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Aus IPPNW-Forum 181/2025

Militärisches Mindsetting: ein neues Feld ärztlicher Fortbildung

Zur Rolle der Ärztekammern bei der zivil-militärischen Zusammenarbeit

Der „wohl schönste Bundeswehrstandort“ (Carlo Masala) bot die pittoreske Kulisse für ein, wie von mehreren Rednern betont, „Leuchtturmprojekt“. Im Barockschloss Oranienstein in reizvoller Landschaft nahe dem rheinland-pfälzischen Diez gelegen und seit 1962 von der Bundeswehr genutzt, organisierten die Regionalkommandos Bundeswehr aus Hessen und Rheinland-Pfalz sowie Kommando „Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung“ in Kooperation mit den Landesärztekammern aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland am 20. September 2024 ein Symposium „Im Ernstfall: Was bedeutet Kriegsmedizin?“ [1] Die Hessische Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung sorgte für den organisatorischen Rahmen und die Vergabe von elf CME-Punkten.

Geboten wurde eine Mischung aus medizinischen Fachvorträgen und militärisch-politischen Einschätzungen und Darstellungen. So standen Themen wie „Lebensgefährliche Blutungen – Schockmanagement“, „Kontamination mit chemischen Kampfstoffen – was muss ich wissen?“, „Schuss-, Splitter- und Explosionsverletzungen“ neben solchen wie „Was ist der Ernstfall?“, „Gesundheitsversorgung in der Gesamtverteidigung – was kommt auf uns zu?“ oder „Zivil-militärische Kooperation in der Universitätsmedizin vor dem Hintergrund der Landes- und Bündnisverteidigung“. Praktisch konnte man das Anlegen von Tourniquets zur Blutstillung oder die Kampfstoffdekontamination üben; Bergepanzer und weiteres Gerät waren zu besichtigen. Im Auditorium saßen mehrheitlich Bundeswehrangehörige, aber auch die zivilen Hilfsdienste waren gut vertreten. Die Einhaltung des Fotografierverbotes wurde durch bewaffnete Wachen gesichert.

Von Frieden oder Friedenserhalt war an diesem Tag nicht die Rede. Im Gegenteil kritisierte Prof. Dr. Carlo Masala, prominenter Dozent an der Bundeswehr-Universität in München, in seinem Vortrag zur Einschätzung der aktuellen Lage die westeuropäische Sichtweise auf die momentane Weltlage als eine von einer siebzigjährigen Friedensperiode verstellte. Die afrikanische Sicht beispielsweise sähe wegen der vielen Konflikte auf diesem Kontinent ganz anders aus. [2] Die proklamierte Zeitenwende sei in Deutschland noch nicht vollzogen. Die deutsche Gesellschaft benötige dringend eine Änderung des Mindset, damit sie resilienter werde. Überhaupt war die Änderung des Mindsets an diesem Tag ein beliebtes Thema der Referenten. [3] Diese Materie scheint zumindest Ärztekammern, die mit einem steten gesundheitspolitischen Bedeutungsverlust zu kämpfen haben, neue Wirkungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Was hat es eigentlich mit dem Mindset, das es zu ändern gilt, auf sich? In der Psychologie und Soziologie sind damit Verhaltensmuster basierend auf Denkweisen und Überzeugungen gemeint, die eine Geisteshaltung repräsentieren. Gelegentlich wird Mentalität synonym verwandt. Es geht also um einen Mentalitätswandel in der gesamten Gesellschaft und konkret bei Angehörigen von Gesundheitsberufen, um deren Zustimmung zur Militarisierung des Gesundheitswesen zu erlangen. Zu gut scheinen den militärisch und politisch Verantwortlichen noch die vielfältigen Proteste aus dem Gesundheitswesen gegen den Entwurf eines Gesundheitssicherstellungsgesetzes Anfang der 1980er Jahre in Erinnerung zu sein.

Auch der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) Klaus Reinhardt fordert „zunächst mehr Bewusstsein zu schaffen“.[4] Auf einer Tagung am 10. Oktober vergangenen Jahres hat die BÄK Fachleute aus Ärzteschaft, Politik, Militär und Katastrophenschutz dazu aufgerufen eine Bilanz zur aktuellen Resilienz des Gesundheitssystems zu ziehen und die nächsten notwendigen Schritten zu beraten. Das Engagement des BÄK-Präsidenten in dieser Frage ist wenig verwunderlich. Der Hartmannbund, dessen Vorsitzender er ebenfalls ist, hat seit Jahrzehnten eine ausgeprägte Affinität zum Militärischen. In früheren, für diesen Verband besseren Zeiten, leistete man sich eine wehrmedizinischen Arbeitskreis. [5] Auf seiner Hauptversammlung 2023 forderte er eine baldige Verabschiedung eines Gesundheitssicherstellungsgesetzes, das auch eine Weiterentwicklung der zivil-militärischen Zusammenarbeit beinhalten sollte.[6]

Beseelt von der Aufgabe des militärischen Mindsettings melden sich immer mehr Landesärztekammern zumindest publizistisch zu Wort. Zuletzt titelte das Rheinische Ärzteblatt: „Gesundheitswesen: Gerüstet für den Kriegs- und Krisenfall?“ [7] Der in dieser Diskussion verwendete Krisenbegriff setzt umstandslos Umwelt- und Naturkatastrophen, chemische und nukleare Unfälle, Epidemien und Pandemien, Folgen der Klimakrise und Terrorismus mit Kriegen gleich – dabei vollkommen negierend, dass die Kriegsmedizin einer anderen Logik folgt und folgen muss als die zivile Medizin.

Es wäre Aufgabe einer verantwortungsvollen Ärztekammer, gerade auch darüber aufzuklären, statt die unterschiedlichen Szenarien beliebig zu vermengen. Selbstredend wird auch die von den Bundeswehr-Offiziellen immer wieder vorgetragene Forderung, dass sich in einem Kriegsfall die zivilen Strukturen den militärischen unterzuordnen haben, nicht hinterfragt. [8] Immer lauter und öfter wird von der Bundeswehr gefordert, bei der Krankenhausplanung mitzureden und diese auch nach militärischen Aspekten zu gestalten. [9]

Wo bleibt die Nachfrage der Kammern, was dies für die zivile medizinische Versorgung bedeuten könne? Grob fahrlässig ist auch, das von den Militärs vorgegebene Szenario eines kontrollierbaren Krieges an der Ostflanke der NATO unhinterfragt zu übernehmen und nicht davor zu warnen, dass selbst bei einem konventionellen Krieg die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht sicherzustellen ist. Bei einer Eskalation zum Atomkrieg werden wir Ärzt*innen in keiner Weise helfen können. Die gigantische, in diesem Umfang noch nie dagewesene Aufrüstung der Bundeswehr entzieht notgedrungen auch dem Gesundheitswesen Ressourcen. In Zeiten des angestrebten Mentalitätswandels scheint es für Kammerfunktionär*innen nicht opportun, dies zu problematisieren.

Um die Kooperation mit der Bundeswehr zu vertiefen, haben einige Kammern Beauftragte für die zivil-militärische Zusammenarbeit benannt. Der Deutsche Ärztetag forderte 2024 auf Antrag des BÄK-Vorstandes, eine „personelle Durchlässigkeit zwischen zivilem Gesundheitssystem und Zentralem Sanitätsdienst“ zu schaffen. [10]

Das Schloss Oranienstein fand in der Vergangenheit vielfältige Verwendung. Von 1934 bis 1945 wurde es als „Nationalpolitische Erziehungsanstalt“ genutzt. Hier wurde Jungs und Jugendlichen eine militärische Mentalität beigebracht, gegebenfalls auch eingeprügelt. Keinesfalls sind heute die politischen Umstände mit der faschistischen NS-Diktatur vergleichbar – dennoch ist es erschreckend, wie unreflektiert und geschichtsvergessen an solch einem Ort militärisches Mindsetting beschworen und über Friedensfähigkeit in keiner Weise nachgedacht wird.

Bernhard Winter ist Gastroenterologe, Vorstandsmitglied des Vereins Demokratischer Ärztinnen und Ärzte sowie Vorsitzender des Solidarischen Gesundheitswesens e.V.


[1] Eine ausführliche Darstellung des Symposiums aus Sicht der Veranstalter findet sich im Hessischen Ärzteblatt 11/2024, S. 588-591

[2] Das ist eine zynische Haltung. Erst überzieht man den afrikanischen Kontinent jahrhundertelang mit kolonialen und neokolonialen Kriegen, um uns dies dann als Normalzustand vorzuhalten. Er hätte ja auch als Beispiel die USA wählen können, der es seit dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges vor 160 Jahren gelingt, Kriege von ihrem Territorium abzuhalten.

[3] Frauen referierten auf dieser Veranstaltung nicht.

[4] www.aerzteblatt.de/archiv/241566/Krisenresilienz-Das-Gesundheitswesen-in-der-Zeitenwende; zuletzt aufgerufen 01.02.2025

[5] Winfried Beck: Nicht standesgemäß, Beiträge zur demokratischen Medizin. Frankfurt am Main, 2003, S. 149

[6] www.hartmannbund.de/wpcontent/uploads/2023/11/202311_HV_NR_11_Gesundheitssicherstellungsgesetz-unverzueglich-auf-den-Weg-bringen.pdf; zuletzt aufgerufen 03.02.2025

[7] www.aekno.de/aerzte/rheinisches-aerzteblatt/ausgabe/2025/februar-2025; zuletzt aufgerufen 04.02.2025

[8] z.B. Rheinisches Ärzteblatt 2/2025, S. 13

[9] z.B. Rheinisches Ärzteblatt a.a. O.

[10] 128daet.baek.de/data/media/BIc14.pdf; zuletzt aufgerufen 05.02.2025

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Materialien

Flyer im Postkartenformat mit dem Text der „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen“ auf der Rückseite und einem QR-Code direkt zur Unterzeichnung der Erklärung. 
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Faltblatt: Wir werden euch nicht helfen können!
zur Militarisierung des Gesundheitswesens
A4, farbig, 2025
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A4-Flyer: Risiken und Nebenwirkungen der Militarisierung des Gesundheitswesens
Herunterladen | Bestellen


A5-Flyer: Gesundheitswesen bleibt zivil!
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Banner: Nein zur Militarisierung des Gesundheitswesens!

IPPNW-Thema: Militarisierung der Gesundheitsversorgung?
HerunterladenBestellen
12 Seiten, März 2025


Broschüre Militarisierung im Gesundheitswesen
Herausgeber: Verein Demokratischer Ärzt*innen (vdää)

Vorträge

22. Juni 2026, 19 Uhr in Freiburg
Aufrüstung Deutschland
Folgen für das Gesundheitswesen

Vortrag mit Dr. med. Helmut Lohrer (IPPNW)
Veranstalter: Kritische Medizin Freiburg
Hörsaal Anatomie, Albertstr. 17, Freiburg

23. Juni 2026, 19.00 Uhr in Hannover
Was hat die Militarisierung im Gesundheitswesen mit mir zu tun? 
Vortrag mit Diskussion der IPPNW Regionalgruppe Hannover und des Friedensbüros über die Auswirkungen der Militarisierung auf uns und über die Rolle des Gesundheitswesens.
Weitere Infos

25. Juni 2026, 17.00 Uhr in Hamburg
Präventive Medizin statt Kriegsvorbereitung
Zur Kritik der Militarisierung des Gesundheitswesens
Weitere Infos

22. Juli 2026 in Stuttart und Online
Zeitenwende im Gesundheitswesen: Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit als schleichende Militarisierung der Medizin?
Ethische Grundsatzfrage zur Rolle der Ärzteschaft und der ärztlichen Selbstverwaltung in der zivil-militärischen Zusammenarbeit sollen interdisziplinär diskutiert werden. Veranstalter: Landesärztekammer Baden-Württemberg
Anmeldung

5. August 2026, 19.00–20.00 Uhr, online
Krankenhauskahlschlag und Militarisierung im Gesundheitswesen
Mit: Jan von Hagen, Krankenpfleger, ver.di-Vertrauensleute Sprecher LVR-Klinik Essen, von 2010-2023 ver.di-Gewerkschaftssekretär, IPPNW
Anmeldung

7. Oktober 2026, 19-20 Uhr, online
Funktionierende Gesundheitsinfrastruktur statt Kriegstüchtigkeit des Gesundheitswesens
Mit: Julia-Christina Stange (MdB und IPPNW-Mitglied)
Anmeldung

Was kommt mit dem geplanten "Gesundheitssicherstellungsgesetz" auf uns zu? Was bedeuten die Planungen für die Beschäftigten im Gesundheitssektor? Wie vor Ort damit umgehen?

4. November 2026, 19-20 Uhr, online
Krankenhaus im Kriegsfall: Was sagt das Grundgesetz? Was bedeuten Spannungsfall und Notstandsgesetzgebung?
Mit: Andreas Fisahn (Prof. für Öffentliches Recht)
Anmeldung

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zählt eine lange Liste mit Notstands- und Sicherstellungsgesetzen und Verordnungen auf, die auf den Weg gebracht werden sollen. Welche arbeits- und verfassungsrechtlichen Konsequenzen ergeben sich aus den Gesetzen?

Rückblick

 26. April 2025, Stuttgart und online
Resilienz und Militarisierung des Gesundheitswesens
Was bedeutet es für uns Beschäftigte im Gesundheitssektor, wenn unser Gesundheitswesen „kriegstüchtig“ gemacht werden und sich den Erfordernissen des Militärs unterwerfen soll? Wie verhalten wir uns dazu? Was können wir dagegen tun?
Mit: Dr. Bernhard Winter (vdää), Dr. Robin Maitra und Ute Rippel-Lau (beide IPPNW)
Veranstaltet von: Ärzt*innen in sozialer Verantwortung BW, vdää und IPPNW

27. August 2025, Düsseldorf
Kriege, Krisen, Vortrag "Katastrophen. Was antworten wir auf die Sorgen unserer Patient*innen?
Und sind wir als (Haus-)Ärzt*innen selbst vorbereitet?"
mit IPPNW-Vorstandsmitglied Susanne Grabenhorst

1. September 2025, Düsseldorf und im Livestream
Veranstaltung: Krankenhaus im Kriegsfall
Wie das Gesundheitssystem schon heute militarisiert wird
Referentin: Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende
Livestream

23. Oktober 2025, Emden
Ärzte für den Krieg?
Vortrag von Ute Rippel-Lau bei den Emder Friedenstagen
Weitere Infos

29. Oktober 2025, Göttingen
Kriegstüchtiges Gesundheitswesen - Was bedeutet das für uns?
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Ute Rippel-Lau
Veranstalter: IPPNW Regionalgruppe Göttingen

17. November 2025, Bielefeld
Veranstaltung im Rahmen der Friedensdekade der Evangelischen Kirche   
Kriegsfall Krankenhaus: Wie das Gesundheitssystem schon heute militarisiert wird.
Vortrag und Diskussion mit der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen
Weitere Infos

20. November 2025, Essen
Podiumsdiskussion zur Militarisierung des Gesundheitswesens 
mit Susanne Grabenhorst und Jan Van Hagen

26. November 2025, Berlin
„Militärische Konflikte und ihre psychischen Folgen“ 
Vortrag im Rahmen des DGPPN-Kongress 
Dr. Angelika Claußen (Psychiaterin/Psychotherapeutin und Co-Vorsitzende der deutschen IPPNW) spricht mit Nadia Bieler (Psychiaterin, IPPNW) über die psychischen Folgen von militärischen Konflikten und Krieg. 

27.-29. November 2025, Berlin
DGPPN-Kongress in Berlin
IPPNW-Infostand und Unterschriftensammeln unter die Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen.

29. November 2025, Braunschweig
Braunschweiger Gramsci-Tage
Workshop Dieter Daunert, IPPNW: Kriegstüchtigkeit der Bevölkerung mit dem Operationsplan Deutschland
Weitere Infos

8. Dezember 2025, Essen
Was bedeutet ein „kriegstüchtiges“ Gesundheitssystem für uns alle?
Diskussionsabend im Rahmen des "Politischen Salons"
Mit: Ute Rippel-Lau, Fachärztin Allgemeinmedizin, Hamburg, IPPNW - Dr. Angelika Claußen, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, Bielefeld, Vorstand IPPNW - PD Dr. Andreas Follmann, Anästhesist, Aachen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin - N.N., Berufsfeuerwehr Essen
Moderation: Klinikpfarrer Uwe Matysek, Evangelische Huyssens-Stiftung Essen

11. Dezember 2025, Köln
Podiumsdiskussion: Kriegstüchtigkeit und wie der Kampf für Frieden aussehen muss
Referent*innen: Jan Dieren, MdB SPD, Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende, Ulrike Eifler, Gewerkschaftlerin, Yusuf As, Vorsitz ver.di Migrationsausschuss

24. Januar 2026, IPPNW Regio Contact Nord in Güstrow
Zeitenwende und Kriegstüchtigkeit – zur Militarisierung des Gesundheitswesens
Referenten: Gerit Poost, Mitglied im vdää*, Arzt in Weiterbildung Innere Medizin, tätig in einer Rettungsstelle und Michael Janßen, Vorstandsmitglied vdää*, Arzt für Allgemeinmedizin
Weitere Informationen

24. Januar 2026, IPPNW Regio Contact Süd in Stutgart
Input von Robin Maitra (Mitglied im Vorstand der IPPNW) zum Thema "Militarisierung des Gesundheitswesens"

1. Februar 2026 in Essen
Gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens
Diskussion mit Dr. Angelika Claußen
Wie können wir wieder friedenstüchtig werden und Kriege und die Militarisierung verhindern? Die Veranstaltung wird auch online übertragen. Veranstaltet von: Die Linke – LAG Gesundheit und Soziales NRW

13. Februar 2026, Nürnberg
Geht dein Krankenhaus auf Kriegskurs?
Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen vom Verein Demokratischer Ärzt*innen und IPPNW. Die Militarisierung der Gesellschaft bedroht die öffentliche Daseinsfürsorge. Wie sind die Beschäftigte in Kliniken betroffen? Wie können sie sich wehren? Darüber und über Möglichkeiten des Widerstands diskutierten: Dr. Nadja Rakowitz – Verein Demokratischer Ärzt*innen (vdää*), Anja Schmailzl – Pflegekraft am Klinikum Nürnberg und Dr. Horst Seithe – IPPNW Nürnberg-Fürth-Erlangen
Weitere Informationen

24. Februar 2026, 19:30 Uhr, Paderborn
Gesundheitswesen im Fokus: Heilen oder aufrüsten? Wie können wir friedenstüchtig werden? 
Vortrag und Diskussion mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)
Weitere Infos (PDF)

4. März 2026, Online-Veranstaltung
Resilienz und Militarisierung des Gesundheitswesen
mit Dr. Robin Maitra, Vorstandsmitglied IPPNW

Was bedeutet es für uns Beschäftigte im Gesundheitssektor, wenn unser Gesundheitswesen „kriegstüchtig“ gemacht werden und sich den Erfordernissen des Militärs unterwerfen soll? 
Wie verhalten wir uns dazu? Was können wir dagegen tun? Wie können wir die IPPNW-Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen weiter verbreiten?
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

25. März 2026, Kiel
Diskussion: Kriegstüchtiges Gesundheitswesen
Was bedeutet das für Beschäftigte im Gesundheitswesen und für die Zivilgesellschaft?

- „Erfahrungen mit der Behandlung schwerverletzter ukrainischer Soldatinnen und Soldaten“, Dr. med. Mathias Holz, MHBA, Leitender Oberarzt der Abteilung Unfallchirurgie, Orthopädie und plastische Chirurgie am UKSH Campus Kiel 

- „Aktuelle politische Debatten und geplante Maßnahmen zur geplanten „Kriegstüchtigkeit“ des Gesundheitswesens: Wo stehen wir heute, wohin soll es aus Sicht der politischen Akteure gehen?“, Ute Rippel-Lau, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg, ehemaliges Mitglied im Vorstand der deutschen IPPNW

Flyer (PDF) | Veranstaltet von der IPPNW-Regionalgruppe Kiel

1. April 2026, Online-Veranstaltung
Katastrophenmedizin oder Kriegsmedizin? Was bedeutet reverse Triage im Kriegsfall?
Mit: Ute Rippel-Lau, IPPNW-Ärztin

Welchen Unterschied macht das für uns Beschäftigte im Gesundheitswesen? Wie verändert die militärische Logik die humanitäre Ethik und unser medizinisches Selbstverständnis?
[Aufzeichnung auf youtube anschauen]

22. April 2026, in Jena und online
Gesundheit lässt sich nicht aufrüsten: Welche Folgen hat die Militarisierung des Gesundheitswesens?
Vortrag mit Nadja Rakowitz (vdäa) über die Auswirkungen auf Beschäftigte, Patient*innen und Gesellschaft.

6. Mai 2026, online
Nationale Sicherheitsstrategie und Operationsplan Deutschland. Was steht da drin?
Mit: Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende
Was ist über die militärischen Pläne und die geplante zivil-militärische Zusammenarbeit bekannt?

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