Annalena Baerbock soll sich für die Rücknahme der im Haushaltsentwurf der Bundesregierung vorgesehenen Kürzungen bei der humanitären Hilfe einsetzen. Das fordert ein Offener Brief der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen und Dr. Lars Pohlmeier an die ehemalige Bundesaußenministerin und zukünftige Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen. „Deutschland muss seine humanitären Hilfen aufstocken und angesichts der dramatischen Weltlage und der vielen humanitären Krisen mehr Verantwortung übernehmen“, heißt es in dem Schreiben.
Unter Verweis auf die Krisen in dieser Welt heißt es weiter: „In einer Zeit großer humanitärer Katastrophen plant die Bundesregierung in ihrem Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 massive Kürzungen bei der Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe. Die Bilder aus Gaza, dem Ostkongo, Äthiopien oder dem Sudan dokumentieren die Notwendigkeit, die humanitäre Hilfe auszubauen und finanziell aufzustocken. Allein im Sudan gehen die Vereinten Nationen von über 12 Millionen Geflüchteten und Zehntausenden Toten aus. Fast jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist unterernährt.“
Unter Verweis auf die steigenden Verteidigungsausgaben kritisiert der Brief, dass die Bundesregierung „für das Welternährungsprogramm finanzielle Mittel im Wert eines einzigen Leopard-Panzers“ aufwendet, während allein von diesen Panzern 1.000 Stück beschafft werden sollen.
Der Brief wurde anderem auch von den Professoren Dr. Klaus Moegling (habilitierter Politikwissenschaftler i.R., Universität Kassel), Dr. Johannes Varwick (Universität Halle-Wittenberg und Präses des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit), Dr. Jost Hinrich Eschenburg (Mathematiker, Universität Augsburg) und Dr. Albert Fuchs (Psychologe, Universität Erfurt) unterzeichnet.
Sie finden den Offenen Brief unter folgendem Link.
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