Ein schwerer Unfall in den grenznahen Schweizer AKWs würde mit großer Wahrscheinlichkeit auch Deutschland massiv betreffen. Dies gilt nicht nur für den Süden Deutschlands. Die Schweizer Atomkraftwerke Beznau, Gösgen und Leibstadt gehören zu den ältesten der Welt. Alle vier Reaktoren stehen nahe oder direkt an der deutschen Grenze. Keine der Anlagen entspricht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Dennoch sind die potenziellen Auswirkungen eines solchen Super-GAU in der Öffentlichkeit kaum bekannt.
Zeit: Donnerstag, 26. Juni 2025, 11:00 bis 12:00 Uhr
Ort: Bürger- und Medienzentrum des Landtags von Baden-Württemberg (Bertha-Benz-Saal), Konrad-Adenauer-Straße 3, 70173 Stuttgart.
Thema: Vorstellung der Studie "Grenzenloses Risiko - Gefährdung Deutschlands durch schwere Unfälle in Schweizer Atomkraftwerken" mit einem Vorwort von Prof. Dr. Wolfgang Renneberg, Leiter a.D. der Abteilung Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung des Bundesumweltministeriums und Dr. Hauke Doerk, Referent für Radioaktivität und Energiepolitik am Umweltinstitut München e.V.
Es referieren:
Stefan Auchter, Vize-Präsident Trinationaler Atomschutzverband
Armin Simon und Dr. Angelika Claußen, Autor*innen der Studie zur Gefährdung Deutschlands durch Schweizer Atomanlagen
Harald Lotis, Bürgermeister Bahlingen am Kaiserstuhl zum Standpunkt einer potenziell betroffenen Gemeinde
Mit Untersuchungen und Modellrechnungen wurden in den vergangenen Jahren die mögliche Ausbreitung einer radioaktiven Wolke aus einem Schweizer AKW, den Fallout, die radioaktive Belastung für Mensch und Umwelt und die Konsequenzen eines schweren Unfalls abgeschätzt. Die neue Überblicksstudie liefert erstmals ein umfassendes Bild über die zu erwartenden Folgen für Deutschland.
Anmeldung erbeten
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, sich anzumelden bei: stephanie.eger@atomschutzverband.ch
Medienvertreter außerhalb des (Bundes)landes können über einen Livestream an der Pressekonferenz teilnehmen. Bitte beantragen Sie den Link bei Ihrer Anmeldung.
Weitere Informationen:
https://atomschutzverband.ch/
https://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/aerzteappell-leibstadt.html
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