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Medical Peace Work

Bildungsmaterialien zum Thema Gewalt und Gesundheit

Europäische Gesundheitsorganisationen - darunter die IPPNW Deutschland - haben Ende 2016 sechs Online-Fallstudien veröffentlicht, um Pflegekräfte, ÄrztInnen und Studierende über die gesundheitlichen Dimensionen von Krieg, Gewalt und bewaffneten Konflikten aufzuklären. Die Online-Fallstudien sind Teil einer pädagogischen Reihe, die GesundheitsarbeiterInnen dabei unterstützen soll, sich für die Prävention von Gewalt einzusetzen - von der Mikro-Ebene (z.B. Häusliche Gewalt, Diskriminierung von Flüchtlingen und Folter) bis hin zur Makro-Ebene (z.B. Atomwaffen, Klimawandel, Kriege). Die interaktiven Videos und Unterrichtspläne vervollständigen zwölf Fallstudien, die herausfordernde Situationen für Arbeiter im Gesundheitswesen darstellen, in denen es um Prävention und Reduktion von Gewalt sowie Frieden, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte geht.

Alle Fallstudien zielen darauf ab, die Rolle von Ärzten, Pflegekräften und anderen beim Aufbau von Vertrauen, Verständnis, gegenseitig bereichernden Strukturen und einer Kultur des Friedens aufzuzeigen.

Die sechs Online-Fallstudien können als Grundlage für Gruppenarbeiten und Klassendiskussionen genutzt werden, sowohl in formellen als auch in informellen Lehrumgebungen von Gesundheitsexperten und ihren Studenten. Begleitende Unterrichtsmaterialien für Lehrer und Ausbilder sind verfügbar. Die Materialien wurden von neun verschiedenen Organisationen aus Norwegen, Deutschland, Italien, Österreich und Großbritannien entwickelt und sind kostenlos erhältlich.

Sie wurden für europäische Mitarbeiter des Gesundheitswesens sowie Studierende unabhängig vom Wohnort und Arbeitsplatz entworfen. Das Material ist auch hilfreich für Menschen, die humanitäre oder Entwicklungsarbeit leisten wollen oder die für Menschenrechts- oder medizinische Friedensorganisationen arbeiten möchten.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Medical Peace Work Projekt (MPW) dafür eingesetzt, Menschen in Gesundheitsberufen für ihre Rolle in der Gewaltprävention und im Bereich Friedensbildung zu schulen. Das Projekt umfasst medizinische Fachleute aller Bereiche und Nationalitäten.

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Ansprechpartner


Dr. Jens-Peter Steffen

Referent für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 -13
Email: steffen[at]ippnw.de

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