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IPPNW-Pressemitteilung November 2025

Krisenfest statt kriegstüchtig!

Protestkundgebung gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens

Ein Bündnis von Organisationen aus dem Gesundheitswesen ruft zu einer Demonstration gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens anlässlich des Symposiums "Zivile Notfall- und Rettungsmedizin. Bevölkerungsschutz" am 20. November 2025 vor dem Charité Virchow-Klinikum in Berlin auf.

Die Gesundheitsversorgung und die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen werden als Folge von Profit- und Marktorientierung immer prekärer. Anstatt nachhaltiger bedarfsgerechter Planung, Finanzierung und Ausrichtung auf die Zivilbevölkerung soll das Gesundheitswesen nun „kriegstüchtig“ gemacht werden. Im öffentlich gewordenen Rahmenplan »Zivile Verteidigung Krankenhäuser Berlin« der Berliner Senatsverwaltung werden hierzu erste Schritte geplant. Auch beim Symposium an der Charité vom 20. bis 22.11.25 sind ranghohe Militärs präsent. 
Die „Kriegstüchtigkeit“ der Krankenhäuser wird dabei mit vermeintlichen Finanzierungsversprechen verknüpft. Für den sogenannten „Verteidigungs- oder Spannungsfall“ werden massive Eingriffe in die Grundrechte von Gesundheitsarbeiter*innen und Patient*innen geplant. Im Ernstfall zählen weder medizinische Ethik, noch Arbeitsrecht oder individuelles Patientenwohl, sondern es herrscht Kriegslogik - und diese soll jetzt schon eingeübt werden.

"Krieg bedeutet immer Verletzung, Leid und Tod. Wir Menschen aus dem Gesundheitswesen wollen uns nicht an der Illusion beteiligen, dass ein Krieg beherrschbar sein kann. Die einzige Möglichkeit, Leid und Tod durch Kriege zu verhindern, ist die Sicherung des Friedens. Das Gesundheitswesen darf nicht der Logik und der Befehlsgewalt des Militärs unterworfen werden", so Nastassja Erlacher, Studierendensprecherin der IPPNW.

"Das Rettungsdienstsymposium ist ein typisches Beispiel dafür, dass ganz bewusst zivile Rettungsmedizin und Kriegsmedizin verkoppelt werden. Unser "Mindset" soll so verändert werden, dass wir auch mental "kriegstüchtig" werden. Bei der Vermischung von ziviler Medizin und Militär geht es um psychologische Vorbereitung auf Krieg, der uns dann eines Tages als unvermeidlich präsentiert werden wird. Als ehemaliger Zivildienstleistender mache ich dabei nicht mit", erklärt Michael Friedrichs vom vdää* Berlin.

Krisenfest statt kriegstüchtig! 
Protestkundgebung gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens
Do. 20.11.25 // 8:30 – 11:00 Uhr // 
Charité Virchow-Klinikum - U-Bahn Amrumer Straße

Der vollständige Aufruf zur Kundgebung am 20.11.25 findet sich u.a. hier: gesundheitohneprofite.noblogs.org/post/2025/11/15/krisenfest-statt-kriegstuchtig

Aufrufende Organisationen: 
Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite | Verein demokratischer Ärzt*innen (VdÄÄ) | 
Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriegs - Ärzt*innen in sozialer Verantwortung (IPPNW) | Internationale der Kriegsdienstgegner*innen (IDK) | Kritische Medizin Berlin | 
Die Linke Berlin - Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit und Pflege

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Ansprechpartner*innen

Marek Voigt
Marek Voigt
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 / 698074 - 15
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Regine Ratke
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Redaktion IPPNWforum, Social Media
Assistenz der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Samantha Staudte
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