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Kriegsursachen

Die IPPNW setzt sich für eine friedliche, solidarische und demokratische Gesellschaft ein, die Konflikten resilient begegnen kann. Die Ursachen von Gewaltkonflikten sind vielfältig und setzen häufig bei strukturellen und globalen Missständen an, die es zu beheben gilt. Dazu zählt die mangelnde gesundheitliche Versorgung weiter Teile der Weltbevölkerung. Die Klimakatastrophe verstärkt Konfliktfaktoren wie Nahrungsunsicherheit, Armut und Naturkatastrophen. Eine ungerechte, armutsschaffende Weltwirtschaftsordnung, von der Deutschland mit profitiert, trägt ebenfalls zu Gewaltkonflikten bei. Die IPPNW fordert den Abbau unfairer Handelsabkommen. Wir engagieren uns global für die Durchsetzung der sozialen Menschenrechte auf eine gesunde Umwelt, Nahrung, sauberes Wasser, Wohnen, Gesundheit und Bildung.

Aktuelles zum Thema

Aus Forum 187 / 2026

Aufrüstung für Großmachtkriege

Die Nationale Militärstrategie wurde im April 2026 veröffentlicht

10.09.2026 Großspurig präsentierte Verteidigungsminister Boris Pistorius im April 2026 gleich im Vorwort mit der „ersten Militärstrategie in der Geschichte der Bundesrepublik“ zentrale „Antworten auf die sicherheitspolitische Lage.“ Allerdings wurden sowohl die Militärstrategie selbst als auch das aus ihr abgeleitete Fähigkeitsprofil als geheim eingestuft, lediglich eine relativ vage Zusammenfassung beider Dokumente wurde unter dem Titel „Gesamtkonzeption militärische Verteidigung. Verantwortung für Europa“ veröffentlicht. Prägend ist dabei das Bestreben, die Bundeswehr per Strategie, Struktur und Bewaffnung auch unabhängig von den USA für künftige Großmachtkriege in Stellung zu bringen.

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Aus Forum 187/2026

Europas Rüstungswettlauf mit landgestützten Mittelstreckenwaffen

Tomahawk-Deal und ELSA-Projekt befeuern eine weitere Eskalation

10.09.2026 Nach der Absage der Stationierung landgestützter US-Mittelstreckenwaffen hat Bundeskanzler Friedrich Merz von US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara Anfang Juli 2026 die Zusage erhalten, Tomahawk-Marschflugkörper samt mobilen Abschussrampen kaufen zu können. Auch wenn viele Details noch unklar bleiben und mehr Informationen erst zwischen Fertigstellung und Versand dieses Heftes zu erwarten sind, versucht dieser Beitrag einen Überblick über das Vorhaben sowie den Stand der europäischen Aufrüstungsbemühungen mit Mittelstreckenwaffen zu geben. Ein Rüstungswettlauf in Qualität und Quantität dieser Systeme ist bereits in vollem Gange. Risikominimierung durch vertrauensbildende Maßnahmen, Rüstungskontroll- und Abrüstungsinitiativen sind daher dringend geboten.

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Aus Forum 187 / 2026

Wie Militär und Klimakrise die globale Gesundheit zerstören

Interview mit Stella Ziegler, Mitglied des internationalen IPPNW-Vorstandes

10.09.2026 Stella, Du hast Dich an der Erstellung des neuen Berichts der Global Climate and Health Alliance beteiligt. Der Report beschreibt Klimawandel und bewaffnete Konflikte als „sich gegenseitig verstärkende Polykrise“. Um welche Mechanismen geht es? Der Bericht zeigt, dass Klimawandel als „Bedrohungsverstärker“ wirkt: Er verschärft Ressourcenknappheit, vertieft soziale Ungleichheiten und untergräbt Governance – besonders in fragilen Staaten. Gleichzeitig beschleunigen Aufrüstung und bewaffnete Konflikte die Klimakrise, etwa durch militärische Emissionen oder die Zerstörung kritischer Infrastruktur wie Wasser- und Energiesysteme.

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Aus Forum 187 / 2026

Warum wir ein neues Helsinki brauchen

Der Krieg ist zurück in Europa. Wir müssen trotzdem auf Diplomatie setzen

10.09.2026 Gut 50 Jahre nach der KSZE-Schlussakte von Helsinki aus dem August 1975 gibt es eine Renaissance von Gewalt in den internationalen Beziehungen: So viele, so intensive und so lang andauernde Konflikte wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Der Krieg ist zurück in Europa. Dieser ist blutig in der Ukraine, aber auch wirkmächtig darüber hinaus: Es droht ein Kalter Krieg 2.0 – geprägt von wirtschaftlicher Entkopplung, Wohlstandsverlusten, Aufrüstungsorgien und regional begrenzten, aber verlustreichen Stellvertreterkriegen.

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Aus Forum 187 / 2026

Rüstung oder Zukunft?

Mehr Geld für Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz!

10.09.2026 Im Juli hat die Bundesregierung den Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 beschlossen. Der Verteidigungshaushalt soll nach diesen Regierungsplänen 109,7 Milliarden Euro umfassen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es noch 51,9 Milliarden und im Jahr 2014 32,4 Milliarden Euro – also weniger als ein Drittel und selbst 2024 nur die Hälfte dessen, was für 2027 eingeplant ist. Allein von 2026 auf 2027 soll der Verteidigungshaushalt um ein Drittel erhöht werden. Und die fast 110 Milliarden Euro sind nur die Mittel aus dem Verteidigungshaushalt, den eine Mehrheit von Union, SPD, FDP und Grünen noch 2025 von der Schuldenbremse ausgenommen hat. 

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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