auszugehen, dass dort auf engem Raum und ohne Schutz viele Menschen mit traumatischen Vorerfahrungen und zerrissenem Bezugsnetzwerk leben. Der Ausbruch von SARS-CoV-2  an einem Ort, wo Menschen keine hygienischen, physischen und psychischen Schutzmaßnahmen ergreifen können, führt unweigerlich zu einer Eskalation.

„Wir haben Platz. Die aktuelle Situation nach den Bränden im Lager und mit einem Covid-19 Ausbruch führt uns erneut vor Augen, dass Moria nie sicher war und kein sicherer Ort für Menschen ist. Unabhängig davon, wer für die Brände verantwortlich ist: Die Eskalation war absolut vermeidbar“, erklärt Carlotta Conrad, Mitglied des IPPNW-Vorstandes. 

Kontakt:
IPPNW: Angelika Wilmen, wilmen@ippnw.de, Mobil 0162 2057943

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Ansprechpartnerin

Anne Jurema

Anne Jurema
Referentin "Soziale Verantwortung"
Tel. 030/698074 - 17
Email: jurema[at]ippnw.de

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