2026
8. Juli 2026: Bundesweit findet um den 8. Juli 2026 der Flaggentag der "Mayors for Peace" (= Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden) statt. In über 617 Gemeinden und Städten wird als Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt die Flagge der "Mayors for Peace" gehisst. Das ist der Tag, an dem der Internationale Gerichtshof (IGH) in einem Rechtsgutachten im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen festgestellt hat, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtswidrig sind.
Mit einer Mahnwache erinnerten die Regionalgruppe der IPPNW in Bielefeld und die Friedensinitiative Bielefeld an den Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden. Sie forderten die Oberbürgermeisterin Dr. Christina Bauer auf, sich im Rahmen des NRW-Städtetages aktiv für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Bielefeld ist – wie weitere 19 Städte in NRW mit dem Ratsbeschluss vom 26.04.2018 dem ICAN -Städteappell beigetreten. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, den Weg zum Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag zu ebnen. Schon 99 von 193 UNO-Staaten sind Mitglied des Verbotsvertrages geworden. Der Internationale Gerichtshof hat in seinem Urteil von 1996 festgestellt, dass sowohl die Drohung als auch der Einsatz von Atomwaffen völkerrechtswidrig ist.
Oberbürgermeisterin Dr. Christina Bauer sollte sich zusammen mit anderen Bürgermeistern, z. B. dem Vorstandsvorsitzender OB Thomas Kufen, Essen des NRW Städtetags und ebenfalls CDU Mitglied für den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag einsetzen.
"Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen", betonte Dr. Bernd Lehne von der Regionalgruppe. "Frau Dr. Bauer, machen Sie deutlich, dass Aufrüstung und erst recht atomare Aufrüstung keine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit sein kann".
2025
8.7.2025: „Bürgermeister für den Frieden“ auch in Bielefeld
Am 8. Juli hisste auch der Bürgermeister in Bielefeld zwei Fahnen des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ vor dem Rathaus. Der Rat der Stadt Bielefeld hat sich 2018 dem weltweiten Städtebündnis für einen Atomwaffenverbotsvertrag (ICAN) angeschlossen. Am Flaggentag erinnern die „Mayors for Peace“ an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Darin erklärte der Internationale Gerichtshof, dass es eine völkerrechtliche Verpflichtung zur nuklearen Abrüstung gibt. 2017 wurde der Atomwaffenverbotsantrag von der UN verabschiedet – bislang haben ihn 96 Staaten unterzeichnet und 73 ratifiziert.
Vor den Flaggen am Rathaus unterstützten am 8. Juli Ärztinnen und Ärzte der IPPNW (Internationale Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges) und Mitglieder der Bielefelder Friedensinitiative die Anliegen der „Mayors for Peace“. Für sie stellt das Hissen der Flagge in diesem Jahr, in dem sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal jähren, mehrere Atommächte in aktive Kriege verwickelt sind und atomar aufrüsten, ein wichtiges Zeichen für Frieden und Abrüstung dar. Bei ihrer Kundgebung forderten Ärzt*innen und Friedensgruppen nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle.
Die nuklearen Drohungen Russlands und die Pläne zur atomaren Aufrüstung Westeuropas haben uns die Gefahr eines Atomkriegs wieder bewusst gemacht. Die humanitären Auswirkungen eines Atomkrieges wären katastrophal: auch eine einzige Atombombe, abgeworfen über einer europäischen Großstadt, würde unvorstellbares Leid verursachen. Ärzt*innen würden nicht helfen können.
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI warnt, dass weltweit über 12.000 Atomsprengköpfe von neun Staaten vorgehalten werden. Darunter sind mit Russland, Israel, den USA, Indien und Pakistan insgesamt fünf Staaten, die aktuell Kriege führen oder in diesem Jahr geführt haben. „Nicht atomare Aufrüstung mit einer europäischen Atombombe, wie sie immer wieder von deutschen Politiker*innen gefordert wird, sondern nur Abrüstung kann ein nukleares Inferno verhindern. Der erste Schritt zu nuklearer Abrüstung ist die Wiederaufnahme von Verhandlungen über nukleare Rüstungskontrolle“.
Mit der Kundgebung am Rathaus unter den Flaggen möchten die Friedensgruppe Bielefeld und die IPPNW Ostwestfalen-Lippe dies Anliegen der Mayors for Peace unterstützen.
2024
1.7.2024: Es fanden Gespräche statt mit Britta Haßelmann (Grüne) und Wiebke Esdar (SPD) in denen wir unter anderem den AVV erinnerten, da aktuell Atomwaffen wieder in Europa diskutiert werden
24.2. Pressemeldung Bielefelder Friedensinitiative: der Bundeskanzler und die Abgeordneten aus OWL werden aufgefordert sich gegen „europäische“ Atomwaffen zu stellen. Hierzu sind Gespräche mit den Abgeordneten geplant: Pressemeldung
2023
Teilnahme von Angelika Claußen an der Klimakonferenz In Dubai. Diskussion zum Thema Atomenergie und Atomwaffenindustrie. Auswirkungen der Rüstungsindustrie auf das Klima. Was kann die IPPNW erreichen. Präsentation
2022
Brief an Bundeskanzler Scholz zu Atomwaffen anläßlich des Ukrainekriegs: Brief
2021
22. Januar 2021: Kundgebung vor dem Rathaus anlässlich des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrages.

2020
Beteiligung an der Friedensinitiative OWL Abrüsten statt Aufrüsten. Anschreiben an alle Bundes- und Landtagsabgeordnete der Region mit der Bitte, die Bundesrepublik möge dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten, es erfolgten Rücksprachen mit einzelnen Abgeordneten.
Artikel aus dem IPPNW-Forum September/2020 (PDF)
2019
Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten der Region mit ICAN-Unterlagen: Herr Brinkhaus CDU, Herr Post SPD, Herr Sauter FDP, Frau Esdar SPD, Frau Hasselmann Grüne.
2018
Ausstellung "Hibakusha weltweit" in Bielefeld in der Stadtbibliothek. Auf Anregung der IPPNW unterstützte der Rat der Stadt Bielefeld die ICAN-Kampagne, auf den Beitritt der Bundesrepublik zum Atomwaffenverbotsvertrag hinzuwirken. Die Ausstellung thematisiert Gesundheits- und Umweltfolgen der "Nuklearen Kette" vom Uranbergbau über die Urananreicherung, zivile Atomunglücke, Atomwaffentests, militärische Atomunfälle, Atombombenangriffe bis hin zu Atommüll und abgereicherter Uranmunition.
2017
Empfang der Friedensfahrradtour mit einem Banner der IPPNW zur ICAN-Kampagne.
2015
Plakataktion zum 70. Jahrestag von Hiroshima und Nagasaki. Wir haben uns an dieser Aktion beteiligt und eine große Plakatwand an einer belebten Straße „besetzt“.
1999
Das Jahr ist geprägt von der IPPNW Forderungen an die Regierung der UN-Resolution für eine atomwaffenfreie Welt. Auch wir haben uns daran beteiligt.
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