Friedensorganisationen protestieren anlässlich der ersten Lesung des Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG) am 16. Oktober im Bundestag gegen die Wiedereinführung des Wehrdienstes. Laut dem bereits vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf sollen nicht nur alle jungen Menschen Werbebriefe von der Armee erhalten (und junge Männer gezwungen werden, einen Fragebogen auszufüllen), auch eine neue Wehrerfassung, Wehrüberwachung und die Zwangsmusterung junger Menschen sind geplant.
Die Friedensorganisationen fordern die Bundesregierung auf, die Wehrdienstpläne zu stoppen. Weitere Aufrüstung wird nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern nur in einer teuren und gefährlichen Aufrüstungsspirale münden.
Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen, rufen wir zu einer Fotoaktion mit Kundgebung auf.
Wann: Donnerstag, 16. Oktober 2025, 9:00 Uhr (Aufbau ab 8:30 Uhr)
Wo: Zwischen Paul-Löbe-Haus und Reichstagsgebäude (Paul-Löbe-Allee, 10557 Berlin)
Was: Bei der Fotoaktion werden wir DIN-A0-Versionen des Gesetzestexts und der Bundeswehr-Anschreiben in einem großen Gartenhäcksler schreddern. Dazu werden wir passende Schilder und Transparente halten. Außerdem wird ein großes – etwa 4 Meter hohes – aufgeblasenes zerbrochenes Gewehr aufgebaut.
Wer: Als Redner*innen treten auf
-David Werdermann (Rechtsanwalt, der dieses Gutachten (PDF) verfasst hat)
- Margarita Kavali (linksjugend [‘solid])
- Wolfram Beyer (Internationale der Kriegsdienstgegner*innen)
- Daniel Lücking (DFG-VK, ehemaliger Bundeswehr-Soldat)
- Jusos
- Greenpeace Jugend
Die Aktion wird organisiert und durchgeführt von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, den Naturfreunden Deutschlands, der IDK, der IPPNW, der Berliner VVN-BdA und pax christ Deutschland unter Beteiligung von Greenpeace Deutschland
Fotos der Aktion sind ab ca. 11 Uhr zur freien Verwendung hier zu finden: www.flickr.com/photos/ippnw/
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