Pressemitteilung vom 5.5.2015

Friedensbewegung demonstriert zum 70. Jahrestag des Kriegsendes

Brückenschlag zwischen historischer Erinnerung und aktueller Herausforderung

05.05.2015 Das Aktionsbündnis "8. Mai - 70 Jahre Tag der Befreiung" veranstaltet am 10. Mai 2015 unter dem Motto "Nein zu Krieg und Faschismus – für eine Politik der Verständigung und friedlichen Konfliktlösung" eine Demonstration. Nach der Befreiung Europas von Faschismus und Krieg vor 70 Jahren bestand mit der Stärkung des Völkerrechts die Hoffnung auf die friedliche Lösung von Konflikten im Rahmen internationaler Beziehungen. Doch 70 Jahre nach Ende des von Deutschland verschuldeten Weltkrieges sind deutsche Soldaten wieder an Interventions-kriegen beteiligt. Die Bundesregierung duldet Kriegsvorbereitungen und Interventionen durch militärische Verbündete von deutschem Boden aus. Der Einsatz von US-Kampfdrohnen, der laut Medieninformationen über Ramstein abgewickelt wird, untergräbt das Völkerrecht.

Der Krieg findet wieder in Europa statt. Deutschland trägt Mitschuld an der gefährlichen Entwicklung des Konflikts zwischen der NATO und Russland und dem Krieg in der Ukraine. Die Initiative der deutschen Bundeskanzlerin und des französischen Präsidenten im Februar zum Minsker Abkommen dagegen war ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Friedensbewegung demonstriert am 10. Mai für eine Welt ohne Krieg, für die Abschaffung der Atomwaffen, gegen den Einsatz von Kampfdrohnen und für eine friedliche Konfliktbearbeitung. Treffpunkt der Demonstration am 10. Mai 2015 ist um 12 Uhr am Hackeschen Markt, die Abschlusskundgebung wird um ca. 14 Uhr Paul-Löbe-Allee am Reichstag stattfinden. Redner sind u.a. die Antifaschistin Erika Baum, der Schauspieler Peter Sodann sowie Rolf Becker, Schauspieler und Mitglied in der Gewerkschaft ver.di. Oskar Lafontaine wird per Video zugeschaltet.

Am 9. Mai 2015, 14 Uhr werden Vertreter der Friedensbewegung am Ehrenmal im Tiergarten 80.000 gefallenen sowjetischen Soldaten gedenken und Blumen niederlegen.

Am 9. Mai 2015 findet um 18 Uhr anlässlich des Balls des Heeres der Bundeswehr zur Feier des 60. Jahrestags des Beitritts der BRD zur NATO die Protestaktion "Tanz am Rande des Abgrunds" am Hammarskjöldplatz in Berlin statt. Die Friedensbewegung schlägt Krach gegen diesen Kriegerball mit Töpfen, Trommeln, Rasseln und Tröten.
 
"Bei den Veranstaltungen am 8. und 9. Mai 2015 steht das ehrende Gedenken an die Befreiung von Krieg und Faschismus im Mittelpunkt. Am 10. Mai gehen wir auf die Straße aus Sorge um die fortschreitende Militarisierung der deutschen Außenpolitik und der Gefahr einer militärischen Konfrontation in Europa, die atomar eskalieren kann", erklärt Laura von Wimmersperg von der Berliner Friedenskoordination.

"Die Kundgebung ist ein Brückenschlag zwischen historischer Erinnerung und aktueller Herausforderung. Wir brauchen eine revitalisierte Friedensbewegung, die bunt, kreativ und interessant ist auch für junge Menschen. Was uns eint, ist der Wunsch nach Frieden und Abrüstung und der Widerspruch gegen herrschende Politik", erklärt Reiner Braun, einer der Sprecher der Koordination für den Frieden.

Den kompletten Aufruf der Berliner Friedenkoordination zur Demonstration am 10. Mai 2015 finden Sie unter www.frikoberlin.de/befreiung/2015/aufruf.pdf

Aufruf zur Protestaktion am 9. Mai 2015 http://www.frikoberlin.de/tmp/20150509krach.pdf

Einen Kalender mit einem Überblick der Veranstaltungen zum Tag der Befreiung 2015 finden Sie unter www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Veranstaltungskalender_8._Mai_2015.pdf

Pressekontakt: Angelika Wilmen (IPPNW), 030 - 698 074 15, Email: wilmen@ippnw.de
Laura von Wimmersperg (Friko), 030 - 7823382, Email: laurawimmersperg@t-online.de

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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