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Abrüsten fürs Klima

Die Militärausgaben steigen, Deutschland rüstet weiter auf. Dabei verursachen Militär und Rüstungsindustrie enorme Treibhausgase – in Übung und Einsatz. Die IPPNW fordert die Erhebung und transparente Veröffentlichung aller CO2-Emissionen der Bundeswehr, eine zeitnahe umfassende Reduktion entsprechend den Klimaschutzzielen und eine Trendwende zur Abrüstung als Teil von Klimaschutz.

Hintergrund

Aus Forum 187 / 2026

Wie Militär und Klimakrise die globale Gesundheit zerstören

Interview mit Stella Ziegler, Mitglied des internationalen IPPNW-Vorstandes

10.09.2026 Stella, Du hast Dich an der Erstellung des neuen Berichts der Global Climate and Health Alliance beteiligt. Der Report beschreibt Klimawandel und bewaffnete Konflikte als „sich gegenseitig verstärkende Polykrise“. Um welche Mechanismen geht es? Der Bericht zeigt, dass Klimawandel als „Bedrohungsverstärker“ wirkt: Er verschärft Ressourcenknappheit, vertieft soziale Ungleichheiten und untergräbt Governance – besonders in fragilen Staaten. Gleichzeitig beschleunigen Aufrüstung und bewaffnete Konflikte die Klimakrise, etwa durch militärische Emissionen oder die Zerstörung kritischer Infrastruktur wie Wasser- und Energiesysteme.

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Gastbeitrag in nd vom 19. Juni 2026

Krieg und Rüstung sind Treiber der Klimakrise

19.06.2026 Die zwei größten von Menschen gemachten und somit vermeidbaren Bedrohungen unserer Zeit sind die eskalierende Klimakrise und die Gefahr eines Atomkrieges. Weil uns als Ärzt*innen und Angehörige des Gesundheitswesens der Schutz aller Menschen vor vermeidbaren Gefahren besonders am Herzen liegt, engagieren wir uns als Internationale Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) für eine klimagerechte und friedliche Welt frei von atomaren Bedrohungen – seit der COP 28, dem Weltklimagipfel 2023 auch mit Delegationen bei den Konferenzen rund um die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.

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Aus Forum 186/2026

Ökozid als Kriegsverbrechen

Während der Iran-Krieg die Klimakrise befeuert, arbeiten NGOs an der Ächtung von Umweltverbrechen

26.05.2026 Der Krieg gegen den Iran ist nicht nur eine humanitäre und völkerrechtliche Katastrophe. Er verschärft die globale Klimakrise und führt zu immensen regionalen Umwelt- und Gesundheitsschäden. Bombardierungen von Raffinerien, Treibstofflagern, Militärbasen und Industrieanlagen setzen enorme Mengen an Treibhausgasen und Giftstoffen frei, zerstören Ökosysteme und kontaminieren Wasser und Böden. Aktuelle Analysen zeigen: Militärische Gewalt, Klimakrise und Ökozid sind eng verflochten. 

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22.11.2025 Anlässlich des bevorstehenden Abschlusses des Weltklimagipfels warnt die Friedensorganisation IPPNW erneut vor einer eklatanten Lücke in den internationalen Klimaverhandlungen: Die Rolle von Militär und bewaffneten Konflikten als Treiber der Klimakrise blieb auch in diesem Jahr nahezu vollständig ausgeblendet. Während Staats- und Regierungschefs in Belém um Formulierungen zu Ausstiegsplänen aus fossilen Energieträgern, ambitioniertere NDCs und Finanzierungszusagen ringen, bleibt ein zentraler Bereich der globalen Emissionen weiterhin unberücksichtigt. Militärische Aktivitäten verursachen weltweit schätzungsweise 5,5 % der Treibhausgasemissionen – und doch sind Staaten bis heute nicht verpflichtet, ihre militärbedingten Emissionen im Rahmen der UNFCCC offenzulegen. 

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IPPNW-Pressemitteilung vom 19. Juni 2025

Aufrüstung heizt Klimakatastrophe an

3,5%-Ziel der NATO gefährdet Klimaziele

19.06.2025 2024 verursachte die NATO 40% mehr militärische Emissionen im Vergleich zu 2021. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die ärztliche Friedensorganisation IPPNW gemeinsam mit weiteren Nichtregierungsorganisationen anlässlich der Bonner Klimazwischenkonferenz und des NATO-Gipfels in Den Haag veröffentlicht.

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Veranstaltung

IPPNW & IPB

Webinar Klima und Frieden

Aufzeichnung

Warum befeuern sich Klimakrise, gewaltsame Konflikte und Aufrüstung gegenseitig? Wie können wir „Sicherheit“ schaffen, wenn die Bedrohung von Klimakrise und Atomwaffen ausgeht? Was bedeutet das für die deutschen Klima- und Friedensbewegungen?

Hier geht es zur Aufzeichnung vom IPPNW & IPB Webinar "Klima  & Frieden".

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Ansprechpartnerin

Laura WunderLaura Wunder
Referentin für Klimagerechtigkeit und Global Health
Tel. 030 / 698074 - 19
Email: wunder[at]ippnw.de

Materialien

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Risiken und Nebenwirkungen: Wie Militär und Krieg die Klimakatastrophe befeuern
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IPPNW-Forum 178: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz
PDF | auf issuu lesen

 

Klimakatastrophe und Aufrüstung: Plädoyer für eine neue, zivile Sicherheitspolitik
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Weiterführende Webseiten

Arms, Militarism and Climate Justice working group
climatemilitarism.org

The Secure and the Dispossessed
How the military and the corporations are shaping a climate-changed world
climatesecurityagenda.org

The Military Emissions Gap
militaryemissions.org

Conflict and Environment Observatory
ceobs.org

 

 

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