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7. bis 9. November 2025

IPPNW-Studierendentreffen 2025

Frieden beginnt bei uns

Vom 7. bis 9. November 2025 fand erneut das bundesweite IPPNW-Studitreffen statt, dieses Mal in der Geschäftsstelle in Berlin. Neben der Berliner Unigruppe waren auch Studierende aus Dresden, Freiburg, Österreich und sogar den Niederlanden mit von der Partie. Am Freitagnachmittag kamen wir bei Kaffee und Keksen langsam in der Geschäftsstelle an, tauschten uns aus und konnten uns auf das Wochenende einstimmen. Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Ute Rippel-Lau mit einem Vortrag zur Militarisierung des Gesundheitswesens. Sie erklärte eindrücklich, wie militärische Logiken zunehmend in medizinische Strukturen einsickern und wie wichtig es ist, dass wir als zukünftige Ärzt*innen diese Entwicklung kritisch reflektieren. Beim gemeinsamen Abendessen mit libanesischer Linsensuppe führten wir das Gespräch weiter und diskutierten über die Rolle der Medizin in einer zunehmend militarisierten Welt und über persönliche Zukunftsängste, die beim Nachdenken über Krieg und Militarisierung aufkamen.

Am nächsten Tag eröffnete nach dem Frühstück Prof. Dr. Teresa Koloma-Beck mit einer soziologischen Perspektive auf Militarisierung und gesellschaftlichen Wandel den Tag. Besonders inspirierend waren ihre Gedanken dazu, was eine liberale Demokratie trägt: nämlich der gemeinsame Einsatz dafür, die Würde jedes Menschen zu schützen und Feindbilder bewusst zu verlernen, um Frieden zu schaffen.

Mittags stärkten wir uns mit Falafel-Sandwiches für die Session von Prof. Dr. Moritz Kütt zu „Atomwaffen – Schnee von gestern?“ Neben einem historischen Exkurs zur globalen nuklearen Auf- und Abrüstung konnte er uns viel erklären über die heutigen Probleme bei der Abrüstung, gruselige Neuinvestitionen in nuklearwaffenfähige U-Boote, aber auch die möglichen Chancen des Atomwaffenverbotsvertrags.

Am Nachmittag ging ein Teil von uns zu einer Führung ins Antikriegsmuseum, während andere die Zeit für Entspannung und Reflexion nutzten. Nach dem gemeinsamen Abendessen beendeten wir den Tag mit einem Pubquiz, viel Lachen, Teamgeist und überraschendem Wissen.

Der Sonntag begann mit einem Buddy-Frühstück der jungen IPPNW, bei dem sich Studis wieder mit ihren schon im Berufsleben stehenden Buddies austauschen konnten. Im letzten Vortrag des Wochenendes zu Medical Peace Work diskutierten wir mit Franca Brüggen, was Frieden eigentlich bedeutet und welche Formen von Gewalt (physisch, strukturell, kulturell) uns oft unbewusst begegnen. Besonders spannend war, wie wir als zukünftige Gesundheitsfachkräfte deeskalierend handeln und in unserem Umfeld aktiv zum Frieden beitragen können.

Danach steckten wir die Köpfe zusammen und schmiedeten, durch das Wochenende inspiriert, Pläne für kommende Aktionen. Dabei machten wir uns Gedanken zur Außenwirkung der IPPNW, zur Bildungsarbeit innerhalb der Studigruppen und wie wir unsere Strukturen stärken können. Abschließend haben wir Anna Khouri nach zwei Jahren toller Arbeit aus ihrer Rolle als deutsche Studierendensprecherin verabschiedet und Nastassja Erlacher zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Sie teilt sich das Amt mit Lena Gedat.
Und dann hieß es Abschied nehmen: Das Wochenende hat wieder gezeigt, wie viel Kraft in der IPPNW-Studigemeinschaft steckt. Wir fahren mit neuen Ideen, Freundschaften, sowie voller neuer Motivation und Energie zurück und wissen: Frieden beginnt genau hier, bei uns.

Charlotte Ellerhoff und Katharina Hornig sind Medizinstudierende und IPPNW-Mitglieder.

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Ansprechpartner*innen

Maxim Golovchanskiy

Maxim Golovchanskiy
Studierendensprecher
E-Mail: golovchanskiy[at]ippnw.de

Katharina Hornig

Katharina Hornig
Studierendensprecher*in
E-Mail: hornig[at]ippnw.de


Patrick Schukalla

Patrick Schukalla
IPPNW-Geschäftsstelle
Tel.: 030-698074-0
E-Mail: schukalla[at]ippnw.de

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