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Wismut-Kritiker loben Sanierung

Umweltaktivisten erinnern in Gera an Zerstörung durch den Uranbergbau

09.07.2007 Die Sanierung der durch den Uranbergbau der Wismut in Ostthüringen zerstörten Landschaft seit der Wende bis zu Bundesgartenschau ist eine Erfolgsgeschichte. Das sagte Michael Beleites, Mitbegründer der Umweltbewegung in der DDR und als Autor der Studie „Pechblende“ einer der ersten Kritiker des drittgrößten Uranproduzenten der Welt, am Donnerstag auf einer Podiumsdiskussion der Ärzteorganisation für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Gera. „Es ist unser aller Glück, dass die Sanierung in einem solchen Ausmaß angegangen wurde bei entsprechendem finanziellen Aufwand“, betonte er. Das war 1990 längst nicht sicher, meinten auch Gerhard Schmidt vom Ökoinstitut Darmstadt und Frank Lange vom Umweltkreis Ronneburg als weitere Diskussionsteilnehmer. Lange erinnerte an verschwundene Dörfer, zerstörte Naherholungsgebiete und Infrastruktur, die für die Bevölkerung große Einschnitte in der Lebensqualität bedeuteten.

Gefahren für die Gesundheit, insbesondere durch radioaktive Strahlung, bestünden nach der Sanierung nicht mehr. Das hatte Schmidt bereits in einem Gutachten für die Wismut in Bezug auf das Buga-Gelände bestätigt.

Allerdings sei die Sanierung noch nicht beendet, meinte Lange. „Wir werden deshalb weiterhin die Arbeiten mit kritischem Blick beobachten und gegebenenfalls auf Verbesserungswürdiges hinweisen“, sagte er. Es bliebe zum Beispiel das Problem der Nachsorge, der Ablauf der Flutung, die Wasseraufbereitung über viele Jahrzehnte. Auch Beleites ist sicher: Ohne kritische Begleitung und Öffentlichkeit wäre die Sanierung nicht nach dem jetzigen Standard erfolgt. Eines wünscht er sich: „Es gehört ein weithin sichtbares Zeichen in diese Landschaft, das daran erinnert, was hier stattgefunden hat.“

Quelle: Ostthüringer Zeitung, Margrit Kasper

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