Berlin- 200 afrikanische Flüchtlinge hungern im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland. Die Afrikaner sind tätlichen Übergriffen der türkischen Sicherheitsbehörden ausgesetzt. Es soll bereits drei Tote gegeben haben. Das berichtet heute der türkische Menschenrechtsverein (IHD).
Die Informationen der IHD sind besorgniserregend. Die unabhängige Ärzteorganisation IPPNW hat deshalb den türkischen Ministerpräsidenten Bülent Ecevit, die Abgeordneten des europäischen Parlamentes, die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses Christa Nickels, die Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsparteien und Bundestagsabgeordnete schriftlich aufgefordert, zügig für eine Verbesserung der akuten Notlage der Afrikaner zu sorgen. Dazu gehört auch der ungehinderte Zugang des IHD und anderer Hilfsorganisationen zu den Afrikanern, der bisher von den türkischen Behörden behindert wurde.
Nach Informationen des IHD, einer für uns vertrauenswürdigen Quelle, sind seit dem 7. Juli mehr als 200 afrikanische Flüchtlinge in Istanbul von türkischen Sicherheitsbehörden verhaftet worden. Einziges Festnahmekriterium: die schwarze Hautfarbe. Die Verhafteten wurden dann am 14. Juli von der türkischen Gendarmerie über die türkische Grenze nach Griechenland deportiert. Die griechischen Grenzbeamten zwangen sie wieder zurück.
Seitdem harren die Afrikaner zwischen den Grenzen aus. Es wird von drei Todesopfern und zwei Vergewaltigungen berichtet. Außerdem von tätlichen Angriffen der türkischen Organe. Die schätzungsweise 205 Flüchtlinge sollen hungern.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Dr. Ute Watermann
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