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Scharfe Kritik der US-Kirchen am Irak Krieg

Kirchen beschämt über US-Politik

18.02.06 In einer Erklärung an die 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Porto Alegre, Brasilien übte die US-Versammlung des Weltkirchenrates - Vertreterin von 34 US-Glaubensgemeinschaften - scharfe Kritik am eigenen Land. Sie bezeichnen sich als BürgerInnen einer Nation, die in den letzten Jahren viel zur Gefährdung der Menschheit und Umwelt beigetragen hat. Die USA überschütte die Ungeschützten dieser Welt mit Terror, um ihre nationalen Interessen und ihr imperiales Projekt zur Kontrolle und Dominanz voranzutreiben. Für dieses Ziel würden andere Nationen dämonisiert und Gott in den Dienst der nationalen Agenda gestellt. Insbesondere kritisierten sie die Invasion im Irak, die mittels Täuschung und entgegen jeglicher globaler Normen geführt wurde.

Die späte Einsicht wird abgemildert durch eine Selbstkritik am mangelnden Widerstand gegen den Krieg. Die Kirchenvertreter gestehen ihr Versagen ein, sich nicht laut und beharrlich genug dafür eingesetzt zu haben, ihre Regierung von dem Pfad des "Präventivkrieges" abzubringen. Sie sind beschämt, dass solche Verbrechen in ihrem Namen begangen wurden. Es fehlt jedoch eine spezifische Aussage gegen einen drohenden Krieg im Iran.

Des weiteren werden in der Erklärung die mangelnde Umweltpolitik, die ungerechte Wirtschaftspolitik und die sozialen Gegensätze in den USA scharf kritisiert.

Munir Lada’a

Letter from the US Conference-WCC to the 9th Assembly of the WCC
www.wcc-assembly.info/en/theme-issues/assembly-documents/non-official-documents/letter-from-us-conference-for-the-wcc.html

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Ansprechpartner


Dr. Jens-Peter Steffen

Referent für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 -13
Email: steffen[at]ippnw.de

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